Bei der Ausbildung der Wasserschräge an Verdachungen,
Fensterbänken und Balkonplatten ist
die in Abb. 348 gezeigte Art zu beachten, wodurch
ein Zurücklaufen des Wassers an die Hauswand
verhindert wird. Wie beim Sockel des Hauses bereits
erläutert, ist es wichtig, bei all diesen Wasserschrägen
die Fuge höher zu legen, damit Regenwasser
nicht vom Pus aufgesogen werden kann
(Standfuge).
Falsch
Anr. 34Y
Mauern aus Naturstein.
Wird die Wand eines Wohnhauses aus Werksteinen
gemauert, so ist vor allem durch eine genügende
Hintermauerung der Durchfeuchtung vorzubeugen,
umsomehr, als heute wesentlich geringere Mauerstärken
wie bei alten Bauten ausgeführt werden.
Dieses Bestreben hat auch dazu geführt, dünne
Werksteinplatten den Fassaden vorzukleben, was
bei Wohnbauten zu vermeiden ist. Wenn bei mehrstöckigen
Großstadtbauten mit Eisenbeton- oder
Stahlskelett diese Ausführung gewählt wird und
ihre Begründung hat, so ist dabei zu berücksichtigen,
daß hierfür nur Travertin oder Muschelkalk in Frage
kommen. Die Fugenteilung und Plattengröße ist so
zu wählen, daß kein Quadermauerwerk vorgetäuscht
wird.
Das beim Putbau über Wassernasen, Abdeckungen
und Wasserabhaltung Gesagte trifft auch für den
Natursteinbau zu. Ebenso ist die Fugenbehandlung
von gleicher Bedeutung, wie beim Ziegelbau. Beim
Quadermauerwerk ist eine handwerklich sorgfältige
Ausführung außerordentlich wichtig, dies gilt vor
allem für die Behandlung der Fugen, wo, besonders
wenn es sich um Wiederherstellung alten Gemäuers
handelt. alle Übertreibunagen abzulehnen sind
Richtig
Sr ZF..
STEG
Ahb. 350
Abb. 349 u. 350. Trittschwelle und Verdachung einer Haustüre. Wichtig ist,
daß der Put nicht bis auf die Wasserschräge heruntergeführt wird. sondern
ein Standfugenansat vorhanden ist