Auf diesen Zusammenhang der Fundamente und die gleiche Belastung des Bauzrundes
ist auch beim Anfügen späterer Erweiterungsbauten zu achten. Beim
Anschluß solcher Mauern und Fundamente ist nach den jeweiligen Verhältnissen
zu entscheiden, ob bewußt eine Segungsfuge angeordnet oder ob durch das
Ausbrechen einer Verzahnung ein bündiger, später nicht mehr sichtbarer Maueranschluß
hergestellt werden kann.
Ingenügende Gründungen sind sehr häufig bei Einfriedigungs- und Vorgartennauern
festzustellen. Der Bauschaden ist in solchen Fällen dann besonders aufallend,
wenn die Mauer in Beton oder Backstein mit Verput aufgeführt wurde.
Sofern eine einwandfreie Gründung der Kosten wegen nicht möglich ist, sehe
nan von solchen Mauern ab. Ein niederer Sockel von Naturstein als Trockenmauer
mit Hecke darauf ist zudem schöner und bei Segungen leichter wieder in
Irdnung zu bringen.
3ei Gründung von Gartenmauern ist auch das Treiben sowohl der Wurzeln, als
der Stämme von nahe gelegenen Bäumen zu beachten.
Bei höheren Vorgarten- und Einfriedigungsmauern ist neben der Fundierung
die Einwirkung des Erddrucks zu berücksichtigen. Bei der Berechnung des Mauerprofils
auf Erddruck kommt der Frage des Maueranlaufs eine sowohl technische
als ästhetische Bedeutung zu. Senkrechte Stüßmauern wirken gefühlsmäßig unglaubhaft
und machen einen eher überneigenden Eindruck. Bei zu starkem An-‚auf
ist neben der unnatürlichen Wirkung die Mauerfläche mehr den Witterungsainflüssen
ausgesett, außerdem entsteht ein Verlust an nutbarer Grundfläche,
was allerdings nur bei wertvollem Gelände ins Gewicht fällt. Die richtige Neigung
liegt bei Betonmauern je nach Höhe zwischen 1:8 — 1:10 und bei Trockenmauern
etwa 1:12.
Abb: 324
EN WEN
Bei Betonmauern von größerer Länge (über 15m) darf die Anordnung von Dehıungsfugen,
die durch das Schwinden des Betons bedingt sind, nicht außer Acht
gelassen werden, da sonst willkürliche Schwindrisse entstehen. Die Dehnungsugen
sind mit Versagung nach nebenstehender Skizze anzuordnen.