Bachstuhrt
1.
Abb. 305 b.
Jorizontaler Zug infolge äußerer Kräfte.
Abb. 305c., Zug zur Aufnahme der nach außen wirkenden Schubkräfte der Dachkonstruktion.
Druckbeanspruchungen treten entweder quer zur Holz-'aser
(Abb. 306a) oder parallel zur Faser — in der Stabachse —
auf (Abb. 306b und 306).
Selbstverständlich ist die Widerstandsfähigkeit der Hölzer für
die beiden genannten Richtungen verschieden, was bei den
zulässigen Beanspruchungen klar zum Ausdruck kommt.
Parallel zur Faser sind 80 kg/cm®, quer zur Faser jedoch nur
20 kg/cm? für Druckbeanspruchungen als oberste Grenze festgesett.
Nimmt man für den letgteren Fall einen Pfosten an, der
auf der Schwelle steht (Abb. 306a), so darf der Pfosten nicht direkt
am Ende der Schwelle aufstehen, sondern muß einen Abstand
haben, der wenigstens 1,5fache Schwellenhöhe beträgt. Ist das
nicht der Fall, so vermindert sich die zulässige Beanspruchung
auf 16 kg/cm?,
in jedem Falle ist Voraussegung, daß der Druck zentrisch wirkt.
Exzentrischer Druck läßt sich durch entsprechende Ausbildung
der Holzverbindungen leicht ausschalten und wird deshalb
hier übergangen. Nicht vermeidbar und deshalb immer zu berücksichtigen
ist die Knickgefahr der Hölzer (Abb. 307).
Abb. 306 a. Druck senkrecht zur Faser
Abb. 306b. Zentrischer
Druck narallel zur Faser.
Abb. 306c. Exzentrischer
Druck parallel zur Faser.