Volltext : Stuttgarter Uni-Kurier (24/29, 1986)

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Zeitung der Universität Stuttaart

Mehr Hilfen
für behinderte
Studenten

Das Rektoramt beabsichtigt, die
Situation behinderter Studenten
an der Universität Stuttgart zu
verbessern. In enger Zusammenarbeit
 mit dem Institut für Informatik,
 dem Beauftragten für behinderte
 Studenten, Herm Dr.
Thomas Adamek, und dem Stuttyarter
 Studentenwerk e. V. sollen
zunächst die Arbeitsmöglichkeiten
 für schwer sehbehinderte und
blinde Studenten verbessert werden.
 Die Probleme der Hörbehinderten,
 Körperbehinderten und
Rollstuhlfahrer sollen darüber
ıicht vergessen werden.
Jm nicht an den Bedürfnissen der
3etroffenen vorbei zu planen und
Jm sich einen Eindruck von den
Problemen behinderter Studenten
 zu verschaffen, laden der
Beauftragte für behinderte Studenten
 und das Rektoramt —- Dezernat
 Studenten —- zu einem Treflen
 der behinderten Studenten für
Dienstag, den 28. Januar 1986,
16,00 Uhr im Senatssaal Keplerstraße
 7, 1. OG, ein.
Vorgesehen ist die Beschaffung
‚on Fernseh-Lesegeräten für die
_-esesäle der Universitätsbibliot'hek,
 die Einrichtung eines Trans:
<riptionsdienstes für Ubungsblät:
ter, Prüfungsaufgaben und in bejzrenztem
 Umfang auch wichtiger
vissenschaftlicher Literatur in
Blindenschrift beim Institut für In-'ormatik,
 der auch Nicht-Informa:
ikern zur Verfügung stehen soll.
-ür Hörbehinderte sollen Hörgerä-'e
 mit einem Empfänger beschafft
verden, mit denen hörbehinderte
Studenten den Dozenten unmit-(elbar
 über dessen drahtloses Mikrophon
 verstehen können. Die
Zugangsmöglichkeiten für Rollstuhlfahrer
 können teilweise
durch geringfügige Veränderun-Jen,
 teilweise aber auch durch die
3eschilderung der leider notwendigen
 Umwege verbessert werden;
 auch dies soll zügig In Angriff
Jenommen werden.
Ja dies alles viel Geld kostet, das
m eigentlichen Universitätshausıalt
 nicht in ausreichendem Maße
zur Verfügung steht, hat sich das
Rektoramt mit der Bitte an das
Stuttgarter Studentenwerk e.V.
Jewandt, diese Pläne zur Verbesserung
 der Studiensituation beiinderter
 Studenten großzügig fiı1anziell
 zu unterstützen.
Studentenrekord


zin großer Erfolg war der diesjährige Universitätsball in der ausverkauften Stuttgarter Liederhalle.
Nach der traditionellen Eröffnung durch Rektor Prof. Dr. Hartmut Zwicker und seiner Gemahlin
sorgten das Akademische Orchester, die Uni Bigband, der Zauberer Alutri, das Studentenchörle
Ind - als Stargast - die Sängerin Mary Roos und die New York City Dance School für ein farbiges
ınd abwechslungsreiches Programm. Für die musikalische Gestaltung des Abends sorgten das
Tanz- und Show-Orchester Curt Bühner und die Tanzkapelle Just Five.

Wohnheime werden zum
Europameisterschaften werfen Schatten voraus -
‚on Leo Bosten
die Leichtathletik-Europameiiterschaft,
 die vom 26. bis 31. Aujust
 dieses Jahres in Stuttgart
tattfindet, wirft ihre Schatten
‚uch auf die Universität Stuttgart.
3etroffen sind vor allem die
Studenten, die in den Wohn-‚eimen
 Allmandring und Pfaffenvaldring
 untergebracht sind. Sie
verden ihre Zimmer für gut vier
Nochen räumen müssen, da dort
lie etwa 1000 Athleten untergeyracht
 werden. Zum Athietendort
jehören auch die Mensa im Pfafenwald,
 der Hörsaalbereich deı
ilektrotechnik und ein Bereich
les Naturwissenschaftlichen
Zentrums.
eile des Uni-Geländes Pfaffenvald
 werden sich im nächsten
Sommer für einige Wochen gründich
 verändern. Aus Sicherheitsgründen
 wird das Athletendorf mit
3inem Zaun umgeben. Im Dorf
antsteht ein medizinisches Zen-Athletendorf


