Volltext : Stuttgarter Uni-Kurier (6/10, 1982)

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Zeitung der Universit3+ Stuttee

Uni-Turnier
im Fußball

Jas Turnier um die Stuttgarter
lochschulmeisterschaft im
-ußball wirft seine Schatten
‚oraus. Meldeschluß für teilıehmende
 Mannschaften ist
Montag, 26. April, 12 Uhr, beim
nstitut für Sportwissenschaft.
Teilnahmeberechtigt sind
annschaften von Fachschaf-;en,
 Instituten, Fachhochschuen,
 Wohnheimen und sonstige
gemischte Mannschaften. Die
Teilnehmergrenze liegt bei 70
Mannschaften. Jede Mannschaft
 darf maximal 18 Spieler
umfassen, die namentlich gemeldet
 werden müssen.
Nachmeldungen sind möglich.
Zudem muß jede Mannschaft
zwei Schiedsrichter stellen.
Jer Sieger erhält als Stuttgarter
 Hochschulmeister einen
Wanderpokal, den im Somnersemester
 1981 die Mann-;chaft
 „Allchemie‘‘ gewonnen
ıatte.
:ine Besprechung der Mannschaftsführer
 über den Spiel-Nodus
 des Turniers findet statt
ım Dienstag, 27. April 1982, 17
Jhr, im H3, KII, I. Stock, Kepıerstraße
 17. Das Turnier beainnt
 am Montag. 3. Mai 19892

895 erhielten die Stuttgarter Elektrotechniker gemeinsam mit den Chemikern neue Räumlichkeitenn in der heutigen Breit-;cheidstraße
 (frühere Garnisonstraße). Nach dem letzten Krieg wurde dieses Gebäude aufgestockt und beherbergt auch
1eute noch Institute der Elektrotechnik.
100 Jahre Elektrotechnik in Stuttgart

Viit einem Physiker fing es an
Traditioneller Schwerounkt der Stuttgarter Universität
von Leo Bosten Dr. phil. Wilhelm Dietrich seine vürttembergischer Kriegsmini-/or
 genau 100 Jahren begann ehrtätigkeit innerhalb der Abtei- ster, eine Tatsache, die ihm nach
aan in Stuttgart mit den ersten ıng für Maschineningenieurwe- ter Machtergreifung Hitlers im
peziellen Vorlesungen in Elek- en. Erst sieben Jahre später er- lahr 1933 zum Verhängnis wurde:
rotechnik. Für die Übungen ıält er einen ersten Assistenten, ır mußte seinen Dienst als Profesıurde
 ein kleines Laboratorium ;or auittieren.
ingerichtet. Über 20 ordentliche
'rofessoren haben seither an
ler Universität Stuttgart das
ach Elektrotechnik vertreten,
arunter nicht nur drei als Rektoan
 dieser Universität, einer
rachte es gar nach Ende des
Weltkrieges im Jahre 1919 für
inige Zeit als Anhänger einer
nksgerichteten revolutionären
iıruppe zum württembergischen
’rieasminister

Universität
auf der
Hannover-Messe
 19892

Zerstörungen im Krieg
;eit dem Studienjahr 1894/95 gibt
s eine Diplomprüfung für Elekrotechniker,
 1895 erhalten die
‘'lektrotechniker gemeinsam mit
en Chemikern ein neues Gebäu-:e,
 das in der Nacht vom 25. auf
en 26. Juli 1944 durch Brand-‚omben
 schwer beschädigt wird;
m 12. September des gleichen
ahres wird die in den 20er Jahren
jebaute Hochspannungsanlage
lurch einen Luftanariff zerstört.

Fülle neuer Erkenntnisse
"wei Jahre vor dem Ersten Weltrieg
 wurde Fritz Emde als orentlicher
 Professor Nachfolger
les aus Gesundheitsgründen
usscheidenden Dietrich, der als
‚rster in Deutschland die Elektroachnik
 als eigenständiges Fach
ıufgebaut und geprägt hat. Dierich
 erhielt für seine Tätigkeit, die
seit über die Technische Hoch-;chule
 Stuttgart hinausreichte,
ahlreiche Auszeichnungen, unsr
 anderem vom deutschen Kaier,
 und starb 1930 im Alter von 78
ahren. Mit Emde wurde ein
‚ahrhaft hervorragender Forcher
 berufen, der eine Fülle von
euen Erkenntnissen in die Elekrotechnik
 eingebracht hat, ohne
iaß man sich seiner Urheberichaft
 bewußt ist und durch seine
-unktionentafeln die angewandte
Mathematik wesentlich gefördert
hat

Wit Exponaten aus insgesamt
üUnf Instituten wird sich die Unirersität
 Stuttgart in diesem Jahr
!um dritten Mal an der Hannor‚er-Messe
 beteiligen, die vom
1. bis 28. April stattfinden wird.
Nie in den beiden vorangeganjenen
 Jahren geschieht dies auf
}inem Gemeinschaftsstand mit
ler Universität Karlsruhe und der
'echnischen Hochschule
\achen.
'ertreten sind in diesem Jahr die
3ereiche Biotechnologie, Biomelizinische
 Technik, Energietechik
 und Regelbare Antriebe. Die
Jrei Universitäten teilen sich eine
"läche von insgesamt 150 Qua-Iratmetern
 und präsentieren sich
n der Halle 7, Stand 115. Sie wolen
 beispielhaft an den gezeigten
=xponaten die Forschungsaktiviäten
 der beteiligten Hochschulen
lufzeigen und auch über die grolen
 Forschungspotentiale an den
iochschulen aufmerksam ma-;hen.
 Die fünf Institute der Uni-’ersität
 Stuttgart sind: Institut für
>hemische Verfahrenstechnik,
nstitut für _Biomedizinische
'"echnik, das Institut für Kerne-'jergetik
 und Energiesysteme —
\bteilung Heizung — Lüftung —
‘limatechnik, das Institut für
”auökonomie und das Institut für
'lektrische Maschinen und Anas

