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des Entwicklungsganges, dem jeder einzelne Weltkörper unterworfen
ist, für die wissenschaftliche Betrachtung die Fragestellung verschoben.
Wir fragen nicht mehr, ob ein Weltkörper bewohnt ist, sondern viel⸗
mehr, ob er bewohnbar ist, d. h. ob er vermöge der auf ihm herrschen⸗
den natürlichen Verhältnisse die Lebensbedingungen der Zelle, des
Bausteins von Pflanze und Tier, darbietet. Ein Weltkörper, der zur—
zeit keine Möglichkeit für die Entwicklung von Lebewesen darbietet,
kann, wenn er sich noch in einem früheren Entwicklungsstadium be—
findet, in späteren Weltzeiten bewohnbar werden, und weiterhin,
venn er den Höhepunkt seiner Entwicklung überschritten hat, wieder
unbewohnbar werden, indem er nicht mehr die Bedingungen für die
Existenz von Lebewesen darbietet. — Die Möglichkeiten für den
Menschen, sich von der Oberfläche seines Planeten zu entfernen,
find bis jetzt, räumlich betrachtet, verschwindend geringfügig: etwas
iber 10 iein nach oben in den Luftraum, ein paar Kilometer nach
unten ins Erdinnere dem Mittelpunkte zu sind seine höchsten Lei—
stungen.
Richten wir den Blick auf die unzählbar am Himmel ausgestreu⸗
ten Sterne, den Fixsternhimmel, so wissen wir, daß alle diese unge—
zählten Fixsterne, deren Anblick in nächtlicher Stille das Gemüt zur
Andacht stimmt, lauter Sonnen sind, welche im eigenen Lichte er⸗
strahlen. Alle diese zahllosen Sonnen bestehen aus den elementaren
Grundstoffen der Chemie, wie unsere Sonne auch, und je nach dem
Entwicklungszustande, in welchem sie sich befinden, ist ihre Helligkeit,
ihre Farbe und ihr spektroskopisches Bild verschieden. An Masse über⸗
tieffen sie unsere Sonne zum Teil bedeutend. Alle Stufen der
Sonnenentwicklung von der werdenden Sonne an bis zum Erlöschen
derselben sind unter den Firsternen vertreten. Die weißglühenden
Sterne, wie der Sirius, der schon den Alten als der hellste Stern
auffiel, weisen die höchsten Glutgrade und das früheste Stadium auf;
die gelbglühenden, wie unsere Sonne, zeigen schon niedrigere Glut⸗
grade und andere Verteilung der gasförmigen Elementarbestand⸗
leile; die rotglühenden, wie der Aldebaran, gehen der allmählichen
Abkühlung zu und haben mit der Bildung chemischer Verbindungen
begonnen, Diese Entwicklung vom Werden bis zum Erlöschen einer
Soͤnne dauert viele Hunderte und Tausende von Jahrmillionen und
hängt in ihrem zeitlichen Verlaufe von der Masse der einzelnen
Sonnen ab. In dem Stadium des Erlöschens einer Sonne wird ihr
Licht veränderlich, indem das glühende Innere gegen die Ver—⸗
schlackung der Oberfläche durch Ausbrüche ankämpft; auch können
gewaltige chemische Prozesse dabei mitspielen. Manche erloschene
Zonne, von deren dunkler, unsichtbarer Existenz wir nichts mehr
wußten, hat nach Jahrhunderten oder gar Jahrtausenden wieder
aufgeleuchtet, und ist plötzlich als Neuer Stern in überraschende Er⸗