Volltext : Stuttgarter Uni-Kurier (24/29, 1986)

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Zeitung der Universität Stuttgart

Rektor Zwicker
wiedergewählt

Großer Brandversuch im Pfaffenwald:
Experten
Bis zu 1000 Grad
von K.-Th. Teichen*
m Pfaffenwald brannte es Mitte
Jezember lichterioh. Unter den
\ugen zahlreicher Experten leg-‚jen
 Wissenschaftler der Forschungs-
 und Materialprüfungs:
ınstalt (FMPA) Feuer im sich
zur Zeit im Bau befindlichen Er
veiterungstrakt eines Laborgeyäudes.
 Finanziell unterstützt
‚om Bundesforschungsministejum
 (BMFT) sollten neu entwiktelte
 Brandschutzmaßnahmen
inter realistischen Bedingungen
jetestet werden.
)as BMFT hatte, 1980 beginnend.
ın umfangreiches Forschungs:
ınd Entwicklungsvorhabern
‚Brandverhalten von Stahl- und
Stahlverbundkonstruktionen“ ar
‚erschiedenen Institutionen der
3undesrepublik, betreut von deı
Studiengesellschaft für Anwen
Jungstechnik von Eisen und Stahı
3. V., gefördert. Nach Abschluß det
Arbeiten sollten die gewonnen Er
Kenntnisse möglichst rasch in die
3aupraxis umgesetzt werden. Zu
liesem Zweck wurden - wieder:
ım mit Förderung des BMFT - bei
nem zur Erweiterung der FMPA
jeplanten Laborgebäude neuentvickelte
 Bauelemente und Konitruktionslösungen
 erstmals kon-;‚equent
 und unter bauüblichen
Zedingungen eingesetzt

Prof. Dr. Hartmut Zwicker, Direktor
 des Instituts für Plasmaforschung,
 bleibt Rektor der Univer-3ität
 Stuttgart. Der Große Senat
bestätigte ihn auf seiner jüngsten
Sitzung im Januar für weitere
zwei Jahre in seinem Amt.
Von 48 abgegebenen Stimmen
antfielen auf Zwicker 27 Stimmen,
auf Prof. Dr. Wolfgang Kaiser 18
Stimmen. Drei Stimmzettel waren
ıngültig. Zwicker, seit Oktober
1980 Rektor, erklärte vor seiner
Nahl, daß dies auf jeden Fall die
etzte Amtszeit für ihn sei. Er habe
ange gezögert, sich dann allerdings
 nach reiflicher Abwägung
des Für und Wider aus Überzeugung
 und Pflichterfüllung zu einer
sarneuten Kandidatur bereiterklärt.
Für seine bisherige Tätigkeit nannte
 der Rektor drei Hauptlinien: die
Verbesserung der Rahmenbedin-Jungen
 und des Klimas; den - inzwischen
 gesicherten - Erhalt der
aeisteswissenschaften und die
Verbesserung des Verhältnisses
zu den Studenten. Die neue Amtszeit
 beginnt im 1. Oktober 1986
und endet am 30. September
1988.

<räftig loderten die Flammen im Ostteil des 3. Obergeschosses. Die Feuerweh
1atte alles unter Kontrolle.

Besuch
in Polen

wicht nur - wie sonst - aus brand
ıormerprobten Deckenplatten
Trägern, Stützen und Streben zu
jammenbauen sollte, sonderr
len so sehr interessierenden „Be:
astungsfall Brand“ mit seiner
Auswirkungen und mit den erforlerlichen
 Reparaturarbeiten am
vesten echt durchspielt. Dazu be:
darf es aber eines wirklichkeitsge
treu simulierten Schadenfeuers.

