Full text: Die Kunst- und Altertums-Denkmale im Königreich Württemberg. Inventar. Neckarkreis (1889)

Vorwort. 
III 
Werke in gröberem Format wirkungsvoller darstellen. Um eine möglichst weite 
Verbreitung zu sichern, werden beide Werke (Inventar und Kuustatlas) auch getrennt 
abgegeben. DaS Inventar soll mit zahlreichsten Illustrationen ausgestattet sein, 
der Kunstatlas etwa 180 Tafeln enthalten. Inventar und Kuustatlas zusammen 
möchten ein Gesamtbild unserer Kunst« und Altertumsdenkinale geben, anfangend 
mit der ältesten Zeit und fortschreitend bis Ende des vorigen Jahrhunderts; 
doch ist daS Hauptgewicht auf die Zeit von 1050 bis 1750 gelegt. Vertreten 
sollen sein Werke der Baukunst, Bildhauerei, Malerei und deS Kunstgewerbes. 
Durch das Entgegenkommen der durch zahlreiche Publikationen auf diesem Gebiete 
rühmlich bekannten Berlagsbuchhandlnng Paul Best in Stuttgart wird die Möglich 
keit geboten, den Plan in seinem ganzen Umfang mit verhältnismäßig nicht sehr 
hohem Aufwand zur Ausführung zu bringen. 
Außer den schon angeführten Arbeiten müssen noch mit Ruhm genannt werden 
die neue Landcsbeschreibung, Kühlhammer 1882 ff., KleuimS Württemb. Baumeister 
und Bildhauer, Kohlhammer 1882, PaulKcpplcrs Württembergs kirchliche Kunst- 
altertümer, Rottenburg a. N. 1888, und das ältere nicht fertig gewordene Werk: 
Die Kunst des Mittelalters in Schwaben, herausgegeben von (5. Heidcloff, mit 
erläuterndem Text von Prof. Fr. Müller, fortgeführt von tf. Beisbarth, Heinrich 
Lcibnitz, Häßler und Eglc. Stuttgart, Ebner & Scubcrt (jetzt Paul Reff), 
1855 ff. Letzteres Werk, ein genauer Borläufer des vorliegenden, und zwar 
auch in der äußeren Erscheinung, besteht gleichfalls ans Textbuch und Kuustatlas. 
Aber unser Text soll viel knapper gehalten werden, damit er nicht, wie es bei Fort 
setzung des Hcidcloff'schcn Werkes nötig gewesen wäre, zu zahlreichen Bänden 
anschwelle. 
Wie schon gesagt, eine mehr als dreitausendjährige Knlturbewegung und Kultur- 
entwicklung von der Steinzeit und der schon hochentwickelten Bronzezeit bis heute brei 
tete sich über die gesegneten Gaue unseres Batcrlandcs, das, gelegen an den beiden 
Hauptströmen Europas, Rhein und Donau, an Gliederung von Gcbirg und Thal, 
sowie an geschichtlichen Erinnerungen seines Gleichen sucht. Und so ist das Bilder- 
Gcbict, das sich vor unseren Augen entrollen soll, gar tief und hehr und mannig 
fach, zumal dieses Werk auch Kleines und Kleinstes, draußen in Burgen, Weilern 
und Dörfern an das Licht ziehen soll, um so ein echtes Gesamtbild zu geben von 
dem schaffenden Geiste der Volker, die schon auf dieser gesegneten Scholle gehaust,
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.