Full text: Die Kunst- und Altertums-Denkmale im Königreich Württemberg. Inventar. Neckarkreis (1889)

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Neckarkreis. Stuttgart Stadt. 
sichtigen Regierung des Grafen 
Eberhard des Erlauchten (1265 
bis 1325). Zur Zeit Graf 
Ulrichs des Vielgeliebten (1419 
bis 1480) werden die beiden 
Vorstädte, im Norden und Sü 
den, mit Mauern und Türmen 
umzogen; auch hievon sind noch 
Reste vorhanden, besonders von 
den Mauern der südlichen (Eß- 
linger) Vorstadt. An der Nord- 
seite der Stadt sind schon früh 
im Katzenbachthal zu weiterem 
Schutz große Seen. 
Die Kunstgeschichte 
der Stadt beginnt für uns, die ro 
manischen Teile der Stiftskirche 
abgerechnet, erst ums Jahr 1320, 
mit der Verlegung des Stiftes 
Beutelsbach und wohl auch der 
ständigen Residenz der wirtem- 
bergischen Grafen nach Stutt 
gart. Damals wird der jetzt 
noch stehende Chor der Stifts 
kirche, sowie der südliche Teil 
des Alten Schlosses erbaut. 
Dann klafft wieder, für unsere 
Augen wenigstens, eine Lücke 
von stark hundert Jähren. Unter- 
Graf Ulrich dem Vielgeliebten 
(1419—1480) entstehen dann 
die drei jetzigen gotischen Kir 
chen der Stadt und von da an 
läßt sich eine fortwährende und 
rege Bauthätigkeit verfolgen bis 
in unsere Tage, mit Gipfel 
punkten in den Jahren voll 
1580—1620, in der zweiten 
Hälfte des 18. Jahrhunderts, 
und endlich in der neuesten Zeit, 
seit der Mitte des laufenden 
Jahrhunderts. Die eigenartigste 
Ausbildung geschah unstreitig in den besten Tagen der Renaissance, am Lusthaus, 
Neuen Bau u. s. w. Davon gewann auch der damalige Stuttgarter Privatban. Die 
Grundriß der Stiftskirche. 
Doppelt schraffiert bedeutet romanisch, einfach schraffiert frühgotisch, 
schwarz — spätgotisch.
	        

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