:echnische Vergleichsbetrachtun
Jen sowie auch um das Brandge
ichehen vor den Fenstern eine!
nodernen Fassade (hier: Sand
vich-Element aus zwei 1 mm dik:
zen beschichteten Stahlblecher
nit einem 100 mm dicken Polyur
athanschaum-Kern. Der Haupt
)rand fand im 3. Oberschoß au!
der Ostseite statt, wo auf 120 m:
ärundfläche rund 10 m? Fichten
10lz abgebrannt wurden. Diese
3randiast ergab im Mittel der
Nert 35 kg/m? und bestand aus
Juadratischen Stapeln von Holz:
atten der Abmessung 4 cm x 4 cm
{80 cm. Der vollentwickelte Brand
‘Fortsetzung auf S. 2)

Eine achtköpfige Delegation des
Instituts für Thermische Strö-Mungsmaschinen
 unter der Lei-‘ung
 von Prof. Dr.-Ing. J. Wachter
)esuchte vom 10. -18. November
1985 die Volksrepublik Polen.
Zur Vertiefung der Partnerschafl
zwischen der Technischen Hochschule
 Wroclaw (Breslau) und der
Universität Stuttgart konnten im
Rahmen eines Informationsbesu-°hes
 Lehr- und Forschungserfah-‚ungen
 mit den Mitarbeitern des
dortigen Instituts für Wärmetech:
3ik und Mechanik der Flüssigkei
len ausgetauscht sowie die Verzuchseinrichtungen
 besichtigt
nerden.
n einem zweiten Abschnitt der
Reise wurde zwischen dem Insti-‚ut
 für Strömungsmaschinen der
Polnischen Akademie der Wissen:
schaften in Gdarısk (Danzig) und
dem Institut für Thermische Strö-Nungsmaschinen
 der Universität
Stuttgart ein Zusammenarbeits:
/ertrag über strömungstechnische
 Untersuchungen an Dampf
turbinenendstufen geschlossen.
zine weitergehende Zusammen
arbeit auf dem Gebiet der Näs:
seentstehung und -ausbreitung
Sowie deren Erfassung in Nieder
druckdampfturbinen wurde pro
lektiert. In einem Fachkollioquium
konnte sowohl in Vorträgen, zahl:
’eichen Einzelgesprächen als
auch während der Vorführungen
an den Versuchsständen des Ladors
 über die jeweiligen Forschungsschwerpunkte
 berichtet
Ind der persönliche Kontakt der
Nissenschaftler vertieft werden.
durch das von polnischer Seite
3roßzügig ausgearbeitete Be
zuchsprogramm wurden in Wroc
aw und Gdansk der Besuch kultu
'eller Einrichtungen und die Besichtigung
 historischer Bauten eraöglicht


Bis zu 1000 Grad
Zunächst wurde ein kleiner Brand
m 2. Obergeschoß des vierstöcki-Jen
 Gebäudes auf einer Grundflä:
he von etwa3 mx 4 m entzündet.
mierbei ging es um brandschutz-Echter

 simulierter Brand
Jer Anlaß für einen Naturbrand-/ersuch
 ergab sich aus dem Gejanken,
 daß man das Gebäude

Ziel ist die „chaotische Fertigung“
Unterschiedliche Werkstücke werden bearbeitet

von Manfred Berger
Jas Institut für Werkzeugmaichinen
 hat im Rahmen seiner Arjeiten
 im Projektbereich B des
sonderforschungsbereiches 155
jeuartige Lösungen für das Proıramm
 des automatischen Werkstückspannens

 in flexiblen Fertigungssystemen
 gefunden und
yzebaut.
Jnter dem Begriff flexible Fertizungssysteme
 versteht man Anla-Jen,
 die sich aus mehreren Ma-.chinen
 mit hohem Automatisierungsgrad

 zusammensetzen, wel
She durch ihre Ausstattung und
/erkettung untereinander dazu in
der Lage sind, verschiedenartige
Werkstücke in beliebiger Reihen
‘olge über einen gewissen Zeit
/aum hinweg ohne manuellen Eingriff
 bearbeiten zu können. Die
Leistungsfähigkeit dieser Syste
me, In bezug auf autonomes Ar
beiten, wird von zahlreichen Fak
toren bestimmt, wobei die Werk:
stückversorgung das zentrale Pro:
blem darstellt. Das Institut für
Werkzeugmaschinen der Univer-Sität
 Stuttgart bietet Lösungen zu
dieser Aufgabenstellung an.

