DIE EINKÜCHENHAUSANLAGE ALS STADTBAUELEMENT
Von JOSEFARINGS, Essen
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Abb. 18. Lageplan.
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Das wiedergegebene Projekt ist entstanden bei
dem Versuch aus streng wirtschaftlich orientierten
Gedanken Elemente zum Bau moderner Städte zu
gewinnen.
Der Weg zur vollkommenen Wirtschaftlichkeit,
den wir durch die Ungunst der Verhältnisse zu
gehen gezwungen sind, ist derselbe, der zur Einfachheit
und Klarheit führt. Wirtschaftlich arbeiten
heißt, zuerst einmal alles Entbehrliche und Belastende
beseitigen und weiterhin alles auf den
kürzesten Weg und auf die einfachste Handreichung
bringen. Damit muß Hand in Hand gehen, die
richtige Wahl der zu verarbeitenden Stoffe, weil
sonst die Vorteile des einen durch das andere
wieder illusorisch gemacht werden können. Das
Komplizierte ist stets unklar und unwirtschaftlich. —
Die überzeugendsten Beweise dafür haben wir in
unseren übernommenen Städten. — An ein Beseitigen
all der Fehler, die in dem unwirtschaftlichen
und komplizierten Verkehr und in der Verworrenheit
durch aneinandergereihte Hausindividuen
bestehen, ist natürlich nicht zu denken. Aber das,
was neu ersteht, darf diese Fehler nicht mehr
tragen. Das Hausindividuum ist als Stadtbauelement
abgetan. Die Einheiten, die für die
künttigen Städte in Frage kommen, sind wirtschafticher,
größer und klarer.
Die Stadt als Begriff, als ein begrifflich geschlossener,
klarer Organismus ist seit langem vollständig
aus der Vorstellung ihrer Bewohner auszeschieden.
Es fehlt das innere Verhältnis zwischen
Stadt und Bewohner, wie es z. B. im Mittelalter
ıestand. Hier war jeder mit dem Wohl und Wehe
ler Stadt eng verbunden, und innerlich baute jeder
nit. Dagegen wird heute, durch die vollständig
ınders gearteten Verhältnisse bedingt, die Erwveiterung
der Stadt von ihren Bewohnern als eine
‘ür sie belanglose nebenherlaufende Angelegenheit
jehandelt. Der Städtebauer macht die Straßen und
ler Architekt baut Häuser daran. Der eine weiß
ılchts vom anderen. Der Gedanke, daß der Hochau
die Fortführung des Stadtplanes in die dritte
Dimension sein soll und mit diesem innig zusammenıängt,
wie Grundriß und Aufriß des Hauses, ist
ı1och nicht Allgemeingut geworden. Das Neben-3Mnander
der Häuserindividuen ohne Beziehung zum
Stadtplan, nur zufällig an Straßen gebaut, hat mit
dem Begriff „Stadt“ nichts mehr zu tun. Die