Volltext : Mitteilungen der Vereinigung der Elektrizitätswerke (1920, Jg. 19)

"TTEILUNGEN

[1

/

der

Vereinigung der Klektrizitätswerke.

(Eingetragener Verein.)

Jahrgang XIX / 1920. Nr. 274.

I. Oktober =-Nummer.

Inhalt:

Tagung der Vereinigung der Flektrizitäitswerke vom 20 — 22. September in Goslar.

Goslar

Zur Tagung der Vereinigung der Elektrizitätswerke

Die diesjährige Hauptversammlung der Vereinigung
 der Elektrizitätswerke in den Mauern der altehrwürdigen
 Kaiserstadt an der Gose, der ehemals
Freien Reichsstadt Goslar, hatte wiederum die
Männer der Wissenschaft und der Praxis, reich an
Erfahrungen auf dem Gebiete der das gesamte Wirtschaftsleben
 der Völker umfassenden Energiewirtschaft,
 zu gemeinsamer Tagung vereinigt, um die
schweren Sorgen zu besprechen, die auf der Gesamtheit
 der deutschen Elektrizitätswirtschalt seit
Janger Zeit lasten, um vorschauend auch neue Wege
für den Wiederaufbau des Vaterlandes zu beraten.
Nachdem am Montag, den 20. September, in
den Vor- und Nachmittagsstunden bereits der Vorstand,
 der Vorstandsrat und verschiedene ständige
Ausschüsse der Vereinigung getagt hatten, wurde
abends die Hauptversammlung selbst durch eine
allgemeine Begrüßung der Erschienenen seitens
des Vorsitzenden der Vereinigung, Herrn Direktor
Dr. Paßavant, eingeleitet. Der Vertreter der Stadt
Goslar, Herr Senator Eheloff, hieß die Erschienenen
namens der Stadt willkommen.
Auf der am folgenden Morgen beginnenden
eigentlichen Versammlung begrüßte der Vorsitzende
der Vereinigung die erschienenen Vertreter der
Reichs- und Staatsbehörden, der verschiedenen
großen Wirtschaftsverbände und der Presse mit folvenden
 beachtenswerten Worten:

zebrochene Schicksal nicht niederdrücken zu lassen,
sondern unerschüttert die Arbeit aufzunehmen, um
ınser deutsches Vaterland aus dem äußeren und
ınd inneren Zusammenbruch wieder herauszuringen;
las nun verflossene Jahr hat die Wolken nicht ver-;cheucht,
 die drohend unsere nationale und wirt-‚schaftliche
 Zukunft verfinstern. Die verhängnisvollen
Irgebnisse der Verhandlungen in Spa zeigen deuticher,
 als Worte es vermögen, den Willen unserer
3egner hinsichtlich der wirtschaftlichen Gestaltung
ler Zukunit unserer Arbeitskraft und unseres Vaterandes.
 Dabei $tehen wir in schweren inneren
<ämpfen, deren Ausgleich sich noch nicht absehen
äßt, und unsere lebendigen Kräfte sind durch maßose
 Überorganisation derart verfilzt und gehemnit,
laß jede produktive Arbeit auf das äußerste er-;schwert
 wird. Darum heißt es aber für uns erst
‚echt: nicht versagen, sondern durchhalten bis zum
Letzten, und wenn eines uns Fachgenossen diesen
'esten Willen noch stählen kann, so ist es die in
den schweren Jahren des Krieges erhärtete Erkenntnis,
 daß die Naturkraft, der wir dienen, in erster
'inie berufen ist, die Energien, die unser Wirt-;schaftsleben
 wieder aufrichten sollen, zusammenzufassen
 und in die richtigen Bahnen zu leiten.
Nir vertrauen darauf, daß die Schwierigkeiten, die
uns allerseits bedrohen, nur dazu beitragen werden,
ınsere Kräfte zu wecken und zu heben. So bitte
.ch Sie jetzt ungesäumt in die Verhandlungen einzutreten,
 denn nicht durch Rede und Organisation
 sind unsere so dringenden Aufgaben
zu lösen, sondern durch praktische Arbeit,
"]lare Erkenntnis und entschlossene Tat“

„Als wir im vergangenen Jahre in Nürnberg
zum ersten Male nach dem ‚verhängnisvollen Ausyange
 des Weltkrieges zusammentraten, da waren
wir entschlossen. uns durch das über uns herein-
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.