Probleme für Studenten

zeihe von Problemen bespro-;»hen,
 die in den kommenden Moıaten
 zu lösen sind. Das Spektrum
eicht dabei von der Organisation
les Aus- und Wiedereinzuges, der
jicheren Lagerung der Wertsa-‚hen
 bis hin zu Prüfungsterminen
ınd notwendigen Renovierungs:
naßnahmen.
Mietverlängerung
Die Organisatoren und das Stulentenwerk
 glauben, die Problene
 lösen zu können. Eine bekann:
e Stuttgarter Autofirma stellt die
„astwagen für den Umzug, die
studenten, die in Stuttgart bleiben
nüssen, werden in den anderen
Vohnheimen des Stuttgarter Stulentenwerks
 vorübergehend un
ergebracht, die‘ entstehenden
Kosten übernimmt das Organisajonskomitee.
 Nicht alle müssen
‚udem ausziehen. Die Organisa
oren brauchen eine Reihe von be-Jahlten
 Mitarbeitern, die im Dori
weiterhin wohnen können. Der Be-3inn
 des Wintersemesters 86/87
nird zudem um eine Woche ver
schoben, damit die Prüfungstermine
 besser gelegt werden können.
 Alle Studenten, deren Mietrecht
 von sechs Semestern zum
Zeitpunkt der Europameister
schaft noch nicht abgelaufen ist,
erhalten als Ausgleich für die von
Ihnen zu tragenden Belastungen
aine Mietverlängerung.
Problemkatalog
Die Haussprecher der Wohnheime
 werden im Januar eine Umfra-Je
 unter den betroffenen Studenten
 starten, um. einen Katalog der
‚ielfältigen Probleme der einzelıen
 Studenten aufstellen zu könıen.
 Die Studenten hoffen auch
auf die Solidarität und Hilfe der
iicht betroffenen Kommilitonen,
atwa bei der vorübergehenden
„Agerung von Wertsachen. Bis zur
ropameisterschaft sollen zum
 noch einige Informationsver-'nstaltungen
 mit den Studenten
stattfinden, um die anstehenden
obleme möglichst aut lösen zu
nnen.

äespräche mit Betroffenen
Seit einiger Zeit laufen die Gesprä-»he
 mit den Betroffenen, vor allem
nit den Studenten in den Wohn-'eimen.
 Nachdem sie vor einigen
Aonaten schriftlich informiert
vurden, fand Anfang Dezember
ine erste Versammlung im Öku-Zentrum
 statt, an der gut 100 Stuienten
 teilnahmen und auf der
/ertreter des Studentenwerks,
ler Universität und des Organisajonskomitees
 Rede und Antwort
itanden. Dabei wurde eine ganze

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Einen neuen Rekordstand hat
die Studentenzahl der Univer-3ität
 Stuttgart erreicht. Mit
jetzt 18.100 Studenten und
Doktoranden studieren im
Nintersemester 85/86 gut 500
Studenten mehr an der Universität
 Stuttgart als vor einem
Jahr. Allerdings ist der Anstieg
J3egenüber den Vorjahren deutlich
 geringer geworden. Im
Nintersemester 1980/81 wa-‚en
 es lediglich insgesamt
°2 000 Studenten

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STUTTGART un
NECKARSTADION“.
26-31. AUG. 1986 e2 I ueLi m

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Nr. 24/ Januar 1986

Die Redaktion wünscht:
allen Lesern schöne Feiertage
 und einen guten '
Rutsch ins neue Jahr.

Rektor gab
Rechenschaft

Die Umsetzung des sogenannten
Fiebiger-Plans und die Absenkung
 der Eingangsbesoldung waren
 zwei Schwerpunkte des Re-Shenschaftsberichtes
 des Rektors
 Prof. Dr. Hartmut Zwicker,
den dieser Anfang Dezember vor
dem Großen Senat über das Aka-Jemische
 Jahr 1984/85 gab.

Durch den Fiebiger-Plan werden
n Baden-Württemberg 200 zusätzliche
 Professorenstellen geschaffen,
 von denen die Universi-:ät
 Stuttgart 17 erhält. Mit diesen
Stellen sollen die Berufschancen
ür besonders fähige Nachwuchsvissenschaftler
 erhöht und die
\bwanderung fähiger Leute vernieden
 werden. Als widersinnig
yjezeichnete Zwicker die Absenjung
 der Eingangsgehäilter. Die
Jniversitäten seien auf die jungen
Nissenschaftler angewiesen, die
ıach ihrem Studium noch für maxmal
 fünf Jahre hier arbeiten solen.
 Die Absenkung vergrößere
len bereits bestehenden Gehaltsınterschied
 zur Industrie noch
nehr, und gerade besonders gute
Nissenschaftler seien nicht mehr
Jereit, nach dem Studium zu blei-)jen,
 sondern wanderten gleich in
lie Industrie ab. Die Maßnahme
zonterkarriere die Forschungs-)olitik:
 einerseits modernste und
:‚euerste Geräte, andererseits Abvanderung
 der guten jungen Leu-'e
 in die Industrie. Zwicker begrüß-€
 daher den Entschluß der Lan-Jesregierung,
 die den Universitäen
 in einem beachtlichen Pro-;entsatz
 Ausnahmemöglichkei-‚en
 genehmigt habe.
zektor Zwicker ging zudem auf die
ıoch immer anhaltende Steigeung
 der Studentenzahlen ein. Die
3ewerberzahlen sind allerdings
jegenüber den Vorjahren leicht
zurückgegangen. Während der
drozentsatz bundesweit bei zehn
7rozent lag, betrug er an der Unirersität
 Stuttgart lediglich ein Pro-‚ent.
 In der Forschung hob der
Rektor unter anderem die gute
Neiterentwicklung vieler Bereiche
 hervor: Mikroelektronik, Windxanal,
 das High-Solar-Projekt mit
saudiarabien und vor allem den
\usbau des Rechenzentrums. Mit
jer Beschaffung der Cray Il im
<«ommenden Jahr würden sich völig
 neue Nutzungsmöglichkeiten
n der Anwendung eröffnen.
L.B.
Er
Zitat
des Monats
‚Der Vorsitzende der Strukturkommission
 berichtet, daß diese
 seit der letzten Sitzung nicht
Jetagt habe“
"Aus dem Protokoll einer Fakultätsratssitzung.)

            
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