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Zeitung der Universität Stuttgart
Drei Vorträge
über
Festkörper
Die Festkörperforschung steht im
Mittelpunkt einer Vortragsreihe
des Studium Generale der Uni
versität. Sie beginnt am Donnerstag,
5. Juni, mit der „Erforschung
der festen Materie“ von Prof. Dr
dans Queisser vom Stuttgarter
Max-Planck-Institut für Festkör-Jerforschung.
„Strukturierte Fest-<«örper
für die Mirooptik und Mi-<«roelektronik“
lautet das Thema
von Prof. Dr. Manfred Pilkuhn vom
Physikalischen Institut der Universität
Stuttgart am Mittwoch, 18. Juni.
Als dritter und letzter Vortrag
der Reihe folgt am Donnerstag
19. Juni, „Ergebnisse der Grundla
zenforschung: Quanten-Hall-Ef
fekt“ von Nobelpreisträger Prof
Dr. Klaus von Klitzing, ebenfalls
vom Stuttgarter Max-Planck-Insti:
tut für Festkörperforschung. Alle
Vorträge beginnen jeweils um
17.30 Uhr und finden statt im Hör-3aal
M 17.01, Keplerstraße 17 (K Il).
Ansichten
Tag der offenen Tür
am Samstag, 21. Juni 1986
Jber 60 Institute aus den Bereichen Natur-, ingenieur- und Geisteswissenschaften beteiligen sich am diesjähigen
Tag der offenen Tür, der am Samstag, 21. Juni 1986, stattfindet. Institute in allen Universitätsbereichen beeiligen
sich: die Biologen in Wangen, die Geophysiker in der Richard-Wagner-Straße, die Verfahrenstechnikeı
ind Geologen in der Böblinger Straße und natürlich die Institute in den großen Bereichen Stadtmitte und
Maffenwald. Die Institute sind zwischen 9.00 und 15.00 Uhr für das Publikum geöffnet; ab 12.00 Uhr findet vor
lem Ingenieurwissenschaftlichen Zentrum im Pfaffenwald ein Sommerfest statt (s. Bild oben aus dem Vorahr).
Zwischen den Universitätsbereichen Stadtmitte, Böblinger Straße und Pfaffenwald verkehrt ein regelnäßiger
Pendelbus, eine schnelle öffentliche Verbindung zwischen Stadtmitte und Pfaffenwald stellt die
3-Bahn dar.
Anläßlich des letztjährigen Uni-3alls
hat die Pressestelle in Archiven
von Verbindungen und im
Stadtarchiv nach alten Ansichten
von der Universität Stuttgart ge-<ramt.
Das Resultat wurden über
100 bisher unbekannte Fotos. Eine
<leine Auswahl wollen wir ab und
zu im Uni-Kurier abdrucken. Die
arsten Bilder finden Sie auf der
iritten Seite dieser Ausgabe.
Biologiestudenten klonten Gene
Von technisch verwertbarem Produkt weit entfemt
Jas Biologische Institut (noch
mmer in Wangen!) bot im WS 85/
36 zum ersten Male einen Gentechnik-Kurs
an, der von einem
international erfahrenen Mitarbeiter
der Gesellschaft für Biotechnologische
Forschung mbH
in Braunschweig-Stöckheim, Dr.
G. Gross, geleitet wurde. In seinem
Programm und in seinem hohen
Niveau glich dieser Kurs Veranstaltungen
ähnlicher Art, wie
3zie von der EMBO (European Moecular
Biology Organization) und
anderen Organisationen interna:
:jonal angeboten werden.
Die zehn Teilnehmer haben das
äen eines biologisch und wegen
seiner medizinischen Bedeutung
Diotechnologisch interessanter
Proteins, des menschlichen „-Interferons,
kloniert. Ein durch Gentechnik
zusammengebautes „Milichromosom“,
welches das Inter
eron-Gen enthielt, konnte in Bak
erien und in Mäusezellen übertra-Jen
werden, wonach beide Zelltyjen
Interferon synthetisierten
das ist schnellerklärt, der Weg da
ın dauert auch mit der kräftigen
Interstützung des Kursleiters
'ehn volle Tage. Und von einer
echnisch verwertbaren „Produkjon“
ist man auch dann noch meianweit
entfernt.
Sonderpreise:
Im August
ins Söllerhaus
nem Forschungszweig reifen laszen,
der durch große Aktivität und
Jroße Fortschritte gekennzeich-1et
ist. Die Leitlinie der Molekula-'en
Biologie, das genetische Dogna:
„DNA makes RNA makes Pro:
‚ein“ wird heute schon von einiger
zu „DNA makes RNA makes mo:
18ey“ persifliert. Ehe es allerdings
;oweit ist, sind die Verfahren vom
Mikromaßstab des Forschungsla
)ors auf industriellen Maßstab an
z:uheben, wozu die Kooperation
nit der Verfahrenstechnik erfor-Jjerlich
ist.
