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Zeitung der Universität Stuttaart
Mehr Hilfen
für behinderte
Studenten
Das Rektoramt beabsichtigt, die
Situation behinderter Studenten
an der Universität Stuttgart zu
verbessern. In enger Zusammenarbeit
mit dem Institut für Informatik,
dem Beauftragten für behinderte
Studenten, Herm Dr.
Thomas Adamek, und dem Stuttyarter
Studentenwerk e. V. sollen
zunächst die Arbeitsmöglichkeiten
für schwer sehbehinderte und
blinde Studenten verbessert werden.
Die Probleme der Hörbehinderten,
Körperbehinderten und
Rollstuhlfahrer sollen darüber
ıicht vergessen werden.
Jm nicht an den Bedürfnissen der
3etroffenen vorbei zu planen und
Jm sich einen Eindruck von den
Problemen behinderter Studenten
zu verschaffen, laden der
Beauftragte für behinderte Studenten
und das Rektoramt —- Dezernat
Studenten —- zu einem Treflen
der behinderten Studenten für
Dienstag, den 28. Januar 1986,
16,00 Uhr im Senatssaal Keplerstraße
7, 1. OG, ein.
Vorgesehen ist die Beschaffung
‚on Fernseh-Lesegeräten für die
_-esesäle der Universitätsbibliot'hek,
die Einrichtung eines Trans:
<riptionsdienstes für Ubungsblät:
ter, Prüfungsaufgaben und in bejzrenztem
Umfang auch wichtiger
vissenschaftlicher Literatur in
Blindenschrift beim Institut für In-'ormatik,
der auch Nicht-Informa:
ikern zur Verfügung stehen soll.
-ür Hörbehinderte sollen Hörgerä-'e
mit einem Empfänger beschafft
verden, mit denen hörbehinderte
Studenten den Dozenten unmit-(elbar
über dessen drahtloses Mikrophon
verstehen können. Die
Zugangsmöglichkeiten für Rollstuhlfahrer
können teilweise
durch geringfügige Veränderun-Jen,
teilweise aber auch durch die
3eschilderung der leider notwendigen
Umwege verbessert werden;
auch dies soll zügig In Angriff
Jenommen werden.
Ja dies alles viel Geld kostet, das
m eigentlichen Universitätshausıalt
nicht in ausreichendem Maße
zur Verfügung steht, hat sich das
Rektoramt mit der Bitte an das
Stuttgarter Studentenwerk e.V.
Jewandt, diese Pläne zur Verbesserung
der Studiensituation beiinderter
Studenten großzügig fiı1anziell
zu unterstützen.
Studentenrekord
zin großer Erfolg war der diesjährige Universitätsball in der ausverkauften Stuttgarter Liederhalle.
Nach der traditionellen Eröffnung durch Rektor Prof. Dr. Hartmut Zwicker und seiner Gemahlin
sorgten das Akademische Orchester, die Uni Bigband, der Zauberer Alutri, das Studentenchörle
Ind - als Stargast - die Sängerin Mary Roos und die New York City Dance School für ein farbiges
ınd abwechslungsreiches Programm. Für die musikalische Gestaltung des Abends sorgten das
Tanz- und Show-Orchester Curt Bühner und die Tanzkapelle Just Five.
Wohnheime werden zum
Europameisterschaften werfen Schatten voraus -
‚on Leo Bosten
die Leichtathletik-Europameiiterschaft,
die vom 26. bis 31. Aujust
dieses Jahres in Stuttgart
tattfindet, wirft ihre Schatten
‚uch auf die Universität Stuttgart.
3etroffen sind vor allem die
Studenten, die in den Wohn-‚eimen
Allmandring und Pfaffenvaldring
untergebracht sind. Sie
verden ihre Zimmer für gut vier
Nochen räumen müssen, da dort
lie etwa 1000 Athleten untergeyracht
werden. Zum Athietendort
jehören auch die Mensa im Pfafenwald,
der Hörsaalbereich deı
ilektrotechnik und ein Bereich
les Naturwissenschaftlichen
Zentrums.
eile des Uni-Geländes Pfaffenvald
werden sich im nächsten
Sommer für einige Wochen gründich
verändern. Aus Sicherheitsgründen
wird das Athletendorf mit
3inem Zaun umgeben. Im Dorf
antsteht ein medizinisches Zen-Athletendorf
Probleme für Studenten
zeihe von Problemen bespro-;»hen,
die in den kommenden Moıaten
zu lösen sind. Das Spektrum
eicht dabei von der Organisation
les Aus- und Wiedereinzuges, der
jicheren Lagerung der Wertsa-‚hen
bis hin zu Prüfungsterminen
ınd notwendigen Renovierungs:
naßnahmen.
Mietverlängerung
Die Organisatoren und das Stulentenwerk
glauben, die Problene
lösen zu können. Eine bekann:
e Stuttgarter Autofirma stellt die
„astwagen für den Umzug, die
studenten, die in Stuttgart bleiben
nüssen, werden in den anderen
Vohnheimen des Stuttgarter Stulentenwerks
vorübergehend un
ergebracht, die‘ entstehenden
Kosten übernimmt das Organisajonskomitee.
