Abb. 69. VERLEGUNG DES
JECUTA-KLEBEDACHES
12cm
ı Gespundete Holzschalung. 2 Vorsprung aus
),4 mm Tecuta halbhart, aufgeklebt und zweireihig
genagelt. 3 Ungesandete, teerfreie Bitumenpappe
(Gewicht der Rolle mindestens 28 kg)
nit 5-10cm Überlappung verlegt und vierreihig
Jenagelt. 4 Tecutablechrolle in 0,1 oder 0,2 mm
Stärke auf Pappdeckelrolle. 5 in fixer Länge ge-'ollt,
wird nach Einhängen in das Vorsprungalech
2 durch Einrollen in die heihflüssige Kle-Demasse
6 aufgeklebt. 7 Verlegte Tecutabahn,
Nahtbreite 6 cm. 8 Heißflüssige Tecuta-Klebemasse
in die der Deckstreifen 9 eingerollt wird
3reite des Deckstreifens 12 cm
den, oder man müßte die Wellenkämme einschneiden, die
Wellen glattschlagen und dann das glatte Blech aufbiegen
(Abb. 68 d).
3ombierte Wellenbleche werden in derselben Art eingedeckt
wie oben beschrieben. An den Quernähten werden Pfetten
1icht immer vorhanden sein. Mit Nietverbindungen, wobei
3Zlechscheiben zu unterlegen sind, werden hier die Deckdaleche
dicht zusammengehalten, Bei eisernen Dachstühlen
nükte auch noch darauf geachtet werden, daß bei unmittelaarer
Berührung von Zink mit Eisen bei Vorhandensein von
teuchter Luft rasche Zerstörung des Zinks erfolgt. Entweder
muß mit solidem Olfarbanstrich oder mit Bleiblechstreifen iso-‚jert
werden.
Zinkrauten-Deckung
<leinere Zinkblechtafeln in Quadrat-, Rechteck-, und Rauten-"Rhombus-)
Form wurden früher vielfach zur Eindeckung von
steileren Dächern, Mansarden, Türmen (Neigungswinkel nicht
unter 40°), zu Wandverkleidungen usw. benutßt und haben
sich gut bewährt. Man ist aber heute mehr und mehr davon
abgegangen, weil die vielfach gepreßten Formen andere
Materialien (Stein, Schiefer, Holzschindeln usw.) vortäuschen
und deshalb unser Auge nicht befriedigen. Rauten in quadratischer,
in Spitkform usw. werden in den verschiedensten
Größen, direkt verwendungsfähig zugerichtet, in den Handel
gebracht. Der Klempner hat also nur die Befestigung vorzur1ehmen.
Sie erfolgt auf Schalung oder auf Lattung in der
Weise, daß die Rauten mit Falzen ineinandergehängt werden.
jede Raute trägt auf allen vier Seiten Falze, von welchen je
zwei aneinanderstoßende nach oben, zwei nach unten angesogen
sind. Mit zwei Deckhaften, die in die Falze greifen
und einer an der oberen Ecke angelöteten Hafte werden die
Rauten sicher an der Unterlage festgehalten.
3eim Eindecken einer Fläche beginnt man mit dem Anbringen
eines 10-20 cm breiten Saumstreifens, der mit breitem,
1sohem Falz versehen ist. an der unteren und einer seitlichen
Kante (Traufe und Giebelanschluß). Dabei ist darauf zu sehen,
jaß die obere und untere Abschlußkante (First und Traufe)
aarallel laufen müssen; eventuell ist eine vorhandene Un-Jleichheit
mit dem Saumstreifen auszugleichen. Sodann hängt
nan in den unteren Saumstreifen halbe Rauten ein und beastigt
sie. Damit beim weiteren Eindecken mit ganzen Rauten
:in richtiges Einhängen rasch kontrolliert ist - man käme sonst
ım oberen Rand nicht richtig aus oder würde die Rauten
ıicht mehr ineinanderhängen - so schnürt man sich an eini-Jen
Stellen Linien an, die von den Spigten der bereits beastigten
halben Rauten nach dem First verlaufen und so die
„age für die Spigen der anderen Rauten festlegen. Bei Anichlüssen
an Fenster- und Kamineinfassungen sollen die an
die unteren Ecken derselben anstoßenden Rauten nicht aus-Jeschnitten
werden. Leicht könnte sonst das Blech an der
:cke einreißen. In der Höhe der unteren Querkante muß die
daute abgeschnitten und ein besonderes Stückchen eingejest
werden. First- und Gratlinien werden mit 10-20 cm breien
Leisten abgedeckt. Diese Leisten sind mit Falz versehen
ınd werden über die an den oberen Rauten angebogenen
:alze, die eine gerade Linie bilden müssen, eingeschoben.
Das Tecuta:Klebedach
Jber die Verwendung von Tecuta-Blechen konnten bisher noch keine
ındgültigen Erfahrungen gesammelt werden, Wir bitten daher alle Fachzute
ihre in der Praxis gemachten Feststellungen über das Tecuta-Kle-‚edach
der Beratungsstelle für das Baugewerbe mitzuteilen.
den Heddernheimer Kupferwerken in Frankfurt am Main ist es
jelungen, Broncefolien bis zu 0,2 mm Stärke herzustellen, die
nechanischen Einflüssen noch genügend Widerstand leisten
;ollen. Die Bleche werden wie die Dachpappe in Rollen gejefert
und die erforderlichen Längen an Ort und Stelle abjeschnitten.
Die Verlegung der Tecuta-Broncebleche erfolgt
‚owohl parallel als auch senkrecht zur Traufe. Die Rinnen und
\bfallrohre müssen aus demselben Material hergestellt wer-Jen,
um eine Korrosion der Metalle zu vermeiden.
Abb. 70. VERLEGUNG DES GERIFFELTEN
TECUTABLECHES
| Gespundete Holzschalung. 2 Vorsprungblech
aus Tecuta 0,4 mm halbhart, durchlaufend am
Dachfuß angebracht. 3 Bitumendachpappe vierreihig
genagelt. 4 Tecutablech, aufgerollt, auf
eine Papproile 5 wird in die heißflüssige Klebemasse
6 gerollt, so daß sich die Pyramiden des
3leches mit Masse ausfüllen und am Rande des
3Zelages Klebemasse hervorquiflt. 100%, ige Kles
dung erforderlich, nur durch Abrollen möglich.
7 Verlegte geriffelte Tecutabahn mit dem Vors;prungblech
verfalzt. 8 Bitumenpappstreifen über
die Stöke der Metallbahnen geklebt, 9 Kupferdeckleiste
zum Niederhalten der Bleche mit
3ranze- oder Kupferschrauben befestigt und mit
dem Vorsprungblech verfalzt 10 Die Kupferleisten
sind mit einer Bitumenmasse ausaefüllt
X
ei
7 =
D An m AA
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