Volltext : Stuttgarter Ausstellungs-Nachrichten (1896, Bd. 1)

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kür die KFlektrizitäts- und KMunstgewerbe-Kusstellung zu Stuttgart im Jakre 1896.

1. QNovember 1896.

Erlcheint bis JZuni alle 14 Tage, ab Juni bis Ende September wöchentlich 2 bis 3mal. Abonnementspreis für sämtliche Nummern 5 Marsk einschließlich freier Sustellung.
Die einzelne Nummer kostet 10 Pf. Anzeigen: Die viergespaltene Nonpareille-Seile oder deren Kaum kostet 30 Pf. Bei größeren Aufträgen Rabatt. Beilagen nach Uebereinkunft.

Ausstellung in der Gewerbehalle.
(Fortsetzung.)

Nan der Scheidewand etablierten Zifferblätter, in
weiß, transparent und schwarz geschliffen, die Gläser
ür Schaufenster und Tableauscheiben sind Erzeugnisse
—des Malers Joh. Palmtag, Schwenningen a. N.
Die Beschreibung der Ausstellung von J. C. Eckardt,
Stuttgart, ließen wir in Nr. 41 vorangehen.
Es folgt sodann
die rühmlichst be—
kannte Turmuhren⸗
fabrik von Ph.
Hörz in Ulm.
Die Wandfläche ist
mit einem Nor—
malregulateur mit
Gewicht und elek—
trischem Minuten—
ontaktwerk für
Wechselstrom⸗
betrieb und ferner
nit sechs elektri—
chen Uhren ver—
chiedener Größe
zeziert. Vor dem
Normalregulateur
befindet sich eine
kleine Turmuhr in
chwarz gebeiztem
Kasten von Birn—
daumholz und vor
dieser Uhr ist in
Kasten von Eichen⸗
holz eine große
Turmuhr mit elek⸗
rischer Minuten⸗
auslösung ausge⸗
stellt. Senkrecht oben unter dem Dach ist eine Brücke von Holz,
auf welcher die Glocken, der Batterieschrank und die Gewichte
samt Rollen befestigt sind. Der Normalregulateur hat Geh—
werk und ein befonderes Kontaktwerk. Jedes der beiden Werke
zeigt auf besonderem Zifferblatt die Zeit an. In dem reich

geschnitzten eichenen Kasten ist oben ein elektrisches Kontrolle—
zeigerwerk angebracht. Die oberhalb des Regulateurs befind—
lichen sechs elektrischen Uhren sowie die große Turmuhr sind
durch Drahtleitungen mit jenem verbunden und rücken bei
jedesmaligem Stromschluß die Zeiger sämtlicher eingeschalteten
Uhren um eine Minute vor.“ Die Vorteile solcher elektrischer
Uhrenanlagen be—
stehen darin, daß
jede Uhr genau die—
selbe Zeit anzeigt,
wie die Normal—
uhr, daß keine
dieser Uhren (mit
Ausnahme der
Turmuhr) aufge—
zogen werden muß
und daß deshalb
die Uhren an unzu—
gänglichen Orten
und in feuchten
Räumen aufge—
hängt werden kön⸗
nen. Zum Betrieb
dieser acht Uhren
sind 6 Leclanché—
Elemente erforder—
lich. Die Unter—
haltungskosten sind
daher äußerst ge—
ring. Von einer
Normaluhr aus
und mit zehn Ele—
menten können bis
zu 120 Stück elek—
trischer Uhren be—
trieben werden. Für Städte, welche mehrere Turmuhren
ind andere öffentliche Uhren besitzen, empfiehlt es sich, sämt—
liche Uhren von einer Normaluhr aus zu betreiben, was in
zleicher Weise, wie bei der großen Turmuhr ausgeführt wird.
Ddamit bei einer etwa eintretenden Zerstörung der Leitung

Ausstellung der Jirma Gutbrod & Cie. im Vandesgewerbemuseum. (Tert s. Seite 610.)
            
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