Volltext : Für Bauplatz und Werkstatt / Monats-Schrift der staatlichen Beratungsstelle für das Baugewerbe (1937 / Sonderdruck)

Zum Vierjahresplan:
‚BAUSCHÄDEN”", 8. Fortsegung

PRAKTISCHE WINKE ZUR VERMEIDUNG
VON SCHWINDSCHÄDEN

Abb. 85

Fachwerkskonstruktion ohne Eckpfosten,
System Prof. E. Wagner, Stuttgart.
Um die immer wieder auftretenden Risse an den
Eckpfosten zu verhindern, wurde zu einer Bauweise
ohne Eckpfosten übergegangen. Als Verbindung
der beiden Pfosten, die der Ecke am nächsten stehen,
 dienen Flacheisen auf Schichthöhe. Die Ecke
wird‘ massiv ausgemauert, die Pfosten sind ebenfalls
 auf Steinmaß gestellt, um ein Behauen der
Steine möglichst zu vermeiden. Als Verstrebung
sind Bretterbüge vorgesehen, die von innen eingelassen
 sind und durch 2 Stockwerke hindurchgehen.
‚Hiedurch Vermeidung von Ausrissen!)
Fachwerksecken sind für Rissbildungen z. B. schon
dadurch empfindlich, daß die Hausseiten verschiedenartig
 besonnt werden, bei einer NW-Ecke wird
die Westseite besonnt, die Nordseite nicht; die
Spannungen führen zu Rissen, die hiedurch eindringende
 Feuchtiakeit zu weiteren Schäden

.PDutz
Isolierplafe
Eichene Schweil:

\pb. 87

TALSCH

>.

”EeNDARTDE

RICHTIG

Ausbildung der Schwellen,

Die breit gelagerte Schwelle hat im Gegensat zur hochkant gestellten die kleinere
Schwindmaßwirkung auf das steigende Fachwerk, zudem ergibt sie eine Holzarsparnis
 bis zu 50%. Normalerweise wurde eine 10—12 cm hohe Schwelle benügt.
 Nach dem hier gemachten Vorschlage reichen 6—7 cm. Die Schwelle wird
ım besten in Eichenholz ausgeführt. Die Haltbarkeit sollte außerdem durch Imrägnierung
 gesteigert werden.
            
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