Nicht alle müssen
‚udem ausziehen. Die Organisa
oren brauchen eine Reihe von be-Jahlten
Mitarbeitern, die im Dori
weiterhin wohnen können. Der Be-3inn
des Wintersemesters 86/87
nird zudem um eine Woche ver
schoben, damit die Prüfungstermine
besser gelegt werden können.
Alle Studenten, deren Mietrecht
von sechs Semestern zum
Zeitpunkt der Europameister
schaft noch nicht abgelaufen ist,
erhalten als Ausgleich für die von
Ihnen zu tragenden Belastungen
aine Mietverlängerung.
Problemkatalog
Die Haussprecher der Wohnheime
werden im Januar eine Umfra-Je
unter den betroffenen Studenten
starten, um. einen Katalog der
‚ielfältigen Probleme der einzelıen
Studenten aufstellen zu könıen.
Die Studenten hoffen auch
auf die Solidarität und Hilfe der
iicht betroffenen Kommilitonen,
atwa bei der vorübergehenden
„Agerung von Wertsachen. Bis zur
ropameisterschaft sollen zum
noch einige Informationsver-'nstaltungen
mit den Studenten
stattfinden, um die anstehenden
obleme möglichst aut lösen zu
nnen.
äespräche mit Betroffenen
Seit einiger Zeit laufen die Gesprä-»he
mit den Betroffenen, vor allem
nit den Studenten in den Wohn-'eimen.
Nachdem sie vor einigen
Aonaten schriftlich informiert
vurden, fand Anfang Dezember
ine erste Versammlung im Öku-Zentrum
statt, an der gut 100 Stuienten
teilnahmen und auf der
/ertreter des Studentenwerks,
ler Universität und des Organisajonskomitees
Rede und Antwort
itanden. Dabei wurde eine ganze
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Einen neuen Rekordstand hat
die Studentenzahl der Univer-3ität
Stuttgart erreicht. Mit
jetzt 18.100 Studenten und
Doktoranden studieren im
Nintersemester 85/86 gut 500
Studenten mehr an der Universität
Stuttgart als vor einem
Jahr. Allerdings ist der Anstieg
J3egenüber den Vorjahren deutlich
geringer geworden. Im
Nintersemester 1980/81 wa-‚en
es lediglich insgesamt
°2 000 Studenten
5a
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STUTTGART un
NECKARSTADION“.
26-31. AUG. 1986 e2 I ueLi m
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Nr. 24/ Januar 1986
Die Redaktion wünscht:
allen Lesern schöne Feiertage
und einen guten '
Rutsch ins neue Jahr.
Rektor gab
Rechenschaft
Die Umsetzung des sogenannten
Fiebiger-Plans und die Absenkung
der Eingangsbesoldung waren
zwei Schwerpunkte des Re-Shenschaftsberichtes
des Rektors
Prof. Dr. Hartmut Zwicker,
den dieser Anfang Dezember vor
dem Großen Senat über das Aka-Jemische
Jahr 1984/85 gab.
Durch den Fiebiger-Plan werden
n Baden-Württemberg 200 zusätzliche
Professorenstellen geschaffen,
von denen die Universi-:ät
Stuttgart 17 erhält. Mit diesen
Stellen sollen die Berufschancen
ür besonders fähige Nachwuchsvissenschaftler
erhöht und die
\bwanderung fähiger Leute vernieden
werden. Als widersinnig
yjezeichnete Zwicker die Absenjung
der Eingangsgehäilter. Die
Jniversitäten seien auf die jungen
Nissenschaftler angewiesen, die
ıach ihrem Studium noch für maxmal
fünf Jahre hier arbeiten solen.
Die Absenkung vergrößere
len bereits bestehenden Gehaltsınterschied
zur Industrie noch
nehr, und gerade besonders gute
Nissenschaftler seien nicht mehr
Jereit, nach dem Studium zu blei-)jen,
sondern wanderten gleich in
lie Industrie ab. Die Maßnahme
zonterkarriere die Forschungs-)olitik:
einerseits modernste und
:‚euerste Geräte, andererseits Abvanderung
der guten jungen Leu-'e
in die Industrie. Zwicker begrüß-€
daher den Entschluß der Lan-Jesregierung,
die den Universitäen
in einem beachtlichen Pro-;entsatz
Ausnahmemöglichkei-‚en
genehmigt habe.
zektor Zwicker ging zudem auf die
ıoch immer anhaltende Steigeung
der Studentenzahlen ein. Die
3ewerberzahlen sind allerdings
jegenüber den Vorjahren leicht
zurückgegangen. Während der
drozentsatz bundesweit bei zehn
7rozent lag, betrug er an der Unirersität
Stuttgart lediglich ein Pro-‚ent.
In der Forschung hob der
Rektor unter anderem die gute
Neiterentwicklung vieler Bereiche
hervor: Mikroelektronik, Windxanal,
das High-Solar-Projekt mit
saudiarabien und vor allem den
\usbau des Rechenzentrums. Mit
jer Beschaffung der Cray Il im
<«ommenden Jahr würden sich völig
neue Nutzungsmöglichkeiten
n der Anwendung eröffnen.
L.B.
Er
Zitat
des Monats
‚Der Vorsitzende der Strukturkommission
berichtet, daß diese
seit der letzten Sitzung nicht
Jetagt habe“
"Aus dem Protokoll einer Fakultätsratssitzung.)