Full text: Die Kunst- und Altertums-Denkmale im Königreich Württemberg. Inventar. Neckarkreis (1889)

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Neckarkreis. Stuttgart Stadt. 
Eidechsen und rüderes Gewürm. Aus dem Berge steigt hoch der Kreuzesstamm, an 
dem der Heiland schwebt, unten stehen zu Seiten Maria und Johaimes, den Kreuzes 
stamm selbst hält die knieende Magdalena in leidenschaftlichem Schmerz umschlungen. 
Besonders ergreifend ist das tiefgeneigte, von Domen umflochtene Haupt des Er 
lösers, erstarrt im Todesleid um das Elend itnb die Sünde der Welt. Im Chor der 
Kirche reiche Renaissancegrabmäler. 
Die katholische Kirche zum hl. Eberhard, an der Königsstraße, im Jahre 
1808 von der Solitnde hierher versetzt, die Front mit korinthischer Säulenstellung; 
das kuppelbauartige Innere mit wertvollen neueren Gemälden. 
In der neuen gotischen Kirche der Vorstadt Berg ein schöner spätgotischer 
Taufstein. — Alte Mühle, 1613. — Dgs abgebrochene Kirchlein gab mit der Mühle 
Engel am Taufstein zu Berg. 
darunter ein anmutiges Bild. S. die vor dem Abbruch von Beisbarth d. ä. gemachte 
Aufnahme aus S. 26. — Im Weiler Gablenberg kleine gotische Kirche mit hübschem 
Chor und schönem altem Kruzisixus. 
Von frühern Klo st erp fl eg Höfen, von denen zum Teil noch die alten Gebäude, 
aber stark verändert, stehen, sind zu nennen der Adelbergerhof, der Bebenhäuserhof, 
von letzterem noch größere Teile der ehemaligen Kirche, daran die Jnschrifttafel: 
AN- CHR. M.D. II. 8. IVLIO. II. P. M. ET. MAXAEMILIANO. IMP. 
DESTIN ATO. IOH ANNES. N. G. N. DE. FRIDINGEN. ABBA. IN. BEBENH VSEN. 
A. PYNDAMENTIS. F.F.F. Der Herrenalberhof, an der jetzigen Turmstraße. Der 
Lorcherhof zwischen der Kirchgasfe und der „Mauer", 1488 wieder neu erbaut. Ein 
dazu gehörendes, viel älteres, langes, schmales Steinhaus, mit fünf Fuß dicken Mauern 
und steinerner Wendeltreppe an der Grabenstraße, hinter dem „Schlößle". Auch der 
Adel hatte in der Altstadt verschiedene Steinhäuser, so die Baldeck, Gültlingcn, Gun-
	        

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