Volltext : Stuttgarter Uni-Kurier (74, 1997)

DAS THEMA

-xistenzgründungen aus der Universität:

\w
®...

=zrmuntern will der Stuttgarter
 Uni-Kurier mit diesem
 Titelthema Absolveninnen
 und Absolventen
unserer Universität, sich ihr
Berufsleben nicht nur in
den wohlbekannten Dimensionen
 eines Angestelltendaseins
 vorzustellen,
 sondern die Gründung
ainer eigenen Existenz als
Unternehmerin oder Unternehmer
 in diese Überlegungen
 einzubeziehen. Ein
solcher Schritt bietet viele
Chancen; aber er sollte
wohldurchdacht und gut
vorbereitet sein. Es gibt geıügend

 Beispiele geschei-'‚erter
 Gründungsversuche
mit einem Schuldenberg
als Ergebnis. - Doch das
äßt sich vermeiden: Das
Rektorat der Universität
Stuttgart plant die Gründung
 einer Holding unter
dem Titel „Technologie
Transfer Initiative - Universität
 Stuttgart GmbH“ (TT)),
die unter Ausnutzung des
an der Universität Stuttgart
vorhandenen Potentials
Jnternehmensgründun-Jen
 aus der Hochschule
ı1eraus begleitend unterstützen,
 erleichtern und das

Risiko des Scheiterns verringern
 wird. Im folgenden
skizziert der Uni-Kurier diezes
 Modell, das einen „ab-Jgefederten”
 Übergang in
die Selbständigkeit ermögichen
 soll. Darüber hinaus
erden sieben erfolgreiche
-irmengründer aus den un-'erschiedlichsten
 Berei-:hen
 vorgestellt: von der
Satellitentechnik über Ba-»ybedarf
 bis zur rationellen
Znergienutzung oder eiı1em
 Reisebüro, das Geschichte
 vor Ort anschau-Ich
 macht. Und es gibt Tips
für Existenzgründer. zZ

TTI- Basis für
aıne neue Gründerkultur

Mit 220 Millionen Mark Drittmitteln
m Jahr 1996 bei einem Gesamtetat
‚on 530 Millionen Mark ist die Universität
 Stuttgart eine der forschungsin-‚ensivsten
 Hochschulen in Deutschand.
 Und eine ganze Reihe der bei
der Drittmittelforschung anfallenden
zrgebnisse eignen sich auch als
arundlagen für Existenzgründungen.
Dieses Potential ist bislang nur unzueichend
 ausgeschöpft worden. Die
Jeplante Gründung der „Technologie
Transfer Initiative - Universität Stutt-3art
 GmbH“ soll die Professoren zu
nehr Technologietransferprojekten
aus der Forschung in Form von unterı1ehmerischem
 Handeln ermuntern
Jnd junge Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler unter dem „Dach“
der Institute und der Betreuung ihrer
Professoren zur Existenzgründung
animieren.

Jni-nahe „Brutkästen“
Zur Absicherung der Neugründun-Jen
 können die Professoren, die iherseits
 aufgefordert sind, die Grüniungspotentiale
 (Produkte, Grünjungswillige)
 in ihren Instituten zu
3armitteln, auch Teilhaber werden. Als
"echnologiezentren sollen Gebäude
ı Vaihingen und eventuell in der
stadtmitte bei der Ausgründung aus
ljer Universität als uni-nahe „Brutkä-;ten“
 dienen und das „Überlebensraining”
 der ersten Firmenjahre unerstützen.
 Subventionsmittel aus
’olitik und Wirtschaft werden für Bereuungsmaßnahmen,
 für die Sub-‚entionierung
 von Zinsen für Kapital
lienste und für Gründungsstipenlien
 eingesetzt. So sollen künftig
ıicht nur wie bisher sechs, sondern -
als Zieldefinition - insgesamt 60 sol->her
 Gründungsstipendien für die
Jniversität zur Verfügung stehen. Mit
dilfe dieser Stipendien können halb-‘’ertige

 Produkte unter Betreuung ei:
ı1es Professors zu marktfahigen Pro
Jukten entwickelt werden. Und die
TTI bietet Beratung bei allen Fragen
ler Firmengründung, bei Finanzieungs-
 und Patentangelegenheiten
;owie Dienstleistung fur unternehnerische
 Aktivitäten wie Kontofüh-‘ung
 oder Buchhaltung. Zudem soll
"TI Kurse zum Erwerb des für Unterı1ehmensgründungen
 erforderlichen
Know-how wie etwa Marketing, Fiıanzbuchhaltung,
 Controlling anbie-'’en
 oder vermitteln.
Hilfe für den Einstieg
-ür den Einstieg ins unternehmerische
 Handeln wird es den Professo-'en
 gestattet, die ebenso wie Nachwuchsforscher
 die Leistungen der
TTlin Anspruch nehmen können, bis
ıu fünf Mitarbeiter eines zu gründenlen
 Transfer-Unternehmens in den
?3äumen der Universität zu beschäfti-Stuttaarter

 unikaurier Nr 7A/Anril 190
            
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