Neckarkreis.
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der Ebene aufsteigende, weithin schauende Asberg ein Sitz prunkliebender Fürsten gewesen.
Noch ältere Funde zeigten sich zufällig an den beiden, wegen ihrer Lage und
fruchtbaren Umgebung gewiß uralt besiedelten Plätzen Cannstatt und Heilbronn.
Eine hervorragende Rolle spielte der ganze Neckarkreis zur Zeit der Römerherrschaft
(50—250 n. Chr.) als einer der wichtigsten Grenzstriche des Weltreiches.
Das Neckarthal mit seinen tiefen, scharfen, schwer zu überschreitenden Uferwänden und
gleichlaufend damit 5—6 Stunden weiter im Osten, der römische Grenzwall (1ime8
transrhenanus) bildeten zwei starke Sclmtzlinien und dazwischen ein großes Verteidigungsfeld,
das mit zahlreichen, von einer zur andern Linie führenden Heerstraßen
durchschnitten, zugleich durch seine Fruchtbarkeit der Verpflegung der Truppen diente
und in Römerzeiten mit Pachthöfen besetzt war; noch dichter lagen in dem Teil des
Ncckarkreises links des Flusses
die römischen Niederlassungen
bei einander. Man fand im
ganzen Kreis bis jetzt etwa 250,
das ist nicht viel unter der Hälfte
aller bis jetzt in Württemberg
aufgefundenen. — Wachhäuser,
Kastelle, Vor- und Rückschanzen
schirmten den Grenzwall, der
vom Hohenstaufen über Lorch
bis an den Main bei Miltcnberg
nordnordwestlich, fast immer
schnurgerade, hinzog, so ziemlich
an der Ostgrenze des Neckarkreises,
und welchem auf dem
linken Neckarufer wieder größere
und kleinere Kastelle entsprachen,
die meist gegenüber den Mündungen
der von Osten, vom
Grenzwall her ziehenden Seitenthäler
lagen. So entsprechen
folgende feste Römerplätze am Grenzwall solchen am linken Neckarufer:
Welzheim am Grenzwall — Cannstatt, Murrhardt — Benningen bei Marbach,
jjctrbt — Walheim, Öhringen — Bückingen bei Heilbronn, Jagsthausen — Wimpfen.
Zahlreiche Überreste römischen Bildungslebens gab schon zurück und birgt noch der
Boden dieses Kreises.
Von Süden her, von Vindonissa in der Schweiz, am Zusammenfluß von Aare,
Reuß und Limat, lief sodann jene hochwichtige römische Heerstraße auf dem
linken Neckarufer über Rottweil und Rottenburg (vom Oberamt Böblingen an im
Neckarkreis) über Sindelstngen nach Cannstatt, hier aus das rechte Flußufer und nun
ostwärts das Remsthal hinauf und in großem Bogen um das Ries herum nach der
großen Römerstadt Abusina (Eining) an der Donau, unterhalb welcher Stadt auch
der Dvnaulimes, jene von Lorch im Remsthal über Gunzenhansen einen noch größeren