Alle anderen Verwahrungen können aus weichem Kupfer 0,5
oder 0,6 angefertigt werden und müssen bei Anbringen an
den Stößen und Nähten doppelt gefalzt oder qgenietet und
verlötet sein,
Ablaufröhren aus halbhartem Material 0,5 oder 0,6 werden
gefalzt, Bogen und Winkel werden doppelt gefalzt und
verlötet.
Rohrschellen hierzu aus Flachkupfer.
Rinnenkessel aus halbhartem Material 0,6 oder 0,7 müssen
an den Stößen wenn möglich gefalzt, andernfalls mit
Nähten versehen, genietet und verlötet werden.
Eindeckung mit Kupfer
3eim Eindecken von Türmen, Erkerdächern, Plattformen
mit Kupfer müssen alle Stöße und Nähte, auch Quernähte
doppelt gefalzt und hart gelötet werden. Weich ge-‚ötete
Nähte platsen gerne wieder auf und werden dann
undicht. Es ist auch dringend notwendig, an den nötigen
Haften nicht zu sparen, da sonst die Gefahr besteht, daß bei
Stürmen das Kupferblech sich aufwirft, sich streckt und sich so
mit der Zeit Risse bilden. Als Materialstärke kommt 0,6 oder
3,7 in Betracht.
Große Vorsicht ist angebracht, wenn an einem Gebäude
nur teilweise Kupferbleche Verwendung finden. Es
entsteht z. B., wenn Dachrinnen von Kupfer und Ablaufröhren
von Zink ausgeführt sind bei Regenwetter zwischen den beiden
Materialien ähnlich wie bei elektrischen Elementen
Ströme, die die bekannten Korrosionserscheinungen nach sich
ziehen. Die Folge ist, daß das Zinkrohr in kurzer Zeit zerstört
wird. Kupfer soll niemals mit Zink oder verzinktem Blech
verarbeitet werden.
ANNE NEISEN
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Abb.'74. FREITRAGENDE HÄNGE:
ZNNE
TRAUFBRET
VORSTOSSBLEC
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Dachanstriche besprochen von Dr. Hausen, Berlin
Seit langen Jahren benutt man als hauptsächlichstes Dachschußmittel
bei der Pflege von Pappe- und Blechdächern den
in Gasanstalten und Kokereien anfallenden Teer, nachdem
er vonleicht-flüchtigen Oelen ganz und von phenolartigen
Bestandteilen zum Teil befreit worden ist. Die Teerung
ist billig und liefert einen dichten, chemisch wenig veränderlichen
Überzug. Aber sie ist auch mit einer Anzahl von
großen Übelständen behaftet, die einem jeden, der mit geieerten
Pappe-, Beton-, Blech- oder andersartigen Dächern
zu tun hat, so geläufig sind, daß es sich erübrigen dürfte, in
diesem Rahmen eingehender darauf einzugehen. In kurzen
Worten ausgedrückt: dem Teer fehlt meist eine genügende
Elastizität und damit die wichtigste Eigenschaft, die ein brauchbares
Dachschubmittel besitsen muß. Es ist eine altbekannte
Tatsache, daß Teer in der Kälte so spröde wird, daß er durch
einen Hammerschlag in tausend Stücke zerspringt oder zwischen
den Fingern leicht zerrieben werden kann. Infolge dieser
Eigenschaft werden Teerdachbeläge bei Kälte leicht rissig
und verlieren dadurch ihren Wert als Abdichtung. Andererseits
wird Teer in der Wärme sehr leicht flüssig. Es ist eine Tatsache,
daß der Teer unter der Einwirkung der Sonnenbestrahlung
im Sommer von schrägen Dachflächen abtropft und
Rinnen und Fallrohre verstopft, sodaß man meist alljährlich
genötigt ist, diese Flächen neu zu teeren. Abgesehen von
dem hierdurch verursachten regelmäßigen Kostenaufwand
bedeutet die Notwendigkeit einer Neuteerung immer auch
ainen erheblichen Zeitverlust. Zudem ist sie keine besonders
angenehme Arbeit, erfordert sie doch das Heranschaffen eines
Teerofens. das Erhiken des Teeres usw.
Bei Blechdächern und Dachrinnen wird an Stelle von
Teer im allgemeinen Olfarbe als Schubanstrich verwendet.
Wenn nun bei Olfarbe auch ein weitaus elastischereı
i—- WULST
_ROHRSCHELLE 25/2 mm
WULST
AWMDEr Le
Abb. 75. FREITRAGENDE HÄNGERINNE
mit Traufblech und Rinnenkasten
ZINKLEISTE. GEGEN
TRIEBSCHNEE U. A.
RINNENBÖÜGEL MIT ‚—
TRAUF* U. STIRNBRET
VERSCHRAURT
RINNENBÜGEL. 40/6
VERZINKT. BANDEISEN —
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AUS VERZET.,
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Abb. 76. BEGEHBARE KASTENRINNE
DACHLATF
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DFOSTEN