Holz-Zäune, falsch und richtig, schlechter und besser
Mit Recht hat man sich abgewandt von den unschönen eisernen „Staketen”, die
zum Stilausdruck einer traditionslosen Zeit gehört haben, die wir vollends ganz
überwinden wollen. Der Holzzaun ist schon um einen guten Teil versöhnlicher
im Straßen- und Landschaftsbild. Damit soll aber nichts gegen das Material
Eisen gesagt sein. Kein Material ist an sich schlecht oder an sich unschön, sondern
der Mensch macht es erst dazu. Es gibt natürlich gute und schlechte Beispiele
sowohl in Holz als auch in Eisen. Ohne Zweifel hat man in der Zeit um
1800, die noch traditionsgebunden war, mehr Feingefühl für die Einfriedigungen
an den Tag gelegt als in der zweiten Hälfte des verflossenen Jahrhunderts, wo
die eisernen Staketen das Ideal wurden.
Zäune sparen! Heute kommen wir zu der Erkenntnis, daß wir uns von den
Zäunen möglichst weitgehend befreien sollten. Deutschland war lange ein Land
der Zäune (nicht nur der Gartenzäune). Hier zu sparen wäre nicht allein im Sinne
des Vierjahres-Planes, sondern erst recht im Sinne einer Volksgemeinschaft. In
den Siedlungen, wo die Grundstücke dicht und schmal nebeneinander liegen,
wird das Gesamtbild manchmal von den Zäunen vollständig und in sehr unschöner
Weise beherrscht. In solchem Fall wären Hecken schon viel erfreulicher,
aber sie nehmen etwas mehr Platg in Anspruch. Mauern verlangen ebenfalls
aine gewisse räumliche Ausdehnung, denn sie werfen Schatten. Die besonnten
Seiten bieten allerdings wieder Plat für Spaliere. Spaliere an Nordseiten sind
natürlich Unsinn. Das gilt auch von den Spalieren an Häusern, die oft rein aus
architektonischen Gründen anaeordnet werden. aber sinnlos bleiben
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