ʒür bauplat
und Werkstalt
Mitteilungen der Beratungsstelle für das Baugewerbe
herausgegeben von der Königl. Zentralstelle für Gewerbo und Handel
13. Jahrgang.
—VBWoOD
Stuttgart, Januar 1918.
———u—
2 Nummer 1.
Kleinhaus für
2 Familien.
Wenn die Erwartung nicht getäuscht werden soll, die
unsere Soldaten aus dem Felde mit heimbringen werden,
die Erwartung, daß ihnen als den Verteidigern der vater—
ländischen Erde — mehr als es vor dem Kriege der Fall
war —, die Möglichkeit verschafft werden wird, auf dieser
Erde in eigenem hause ansässig zu werden, so wird äußerste
Sparsamkeit der Bauausführungen in allererster Linie zu
beachten sein. Dies war allerdings schon vor dem Krieg
durchaus notwendig. Denn nur auf diese Weise war es
shon damals möglich, daß die Wohnung im eigenen hause
so billig wie die städtische Miets wohnung gleicher Größe
wurde. Die Materialknappheit und das Fehlen genügend
geübter Arbeitskräfte hat diese Möglichkeit inzwischen noch
zanz erheblich erschwert. Doch wird es voraussichtlich ge—
lingen, dem erhöhten Verlangen nach Kleinwohnungen in
eigenem hause wenigstens zum Teil nachzukommen, wenn
die geeigneten Maßnahmen rechtzeitig getroffen werden.
Zum richtigen Erfassen der Lage gehört es, daß wir
uns im Interesse größter Sparsamkeilt immer uͤnd immer
vieder bemühen, bewußt zu werden, was im ein—
fachen Kleinhaus einerseits zum unbedingt Nötigen gehört,
ind was andererseits entbehrt werden kann. Manches,
iamentlich bei der Grundrißbildung, haben wir miit
„erübergenommen von dem Vorbild der kleinen „villa“.
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—R
Kleinhaus für 2 Samilien. Schaubild. Entwurf von Regierungsbaumeister W. Joß.
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