Individuelle Produkte
Die Industrie versucht, der Nach:
frage des Marktes nach möglichsti
individuellen Produkten bei ho:
hem Qualitätsniveau und gerin:
Jem Preis durch den Einsatz mo:
dernster Fertigungstechnik ge
recht zu werden. Die dazu erfor
derlichen Produktionsanlagen
(Fortsetzung auf S. 2)

Nerkstückaufspannunag auf einer Palette.

Sun in Dan 2

Nr. 25/ Februar 1986

Jubiläum
dieser „Stuttgarter Uni-Kurier“ ist
eine kleine Jubiläumsausgabe.
Seit Dezember 1980 sind inzwischen
 25 Ausgaben erschienen.
Für uns ein Grund, allen zu danken,
die uns mit Kritik und Beiträgen zur
Seite gestanden haben und uns
hoffentlich auch weiter die Treue
halten werden.
Der Uni-Kurier ist eine von mehreren
 Publikationen, die von der
Pressestelle herausgegeben werden,
 mit inzwischen 12.000 Exemplaren
 allerdings die auflagenstärkste.
 Hinzu kommen der monatlich
 erscheinende Veranstaltungskalender,
 das Jahrbuch
‚Wechselwirkungen“, dessen vierte
 Ausgabe in Vorbereitung ist, der
Forschungsbericht, dessen zweite
Ausgabe für die Jahre 1983/84 in
diesen Tagen ausgeliefert wird, die
Broschüre „Forschung — Entwicklung
 — Beratung“ und die jährlich
erscheinenden Wegweiser für
Erstsemester. Ferner beteiligen wir
uns in zunehmendem Maße an
Messen und Ausstellungen, einnal
 abgesehen vom ganz normaen
 Alltagskram einer Presse- und
'nformationsstelle.
Mit Ihrer tatkräftigen Unterstützung
hoffen wir, weitere Jubiläen in der
Presse- und Informationsarbeit mit
Ihnen feiern zu können.
Ihre Redaktion

Geschenk für
Mathematik
Freude über ein großzügiges Geschenk
 der Firma Hewlett-Dackard
 herrschte noch vor
Neihnachten am Mathematischen
 Institut B: Der Abteilung
Jür Angewandte Geometrie wurde
 eine komplette Plotteranlage
nit Personalcomputer und verschiedenen
 Peripheriegeräten
zur Förderung und Forschung
und Lehre übergeben und im
Kreise von Studenten, Mitarbeitern
 und Kollegen des Instituts in
Anwesenheit des Leiters der Abteilung
 Kommerzielles Marketing
der Firma Hewlett-Packard Bad
Homburg, Herrn Wagner, und
dem Vertriebsbeauftragten für
jen Bereich der Universität
Stuttgart, Herrn Maier vom Werk
3öblingen, festlich in Betrieb geı10mmen.

Jurch diese neue Anlage wird es
nöglich, bereits entwickelte Prozramme
 in 2D und 3D auf dem Geniet
 der Darstellenden bzw. Kon-;truktiven
 Geometrie, der Angevandten
 Differentialgeometrie,
Jerebenen und der räumlichen Kiı1ematik
 mit Anwendungen im In-Jenieurwesen
 den Studenten im
nteraktiven Zeichenbetrieb vorzuführen
 und sie zur Entwicklung
23igener Software und der dazu erf/orderlichen
 mathematischen Al-Jorithmen
 anzuleiten.
Es können nun Aufgaben aus den
genannten Gebieten in Abhängigseit
 von beliebigen Formparame-'‚ern
 bearbeitet und die Lösungen
teichnerisch explizit dargestellt
verden. Weitere Möglichkeiten
ür den Einsatz der neuen Anlage
verden in der Diskreten Geomerie,
 der Lagerungsgeometrie und
ın der Didaktik der Geometrie gesehen

            
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