Volltext : Vertrauliche Mitteilungen der Vereinigung der Elektrizitätswerke (1910, Jg. 9)

Mitteilungen der Vereinigung der Elektrizitätswerke.
Mitgliedern empfohlen, die Kohlen nachzuwiegen Kalorien schwanke und der der.. deutschen Briketts
und auf Feuchtigkeit zu untersuchen. Schon da- ungefähr 4700 Kalorien betrage.
durch würden bedeutende Ersparnisse erzielt. Schluß der Sitzung 1/48 Uhr.
Direktor Meng gibt an, daß der Heizwert der Döpke, Vorsitzender.
böhmischen Braunkohlen zwischen 3800 und 4200

Wismar.

Betftriebseriahrungen,

Über Zähler- Statistik.
Anschließend an die nunmehr abgeschlossene
Veröffentlichung der Fehler- Statistik über die in
unserem Betriebe verwendeten Elektrizitätszähler
soll dieser im folgenden eine kurze Erläuterung und
Ergänzung hinzugefügt werden.
Ich wiederhole zunächst, daß unsere Statistik
nicht darauf ausgeht, möglichst viel Eichresultate
detailliert zusammenzustellen; solche sind nebensächlich
 gegenüber der Bewährung der Zählersysteme
 im praktischen Betriebe, und diese findel
ihren Ausdruck in der Zahl der Einstellungen und
sonstigen Reparaturen, die im Laufe der Jahre an
den Zählern erforderlich werden.
Zunächst ergeben die statistischen - Tabellen
zusammengefaßt folgende Übersicht:
Wechselstromzähler Type KJ. Stückzahl 2488.
Eingeführt seit dem Jahre 1902,
Hiervon bis zum 1. Oktober 1909 ungeändert
2330 oder 93,6 Prozent,
An den übrigen 158 Zählern erfolgten 207 Einstellungen.

Drehstromzähler Type D. Stückzahl 2063. >
Eingeführt seit dem Jahre 1903,
Niervon bis zum 1. Oktober 1909 ungeändert
1958 oder 94,9 Prozent. .
An den übrigen 105 Zählern erfolgten 115 Einstellungen.

Rotierende Gleichstromzähler Type LR. Stückzahl
 1530. — Eingeführt seit dem Jahre 1905.
Hiervon bis zum 1. Oktober 1909 ungeändert
1138 oder 74,3 Prozent.
An den übrigen 392 Zählern erfolgten 472 Einstellungen.

Oscillierende Gleichstromzähler Type KG. Stückzahl
 27343. — Eingeführt seit dem Jahre 1900.
Hiervon bis zum 1. Oktober 1909 ungeänderti
18953 oder 69,6 Prozent.
An den übrigen 8390 Zählern erfolgten 11455
Einstellungen,
5. Oscillierende Gleichstromzähler Type G. Stückzahl
 5206.
Eingeführt seit dem Jahre 1899,

Hiervon bis zum 1. Oktober 1909 ungeändert
2855 oder 54,8 Prozent. ,
An den übrigen 2351 Zählern erfolgten 2943
Einstellungen.
Zur Beurteilung dieses Ergebnisses sei nochmals
 hervorgehoben, daß sämtliche Zähler, welche
wiederholt eingestellt oder repariert wurden, auch
ebenso oft in den Tabellen erscheinen; hieraus erklärt
 sich, daß die Summe der ungeänderten und
der eingestellten Elektrizitätszähler bei allen Systemen
höher ist als die Zahl der installierten. Die Staiistik
 ist ferner dadurch ungünstig beeinflußt, daß
einerseits sämtliche Einstellungen berücksichtigt
wurden, welche stattfanden, auch wenn ein Zähler
nur an einer Stelle zwischen !/ıo der Belastung
und der Vollast eine Abweichung von mehr als
5 Prozent zeigte (wir gehen hiernach weiter als der
in Heft 10 Seite 227 skizzierte Normalbetrieb); ein
Überschreiten der Verkehrs-Fehlergrenzen, welche
überdies weitergesteckt sind als 5 Prozent, wurde
also in vielen Fällen gar nicht abgewartet. Unter
die Zahl der eingestellten Zähler sind ferner auch
alle diejenigen Apparate aufgenommen, die ohne
besondere Ursache, lediglich zur Anbringung von
Verbesserungen, einer Modernisierung unterzoger:
wurden. Im übrigen bedürfen die Resultate der
Statistik noch folgender Erläuterungen.
Der Grundsatz, daß an Zählern, welche innerhalb
 5 Prozent richtig zeigen, Eingriffe nicht vorgenommen
 werden sollten, ist, wie bereits früher
angedeutet, insofern nicht immer gewahrt worden,
als bei den Wechsel- und Drehstromzählern, die bei
der Eichung in den Räumen des Abnehmers Neigung
 zum Minusgang zeigten, bisweilen die Oberlager
 ausgewechselt wurden.
Zu den Gleichstromzählern, speziell derType G.,
ist zu bemerken, daß dieses System bereits‘ vor
dem Jahre 1899 eingeführt war, nämlich schon
1897; die Zähler der ersten Lieferungen zeigten indessen
 nach einiger Zeit Unsicherheiten, die man
sich zunächst nicht erklären konnte, bis nach
längerer Prüfung festgestellt wurde, daß innere
Änderungen des Materials der Grundplatte, deren
Ursache vielleicht noch nicht vollständig aufgeklärt
            
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