Vertraulich!
MITTEILUNGF
der
Vereinigung der Elektrizitätswerke
Expedition:
Stadtbaurat Uppenborn, München, Ledererstr. 2lım. | Buchdruckerei R. Oldenbourg, München, Glückstr. 8.
Redaktion:
Heft 6.
Inhalt. Mitteilungen aus der Vereinigung: Bericht der Unterkommission betr. Glühlampen. 8. 75. — Technische Belingungen
für die Lieferung von Glühlampen seitens der V. V.G. an die Vereinigung Deutscher Elektrizitätswerke 8.76. —
Bericht der Kommission IV für Tarife. (Fortsetzung.) S. 79. — Besuch des Elektrizitätswerkes Elberfeld im Anschlufs
an die Generalversammlung Strafsburg. S. 95. — Sonderabdrücke der Tagesordnung für die Generalversammlung in Strafsburg.
5. 95. — Verschiedene Mitteilungen: Rauchgas Analysator. S. 96. — Sauggaskonkurrenz. 8, 98, — Vorrichtung zum
Stromlosmachen herabhängender bezw. herabgefallener Leitungsdrähte. S. 99. Erwiderung auf die Mitteilung des Herrn
‚Jirektor Erhard in Heft 5. S. 101. — Antworten auf Anfragen zur Generalversammlung in Strafsburg. S. 101. — Fragekasten:
Antworten: Explosion von Glühlampen. S. 108. —- Haltbarkeit von Kupfer-Freileitungen. S. 108. — Akkumulatoren-Notampen.
S, 109. — Anschlufs von elektrisch betriebenen Spielzeugen an Starkstromnetze. S 109. — Anfragen: Korrosionen
von Mannesmann-Rohrmasten. S. 109. — Transformatorengehäuse. 8. 110. — Zeitzählertarif. S. 110. — Einankerumformer.
8. 110. — Mitgliederstand: 8. 110.
Jahrgang III.
Mitteilungen aus der Vereinigung. Änderung der in 8 2 der nachfolgenden technischen
3edingungen aufgeführten "Tabelle über die zuässigen
Spannnungsabweichungen nicht zu erzielen.
Ebensowenig ist es der Kommission der Verinigung
gelungen, die im 8 4 der technischen Beingungen
enthaltenen scharfen Vorschriften über
lie Einhaltung der Spannnung auf 0,1 % während
ler Nutzbrenndauer-Proben zu mildern, obgleich
‚om Unterzeichneten Versuchsresultate zum Vortrag
v‚ebracht wurden, nach welchen die Dauerversuche
ür gut sortierte Glühlampen bei den im Betriebe
cotz automatischer Spannungsregulierung unver-1eidlichen
vorübergehenden kleinen Spannungsrhöhungen
die garantierte Nutzbrenndauer ergaben.
Ferner ist unberücksichtigt geblieben der Vorıchlag
des Unterzeichneten, für die Photometrieung
der Glühlampen das von der Subkommission
les Verbandes deutscher Elektrotechniker ange-‚ebene,
in Heft 31 der Elektrotechnischen Zeitchrift
1897 enthaltene Verfahren der Einheitlich-:eit
und Bequemlichkeit wegen in den technischen
jedingungen vorzuschreiben. Anderseits ist betr.
ier zulässigen Abweichungen in der Leuchtkraft
ınd des Energieverbrauchs der Lampen sowie betr.
ler Angaben über Nutzbrenndauer und Meßspanung
auf den Lampen Entgegenkommen von der
/erkaufsstelle gezeigt worden. Es erschien jedoch
‚er Unterkommission der Vereinigung auf Grund
ler bei den Verhandlungen gemachten Erfahrungen
:wecklos, mit der Verkaufsstelle fernerhin Verhandungen
zu führen, da im Laufe der letzteren ein
veiteres Entgegenkommen seitens der Verkaufstelle
abgelehnt worden war.
Es dürfte für die Entschließung der Kommission
I betr. der weiteren Behandlung. der Glüh-Bericht
der Unterkommission betr. Glühlampenfrage,
Auf Anregung des Gablonzer Elektrizitätswerkes
wurde in der am 3. und 4. April v. J. abge
haltenen Sitzung der Kommission I beschlossen,
im Einvernehmen mit den Fabrikanten Lieferungsdedingungen
für Glühlampen auszuarbeiten und
hierfür eine Unterkommisson, bestehend aus den
Herrn Uppenborn, Matt und dem Unterzeichaeten,
zu berufen.
Da kurz nach Fassung dieses Beschlusses be-<annt
wurde, daß sich die Glühlampenfabriken zur
Bildung einer einzigen Verkaufsstelle zusammensuschließen
beabsichtigen, mußte vorläufig von Verhandlungen
mit den Fabrikanten abgesehen werden.
Nach Bildung der Verkaufsstelle Vereinigter
Glühlampenfabriken wurden Verhandlungen mit den
von dieser Stelle zu einer Kommission berufenen
Direktoren von Glühlampenfabriken Herren Dr.
Feuerlein, Bufsmann und Scholze gepflogen,
bei welchen die bereits bestehenden Bedingungen
für Lieferung von Glühlampen seitens der Fabriken
an die Verkaufstelle vorgelegt und zur Annahme
seitens der Vereinigung der FElektrizitätswerke
mpfohlen wurden. Obwohl bei Beginn der Vernandlungen
besonders darauf hingewiesen wurde,
Jaß durch die bisher geübte mangelhafte Sortierung
ler Glühlampen die elektrische Beleuchtung stark
n Mißkredit gekommen sei, und daß bei der be-Jeutenden
Preiserhöhung der Glühlampe wohl zu
arwarten sei, daß in dieser Hinsicht Wandel geschaffen
werde. so war doch eine entsprechende