Volltext : Das neue Weltbild nach dem Niedergang der mechanischen Naturauffassung am Ende des zweiten nachchristlichen Jahrtausends

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realer Verhältnisse verstehen, so gewinnt unsere Annahme den—
jenigen Grad von Gewißheit, den man zurzeit überhaupt verlan—
gen kann.
So wäre denn das alte Rätsel der Wechselbeziehungen zwischen
Leib und Seele auf Grund des Energiegesetzes seiner Lösung ent—
gegengeführt und die Kluft überbrückt, welche bisher zwischen phy—
siologischem Vorgang und psychologischer Erscheinung klaffte, und
zwischen beiden Gebieten die Verbindung hergestellt, für die Vor—
stellungskraft anschaulich, für das natürliche Denken verständlich.

Die psychische Materie,
die Entstehung des Bewußtseins und die
Konfiguration der Seele.

Es bilden die Reiche oder Gebiete der Materie in den drei
Ordnungen der stofflichen, elektrischen und psychischen Materie
einen Bau, dessen Untergrund die psychische Materie, dessen Unter—
bau der Ather und dessen Oberbau die Körperwelt darstellt; einen
Weltenbaum, dessen Wurzeln im Psychischen, dessen Stamm im
Elektrischen und dessen weitverzweigtes Geäste im Stofflichen
sich ausbreiten; ein Dreigestirn, dessen gemeinsamer Schwerpunkt
in der Materie dritter Ordnung liegt. Diese Materie dritter
Ordnung, die psychische Materie, bildet den Urgrund alles Seins,
hinter ihr ist keine weitere denkbar. Wie die Körperwelt den
Namen des Stoffes, die Welt der Elektrizität den Namen des Athers
führt, so wollen wir im folgenden die Welt des Psychischen, den
Urgrund alles Seins, die Urmaterie auch kurzweg als „das Ur“ be—
nennen. Sein Begriff ist klargelegt, und so darf sich wohl auch das
fehlende Wort einstellen. Wie der Stoff seine Einheit in dem
Molekül mit seiner Gliederung in Atome hat, wie der Ather in dem
Elektrizitätsatom oder Elektron in seiner Zusammenfassung aus
Atheratomen korpuskuläre Gestaltung gewinnt, so besitzt auch das
Ur eine letzte atomistische Einheit, für welche ich nach Analogie der
Namengebung Stoneys für die Einheit der elektrischen Materie
als Elektron, den Namen „das Psychon“ als Einheit der psychischen
Materie vorschlage und im folgenden verwenden werde. Jedes der
drei Reiche der Materie ist mit dem folgenden durch die Ladung ver—
knüpft, die Körperwelt mit dem Reiche des Äthers durch die elek—
trische Ladung oder das Elektron, der Ather mit dem Ur durch die
psychische Ladung oder das Psychon. Zwischen Stoff und Ur be—
            
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