Auch in diesem Jahr bietet das
Söllerhaus für den Ferienmonat
August (1. bis 31.8.1986) ein
desonderes Angebot: Sie fah-°en
7 Tage und zahlen 6 Tage,
Sie fahren 14 Tage und zahlen
12 Tage usw.
Jas Söllerhaus liegt auf ca
350 m Höhe und bietet herriche
Wander- oder Kletter-Nnöglichkeiten.
Hier einige Beispiele:
Stutz-Alp, kleinere Wanderung,
etwa 31/2 Stunden hin
und zurück; Gottesacker
Jageswanderung, ca. 8 Stunden
hin und zurück; Breitach-Klamm,
Rundwanderunc
Jurch die Klamm, ca. 31/2
Stunden; Besuch einer Käsere
ıM Allgäu, Fahrt mit dem Auto
Dis Sonthofen, anschließend
Nanderung und Aufenthalt in
der Käserei, ca. 4 Stunden (je
nach Dauer des Aufenthalts)
Außerdem können Sie Federhall
oder Tischtennis spielen
Schläger und Bälle sind mitzubringen.
3uchungen bei Christa Feifel
‘el. 0711/2073 -2155, Pres
jestelle der Universität Stuttjart
Verfahrenstechnik
Die vergangenen zehn Jahre hajen
die Molekulare Biologie zu ei-Grundlagenforschung
Für die Grundlagenforschung -
und nur von der sei hier die Rede -
sind zwei Techniken, die Gen-Klo:
nierung in Bakterienzellen und die
DNA-Sequenzanalyse, bahnbre:
chend gewesen. Gene der Bakte:
rien oder Säugetiere sind eber
auch „bloß“ Moleküle, oder besseı
Molekülstücke mit genetischer In:
formation, die man biochemiscth
Schneiden, versetzen, wiederver
knüpfen und wenn gewünscht
chemisch mutieren kann. Sie las
sen sich insbesondere eigenstän
dig vermehren, was man „klonie
ren“ nennt. Maus-Gene fühler
sich in Bakterien genauso wohl
vie die Bakteriengene selbst. Ob
die Maus-Genprodukte (die Pro:
ine) sich dort wohfühlen, isi
Ichon ein anderes gewaltiges Pro:
lem. Meist ist es daher vorzuzie
„tuttyar
0 6. JUNI 1986
t
Fnitenkriftane'n!!
Nr. 26/Mai 1986
Gesperrt für 2 Jahre:
Mensa-Umbau
kostet 13
Millionen
Die kommenden anderthalb bis
zwei Jahre wird das mittägliche
Essen in der Stadtmitte für Studenten
und Beschäftigte mühsamer
als bisher werden. So lange
dauert voraussichtlich die
grundlegende Sanierung des
Mensagebäudes in der Holzgartenstraße.
Das Gebäude wird für
rund 13,5 Millionen Mark vom Keller
bis zum Dach saniert. Die Essensausgabe
findet bis zur Fertigstellung
in der alten Bosch-Mensa
im Regierungspräsidium
und für Studenten auch im K I
statt.
Seit dem Bau der Mensa im Jahr
1956 hat sich in der Mensa Holzgartenstraße
‘ im wesentlichen
ıichts verändert. Daher war jetzt
ıach 30 Jahren intensiver Benutzung
eine grundlegende Saniezung
überfällig.
Mehr Sitzplätze
Für den Besucher sichtbar werden
Jie Veränderungen nach der Sanierung
vor allem in zweierlei Hinsicht
sein. Der A-la-Carte-Saal
wird von 144 auf 210 Sitzplätze und
der große Saal und die Galerie von
447 auf 530 vergrößert, so daß
dann insgesamt 740 Plätze zur
Verfügung stehen. Im studentischen
Bereich sollen zudem die
Möglichkeiten, sich selbst aus
'erschiedensten Komponenten
3ain Essen zusammenstellen zu
«önnen, erheblich erweitert werlen.
Nach dem Umbau sollen
auch die Warteschlangen kleiner
werden, hofft Studentenwerks-;hef
Reinhold Gehring. „Dies liegt
edoch nicht allein am Studentenverk,
sondern auch an Stunden-»länen.
Wenn alle Vorlesungen
mehr oder weniger zum gleichen
Zeitpunkt enden, wollen eben viee
gleich anschließend essen.“
äaehring hofft jedoch, daß hier
auch die Institute mit für eine Entzerrung
sorgen.
Das mit Abstand meiste Geld geht
n die Sanierung der gesamten
daustechnik, Lüftungstechnik, Heizung
und Wasser. Außerdem werden
Förderbänder eingebaut für
die Rückgabe des Essensgeschirrs
und die Küche wird erweitert.
L.B.
hen, Mausgene in Mäusezellen zur
Arbeit, wie man sagt - zur Expression
- zu bringen.
Biologische Praktik
Dieser Kurs ist eine Fortentwickung
von Kursen im Rahmen unseer
Biologischen Großpraktika, in
lenen zeil- und molekular-biologi-‚che
Übungen eine dominierende
zolle spielen. Kurt Köhler
a
KT