 Königreich Württemberg
atte als erstes der deutschen
änder die Anregung von Werner
on Siemens aufgegriffen, an alın
 Technischen Hochschulen
esonderte Lehrstühle für Elekrotechnik
 einzurichten. Acht Moate
 vor Darmstadt begann am 12.
wWril 1882 der studierte Phvsiker

Revolutionärer Minister
n Jahre 1900 wurde der Technichen
 Hochschule das Promo-'onsrecht
 verliehen. Am 5. Noember
 1900 wurde Immanuell
lerrmann Hilfslehrer der Elektroachnik.
 Er war nach Ende des Erten
 Weltkrieges für kurze Zeit

Robert-Bosch-Stiftung
Von besonderer Bedeutung für
die Entwicklung der Elektrotechnik
 in Stuttgart war 1910 auch eine
Stiftung von Robert Bosch. Eine
Million Mark nach damaligem
äeldwert sollte „zur Pflege wiszenschaftlicher
 Forschungen im
Maschineningenieurfach und in
der Elektrotechnik‘‘ dienen. Ne-Jen
 der Förderung einiger Insti-:ute
 wurden auch befähigte Stulenten
 und Jungingenieure unterstützt


Weiterer Ausbau
Mitte der 30er Jahre wurde die
Zlektrotechnik in Stuttgart erhebich
 ausgebaut. Erwähnt seien
Fortsetzung auf Saite 21

"aha

liek in einen | aboarraıum der Flaktratechnik Anfanac der 50er .lahre

Nr. 7/April 1982

EG-Konferenz:
Energie für
Dritte Welt

Der Energieverbrauch eines
bundesdeutschen Einfamilienhauses,
 der bei rund fünf Kilowatt
 liegt, reicht aus, ein Dorf mit
100 bis 200 Einwohnern in der
Dritten Welt mit der notwendigsten
 Energie zu versorgen. Er
reicht aus für das Betreiben einer
Wasserpumpe und eine bescheidene
 Elektrifizierung, wenig
 im Vergleich zu unseren
Maßstäben, viel jedoch für ein
Dorf, in dem bisher nichts war.
Diese Situation bildet einen der
dintergründe für die 4. Solaranergiekonferenz
 der Europäschen
 Gemeinschaft, die vom
10.14. Mai dieses Jahres im itajenischen
 Stresa stattfindet und
leren Organisator der Stuttgarler
 Ordinarius für Physikalische
Slektronik, Prof. Dr. Werner
3loss, ist.
zund 600 Teilnehmer aus 50 Länlern
 aus aller Welt werden zu die:
ser Tagung erwartet, die alle eininhalb
 Jahre stattfindet und geneinsam
 mit einer Tagung in den
JSA zu den bedeutsamsten Verınstaltungen
 dieser Art in der
Nelt gerechnet werden muß. Alein
 34 Staaten —- sowohl Industrieıls
 auch Staaten der Dritten Welt —
;ind mit Vorträgen vertreten.

Vielseitiger Einsatz
die Einsatzmöglichkeiten der Soarenergie
 für die Dritte Welt sind
außerordentlich vielseitig. Gerade
n räumlich sehr ausgedehnten
staaten stellt bei herkömmlichen
:nergieerzeugern das lange Leiungsnetz
 ein oft finanziell! kaum
‚u überwindendes Hindernis dar.
tier bietet sich die stationäre Soarenergiestation
 geradezu an für:
Vasserentsalzung, Betreiben von
Vasserpumpen, Elektrifizierung
'leiner Dörfer und Städte, Kühung
 von Lagerhäusern, Wärmen
'on Gewächshäusern, Schulfern-;‚ehen
 etc. sind dabei nur einige
venige Beispiele, die zu einer ereblichen
 Verbesserung und Huıanisierung
 des Landlebens beiragen
 können — und dabei auch
Inter Umständen ein Mittel gegen
tie gerade in der Dritten Welt ra-)ide
 voranschreitende Landflucht
sein kann.
(Fortsetzung auf Seite 2)

Uni-Abend
mit Hans
Friderichs

Bundeswirtschaftsminister
1.D. Dr. Hans Friderichs, heute
/orstandssprecher der Dresdıer
 Bank AG, ist Gastreferent
les nächsten .Universitätsabends.
 Das Thema seines
Vortrages lautet „Stabilität,
Produktivität und Beschäftizung
 im strukturellen Anpas-Sungsprozeß‘‘,
 Der Universi-:ätsabend
 findet statt am Frei-'ag,
 23. April 1982, 18 Uhr c.t.,
m Tiefhörsaal Kl. Kepler-«#raßa
 17
            
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