Volltext : Für Bauplatz und Werkstatt / Mitteilungen der Württemberg. Beratungsstelle für das Baugewerbe (Jg. 1921, Bd. 16, Heft 1/12)

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herausgeg. vom MAurtt sanbesgeworbeamt · Derlegt bei Vilsi. Meer. IIscien · Stullgari

16. Jahrgang

Stuttgart, Februar 1921

Nummer 2

Einfamilienhäuser für Eisenbahner
Die Heranziehung von Privatarchitekten zu Staatsbauten
st erfreulicherweise im Zunehmen begriffen, jedenfalls zum
Vorteil für beide Teile. Diesem Zug folgend hat auch die
vürtt. Eisenbahn⸗
oerwaltung zur Ge⸗
winnung von Ent ˖
würfen für die Be⸗
hauung eines größe⸗
ren Grundstückes am
Stuttgarter Nord⸗
hahnhof für Eisenbahnerwohnungen

rinen Wettbewerb
ausgeschrieben, der
zut beschickt wurde.
Wir können heute
einen Teil einer sol⸗
chen Wettbewerbs⸗
arbeit von
Architekt Schuh,
Cannstatt bildlich
wiedergeben. Die
Randbebauung des
Geländes an den be⸗
grenzenden Haupt⸗
straßen war eine
mehrstockige mit
Mehrfamilien⸗
häusern; im Kern
waren zweistockige
Einfamilienhäuser
gedacht, wie sie un⸗
sere Bilder zeigen.
Trotz unserer
schwierigen Wirt—
schaftslage ist heute
bei der starken Be—
onung des Persön⸗

lichen das Verlangen nach dem Einfamilienhaus stärker als
vor dem Krieg, selbst in den Städten. Und bei sparsam,
wohlüberlegter Anlage und Bau ist das auch zurzeit
möglich, wenn ge⸗
eignetes, billiges
Bauland dazu vor⸗
handen ist. Dem
hat der Verfasser
der Entwürfe Rech⸗
nung getragen.
Klar und über⸗
sichtlich sind die
Räume überall an⸗
geordnet, sparsam
und doch weitgehend
ausgenützt; die
Treppen ganz ge—
rade gehalten. Der
Gang durch die
Wohnküche nach
dem Garten stört
diese nicht. Spar⸗
samkeit bei gedie—
gener Ausführung
war hier leitender
Gedanke. Der äu—
ßere Aufbau ist ohne
jede architektonische
Zierde, das Dach
glatt durchgehend
gestaltet, und doch
ist das Gesamtbild
anziehend.
Einfuchheit und
Gedegenheit ꝓdas
istes, was wir heute
ns wikder zu eigen
J müssen.·
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I

Die Waschküche

der Kleinwohnung

Die Waschküche der Miet- und Kleinwohnung hat in
den letzten Jahrzehnten verschiedene Aenderungen erfahren,
namentlich in bezug auf ihre Lage zur Wohnung selbst.
Sie ist hierin abhängig von der Wohnform, ob Mehr-⸗
oder Einfamilienhaus, von den Gewohnheiten der Be—
wohner, ferner von wirtschaftlichen- und Betriebsgesichtszunkten.

Die Lage im Untergeschoß hat manchmal Schwierigeiten
 in der Belichtung und Entwässerung wegen der Tiefage
 gebracht. wesbalb man vielfach dazu überging, die

Waschküche in den Dachstock zu legen; dort war ohnehin
eine Wasserzu- und Ableitung vorhanden und meist noch
ein bedeckter Wäschetrockenboden.
Heute wird die Waschküche auch als sogen. Wirtschafts—
üche, insbesondere beim kleinen Einfamilienhaus, in das
Erdgeschoß neben Küche, Wohn und Schlafzimmer
zelegt. Darin liegt mancher Vorteil für die Hausfrau.
Nähe der Wohnung, der Kinder und des Gartens als
Waschtrockenplatz, bessere Ableitung des Schmutzwassers
ind Ausnützung der Waschküche auch zu anderen Schmutz⸗
            
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