Volltext : Für Bauplatz und Werkstatt / Monats-Zeitschrift der Staatlichen Beratungsstelle für das Baugewerbe (Jg. 1935, Bd. 30, Heft 1/12)

Ma Fαιν—

Abb. 4. ZERRISSENE DACHFORM infolꝗe der Giebelausfbaufen und
unqũnstfige Verhaltnisse zwischen fschwerkt und Massivfläche de
unferen Stockverke

Rechnunꝗ träꝗt. Dann ist es lhre Aufgabe, die Anderunq des
iberalferfen O.B.-Plans in die Meqe 2zu leifen und zunschst
nach Arf. 12 Abs. 2 der B-O. (Bausperre) zu verfahren.

Sfädtebauliche Einheit beruht auf der Ver—
wandtschaft der baulichen Grundformen und
der kEinheitlichkeit der Baustoffe und farben.
Es duũrfen sich neben bodenverwachsenen Bauten nicht arfund
 landfremde Machwerke, von der Sucht aufzufallen eingegꝗeben,
 breit machen. Dafs Einheitlichkeif nicht in Eintöniꝗkeif
 ausarief, kann lhre gerinꝗqste Sorꝗe sein: schon die verschiedene
 persônliche Einstellunꝗq des Planferfiꝗqers, aber
auch die sfefs sich wandelnden Bedũrfnisse und forderunꝗgen
des Bauherrn werden dafür sorꝗgen, dafj die Nachbarhauser
sich nur wie Geschwistfer einer und derselben familie gleichen.
 Denken Sie an die Harmonie eines Orchesiers, bei dem
alle lnstrumenfe auf ein Ihemas vereiniꝗt und zusammen qesfimmt
 sind, und doch jedes einzelne seine besondere Nofe
4nd Klanqfarbe hat.

Das wirksamste Bauelement, ein einheifliches Straten- und
Ortsbild zu erreichen, ist das Dach, das auch verschiedenartigqe
 Baukörper auf einen gemeinsamen Nenner, unfer
ainen Huf brinꝗgen kann. Auf der anderen Seife kann das Dach
in der Prate des Baufigers eine Haupiquelle baulicher Entariunꝗq
 des Sfädtebilds werden. Als besondere Schmerzenskinder
 haben sich in den vergangenen Jahren die Dachaus
 baut en herausgebildet. Unförmliche, massiꝗe Kasten
werden auf die Dachflächen aufgefürmt, in Höhe und Breife
veit uber das erfrãgliche Mat; hinausqehend, die Dachflächen
nit ihren Graf- und firsflinien übersqneidend und zum grohen
 Jeil zudechend. Der Sinn für die eigenfliche Aufgabe
des Daches, Schut; des Baukôrpers vor Wind und Wetfer zu
sein, isf mehr und mehr verloren qeqanqen. Die Beschränk-A.

 5. RUHIGE RLARE DACCHIFORM und guie Verhalinisse der Fach.
verkswand zu dem massiv ausqefuhrien Edgeschot

inꝗ der Dachausnutzunꝗ auf die Unferbringqunꝗ von Nebenãumen,
 Irockenböden und derql., die nur einer geringen
ichtzufuhr bedürfen, istf das Nafũrliche; für MWohnröumse ist
iier- ausgenommen auf den Giebelseifen von Saffteldachernm
 alsgemeinen kein Raum. Unter Walmdachern eingewanꝗqte
 Vohnungen bringen dem Bauherrn zwar immer
roch eine bescheidene Renfe auf Kosften des minderbemitfolten
 Voltsqenossen, sind aber in den meisfen Fallen wohnechnĩsch
 unzureichend, wegen der erforderlichen Dachdurchdrechunꝗen
 fast immer schönheitlich unbefriedigend. für
ꝛine Ausnutzunꝗq des Daches mif minderwerfigen WohnunjJen,
 wie sie in deon verganꝗgenen Jahrzehnfen ublich geworlen
 ist, isf heute aus Soziolen und hyqienischen Grunden
coin Raum mehr. Werden diese Gesichispunkie berũucksichiꝗt,
 so sind alle die angedeutefen Verirrunꝗgen ũberflũssiꝗ,
nssbesondere auch die Dochaustrifte, deren Mert ohnedies
aicht im Verhsltnis zu den darauf verwendeien Kosten (Vervahrungen)
 sfteht, und die Neigunꝗq des Daches kann auf
ꝛin wirtschaftlich vernünfftiges Mott beschränkt werden. Alle
urchdringungen des Daches bedurfen sorꝗfaltiger Uberle-Junꝗ.
 Der Sfandpunkt, dat; die Kamine, auch unier Anwenlunꝗ
 kosfspieliꝗqer Hilisconstrukfionen, unbedinqi die firstↄfetie
 durchbrechen mũssen, kann als Uberwunden gelten;
lie qunstiꝗsfe führunꝗ der Kamine ist schon bei der Psanunꝗ
les Grundrisses zu ermitffeln.
zine besfirmmie Dachform (Giebel-, Walm-, Manserddach)
ↄ»der ein Dach mift bestimmfer Neiqunꝗ ist nicht an sich
chönheiflich befriedigend. Wesenflich und besfimmend für
eine Wirkunꝗ ist sein Verhalinis zur Landschaff und zu der
Imqꝗqebunq, die Art seiner Konsfruktion und formalen Durch-»ildunq
 und - der Verzicht auf unmsfiꝗqe sfõörende Aufbauen.
 Sind diese Vorfragen einwandfrei qelöst, so kann jede
achform befriediqen. ffortisetzunꝗ folgh

—
3

Abb. 6. RUCRKSICARTSCOSE EINFOGUVNG eines soꝗgenannfen modernen“
 Geschafihausbsues w, ”αεο vorRandenen Asusorn mii Vval
dãchern in einer Ceinsgiad⸗

Ab. 7. Gust EINOSDNUNG und, Berucksichtiqunꝗq der näaheren Umjebung.
 Hausform anꝗelehnt an die quie fradion unter Anmendunꝗ
—XE
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.