zusenden und nach
Rücksendung derselben
einen Platz zuweisen.
Die Miete für den zu⸗
gewiesenen Platz ist 8
Tage nach Empfang
der Zuweisung zu be—⸗
zahlen, widrigenfalls
der Vertrag von seiten
der Messeleitung als
ungültig erklärt werden
kann. Für die jetzt ver⸗
flossene Frühjahrs-
messe waren folgende
Mietspreise gültig:
a) in bedeckten Räumen: Tischplätze nicht unter ZIfd. m,
pro lIfdenmn.... 250.:4 259, Messebeitrag
Kojen nicht unter qm, pro (m 1154 255
d) im Freien:
nicht unter 20 qm, pro qm 37. 530 - 255
Die Anmeldung muß spätestens 9 Wochen vor Beginn
der Messe getätigt sein. Der offizielle Beginn jeder Messe
ist jeweils Sonntag vormittags 8 Uhr.
Messesendungen sind als solche zu kennzeichnen und ge⸗
nießen bevorzugte Beförderung auf der Bahn.
Alle Messegüter sind an einen vom Messeamt bezeich—
aeten Spediteur in Leipzig zu adressieren unter genauer An⸗
gabe, des Absenders und des Ausstellungsstandes, damit
FIG. 10
hei der Unmenge der
ꝛinlaufenden Güter kei⸗
ie Verwechslung vor⸗
kommt und der Ausstel⸗
ler bei seinem Eintreffen
in Leipzig seine Aus⸗
stellungsgegenstände
schon auf dem Platze
vorfindet.
Sehr wichtig ist auch
die Frage der Unter⸗
kunft für die Aussteller
während der Messe.
Das Einströmen von
Tausenden und Aber⸗
ausenden von Ausstellern und Einkäufern während der
Messe nach Leipzig steigert die auch dort bestehende Woh—
uungsnot ins Unermeßliche. Die Hotels können die Massen
nicht aufnehmen. Es stehen deshalb eine große Anzahl Privat⸗
iimmer zur Verfügung, welche durch das auf dem Haupt⸗
»ahnhof befindliche Messewohnungsamt vermittelt werden.
Doch ist man trotz guter Organisation nicht im stande, allen
Messebesuchern Unterkunft nachzuweisen; es ist deshalb
sehr empfehlenswert, schon vor der Einreise durch Bekannte
der durch das Wohnungsamt Zimmer reservieren zu lassen.
Wohngelegenheit und Lebensmittel sind während der Messe
m Preise sehr stark gesteigert, was jeder Messebesucher in
der Berechnung seiner Auslagen berücksichtigen muß.
Bücherbe
prechung
Der Eisenbetonbau von Dipl.Ing. E. Haimoviei,
Oberingenieur, Leipzig, Verlag von B. G. Teubner, Leipzig
und Berlin 1918. II. Auflage. „Aus Natur- und Geistes-
welt“. 275. Bändchen Mk. 1.60 und Teuerungszuschlag.
Die Büchersammlung, der dieses Bändchen zugehört, ist
dafür bekannt, die Forschungen auf allen Gebieten der Technik
und Wissenschaft leicht und allgemein verständlich bekannt
zu machen. Es ist ein besonderes Verdienst, daß der Verlag
diese Büchersammlung nun auch mit einem Band über
Eisenbetonbau vervollständigt hat.
Die Einleitung erklärt, was Eisenbeton ist, schildert seine
Vorzüge und Nachteile, ferner die geschichtliche, praktische
und theoretische Entwicklung des Eisenbetonbaues. In acht
Abschnitten sind behandelt die Baustoffe, der Verbundkörper
Eisenbeton und seine wichtigsten Grund⸗(Konstruktions«)
formen. Die Anwendung und Ausführung desselben und
die wichtigsten Eisenbetonbauweisen; ferner das elastische
Verhalten von Eisen, Beton und Eisenbeton, zulässige Bean⸗
spruchungen, endlich die Grundzüge der sta—
tischen Berechnung. Durchweg auch bei den
nun folgenden Rechnungsbeispeilen ist nie—
dere Mathematik angewandt, das Fremd⸗
wort soweit möglich verdeutscht. Ein An⸗
hang enthält die fast überall im Reich an—
erkannten preußischen Ministerial ˖Bestim⸗
mungen für Ausführung und Berechnung
oon Eisenbetonkonstruktionen und Tabellen
für erforderliche Eisenmengen usw. Nicht
nur die amtlichen Bestimmungen und die
Tabellen, sondern u. a. auch die in etwa 82
Abbildungen gezeigten praktischen Anwen⸗
dungsmöglichkeiten des Eisenbetons machen
das Büchlein auch für den Fachman, ins⸗
besondere den Bauleitenden, gut brauchbar.
Das Baugewerbe in der neuen
Wirtschaft von Th. Benning. Zeitfragen⸗
Verlag Hermann Kalkoff, Berlin-Zehlen
dorf-West. Mk.6 — — Hie Wohnunasnof
vird täglich größer trotzdes Bauens da und dort und des Auf-
ommens sozialisierter Baubetriebe. Das Baugewerbe steht
»or einem Wendepunkt der Organisation. So etwa sagt der
Verfasser und hat es deswegen unternommen, rückblickend
as bisherige Baugewerbe zu schildern und für dessen Neu⸗
ufbau praktische Vorschläge zu machen. Er fordert dafür
Durchdringung des Gesellschafts undWirtschaftslebens, ins
esondere des Baugewerbes als Schlüsselgewerbe deutscher
Wirtschaft mit berufssittlichen Grundsätzen, d. h.
Sozialisierungder Menschen, nicht der Betriebe.Weder
einer Sozialismus, noch Kapitalismus können uns heute
etten. Das Submissionswesen sei zu reformieren in allen
einen Teilen; der Preiswucher wird zurückgewiesen. Die
ffentliche Arbeitsvergebung soll Aufgabe der geeinigten
Berufsstände (Treuhänderorgan) und das Wohl der Gesamt⸗
eit dadurch gefördert werden. Die Arbeiterproduktivbau⸗
enossenschaften werden bei Einhaltung gleicher Rechte und
Pflichten als Mitarbeiter dabei anerkannt. Für die Ein—
zelbetriebe hätte das ferner die Bedeutung,
daß der gesunde wirtschaftliche Wettbewerb
hestehen bliebe. Arbeitgeber und ·nehmer,
sowohl geistige als Handarbeiter, hätten
durch Gewinnbeteiligung regeres Arbeits-
interesse und Verantwortungsgefühl. Die
auftraggebenden Aemter könnten viel Arbeit
ersparen usw. Die praktische Einführung im
Kohlenrevier wird noch geschildert. In einem
Schlußwort bringt der Verfasser noch zum
Ausdruck, daß endlich statt der vielen Reden
und Schlagworte fruchtbare Gedanken und
Taten folgen sollen.
VNoch ist es Tag, da rühre sich der Mann:
Die Nacht tritt ein, wo niemand wirken 5
Da sich auch bei uns in Württemberg An⸗
sätze in dieser Richtung zeigen, so seien alle,
denen die Wirtschafts- und Organisations⸗
ntwicklung unseres Baugewerbes wichtig ist,
auf das Lesen dieses Buches hingewiesen.
VPH&VS-
—
Verantw. Schriftl. Oberbaurat Paul Schmohl, Oir. d. Baugewerteschule, Vorstand d. Beratungsstelle f. d. Baugewerbe; Verlag und Auslieferung ECugen Wabi
Baumaeitunq), Sedanstr. 16: Druck von Carl Grünindqer Nachf. Ernst Klette sämtliche m Stuttaart.