FRIEDHOF UND DENKMAL
Schriftleitung: Dr. Stephan Hirzel, Berlin W 30, Motz-Straße 55
Mustergrabzeichen-Ausstellung auf dem Hauptfriedhofe
zu Frankfurt a. M.
Die Friedhofsverwaltung der Stadt Frankfurt
a. Main hat mit Hilfe der Grabsteinindustrie eine
kleine Ausstellung von Grabzeichen für Freigräber
auf der Erweiterung des Hauptfriedhofes veranstaltet.
Es handelt sich um Grabzeichen, die
hergestellt werden, und zwar: aus geschurtem
Diabas, geschurtem Märkerwald und aus feinfeschliffenem
Muschelkalk Blaubank, Für Kreuze
ınd Stelen sind hellfarbige Gesteine zugelassen,
und zwar: Donau-Kalkstein, Kirchheimer Muschelkalk,
porig, rostig und Kernstein, Krensheimer
Muschelkalk, Travertin Teuchtlinger Marmor,
Untersberger Marmor rot und hell, ÖOberschlesischer
Marmor (hellbunt, hellrötlich, violett),
Olsbrücker Sandstein und Pfälzer Sandstein
gestockt, schariert und fein geschliffen. Ferner
sind einige Granite in verschiedener Bearbeitungsweise
zugelassen. Die Form muß den aufgestellten
Beispielsgrabmalen entsprechen. Die zeitgemäße
bildhauerische Ausgestaltung dieser Form
auf den großzügisch in Terrassen angelegten Freigrabfeldern
der Friedhofs-Erweiterung, auf Grund
der Grabzeichenordnung von der Grabmalprüfungsstelle
genehmigt werden, Die Grabzeichenordnung
sieht drei Abteilungen vor, Stelen, Kreuze und
Platten, Bei den Stelen und Kreuzen sind drei verschiedene
Ausmaße zugelassen, Die Höhe kann
110 cm, 90 cm und 60 cm sein, Für die Breite ist
entsprechend den Höhen 45—60 cm und 40—45 cm
vorgeschrieben. Die Stärke muß 12—17 cm betragen.
Für die Schriftplatten gilt folgende Vorschrift:
Größe 40X60 cm, 8 cm stark mit 15 Grad
Neigungswinkel, eingebunden in eine Lagerschwelle.
Die Platten dürfen nur aus dunkelfarbisem Material
Erläuterungen zur Gesamt- Erweiterung
In diesem Entwurf sind die Bestrebungen unserer
Zeit, die Friedhöfe schöner und zweckmäßiger
zu gestalten, verwirklicht, unter Berücksichtigung
der Wirtschaftlichkeit sowohl in den Ausführungskosten
als auch in der Belegungsquote.
Das Gelände war ziemlich eben, bis auf eine
ehemalige Kiesgrube, die als Urnenhain ausgebaut
werden soll (links unten im Gesamtplan). Ein
zweiter Haupteingang war erforderlich, um eine
direkte Verbindung nach den anderen Stadtteilen
zu erhalten. Die Zuführung zur Kapelle, dem
Mittelpunkt-des Friedhofes, erfolgte in direkter Linie
soll demnächst durch einen Wettbewerb gelöst
werden. Für die einheitliche Behandung der
Grabbepflanzung werden besondere Richtlinien
aufgestellt. Wie auf den Photos ersichtlich ist,
werden die Gräber mittels Weser-Kantensteine und
mittels des durchlaufenden Betonfundaments der
Grabzeichen in Rabatten zusammengefaßt, Um
len Grabstellennutzungsberechtigten die OGrabzeichenordnung
zu demonstrieren, und die Wahl
des zugelassenen Materials zu erleichtern, wurde
diese Musterausstellung veranstaltet,
Wilhelm Koch,
Architekt für Gartengestaltung.
des Hauptfriedhofes in Wiesdorf-Manfort
aus verkehrstechnischen Gründen. Der Grundriß
zeigt, daß besonderer Wert auf klare Orientierung
lurch die Wegeführung und Einteilung gelegt wurde.
Trotzdem ist die Gliederung und Aufteilung der einzelnen
Abschnitte und Felder sehr verschiedenartig.
Die einzelnen Felder, Rabatten, sowie Einzeljräber
an verschiedenen Stellen und im waldartigen
Teil haben alle einen pflanzlichen Hintergrund bzw.
Umrahmung, und ergeben auf diese Weise räumlich
sut begrenzte Grabgärten. Die breite Grenz-»flanzung
bildet einen wirkungsvollen Abschluß und
Schutz gegen den Wind. In diese Grenzpflanzung