Volltext : Für Bauplatz und Werkstatt / Mitteilungen der Württemberg. Beratungsstelle für das Baugewerbe (Jg. 1925, Bd. 20, Heft 1/12)

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Ferousqegeben vom Wüũrtt. Pandesqewerbeamt · Versaq: Staatsiche Beraotungsstesse fur das Baugewerde
Stuttgart, November 1925

20. Jahrgang Nummer 11

Schülerarbeiten der Württembergischen Höheren Bauschule

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Schülerarbeiten der Württ. Höheren Bauschule. Kraftzentrale (Fassadenausbildung als Klassenarbeit)
Entwurf W. Müller, Klasse VIa, Lehrer Professor HuUummel

Die Umwandlung der früheren Baugewerkschule in Stutt⸗
gart in die „Württ. Höhere Bauschule“ wurde im Frühjahr
1924 beschlossen. Mit dem Beginn des Winter⸗
semesters 1925/26 ist der neue Lehrplan in vollem Umfang
aufgenommen worden. Einschneidend für den Lehrbetrieb
sind die neuen Aufnahmebestimmungen, nämlich 1. die Be—
stimmung, daß für den Besuch der Schule die mittlere Reife
(früher Einjährig-Freiwilliges) oder der erfolgreiche Besuch
der VI. Klasse einer höheren Schule nachgewiesen werden
muß (in besonderen Fällen muß eine Aufnahmeprüfung mit
einer Fremdsprache an Stelle dieses Nachweises abgelegt
werden), 2. die Bestimmung, daß dem Eintritt in die Höhere
Bauschule eine technische Lehrzeit von mindestens 224 Jahren
voorauszugehen hat, wovon in der Regel mindestens 18 Mo—⸗
nate auf dem Baubplatz. Werkplatz oder in Werkstätten, die

übrigen 12 Monate auf dem Büro abzuleisten sind. Die
Vorbereitungsklasse (früher Klasse —) ist damit in Wegfall
zekommen. Die früheren Klassen II&VI werden als Klassen
MV durchgeführt. Der Lehrplan dieser Klassen, der schon
in den vorausgegangenen Jahren durchgearbeitet worden
var, hat nur geringfügige Ergänzungen erhalten. Das Lehr⸗
fach „Eisenbahnbau“ ist auf Veranlassung der Reichsbahn⸗
direktion Pflichtfach in den drei oberen Klassen geworden.
Die Fächer „Eisenbeton und Baumechanik“ wurden aus—
gebaut und das Lehrfach „Siedlungswesen“ neu eingeführt.
Diese Umbildung bedeutet einen weiteren Fortschritt in der
Entwicklung dieser Schule, der sich in der Zukunft auswirken
vird. Für den württembergischen Baumeisterstand ist damit
eine Lehranstalt geschaffen, die es ermöglicht, den Nach-—
wuchs in ausgezeichneter Weise für seine späteren ver—
            
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