Meramk Maulbronn.
Als älteste Mittelpunkte dieses fast ganz in den Stromberg fallenden Bezirks
(s. o. bei Brackenheim) sind wohl anzusprechen die großartige Ringwallburg aus dem
Burgberg bei Lienzingen, hoch und keck
ins flache Land hinausragenv, mit prachtvoller
Anssicht gegen das Rheinthal, und
die schon ins südöstlich anstoßende Oberamt
Vaihingen a. E. fallende Eselsburg
bei Ensingen.
Grabhügel bei Dürrmenz, Gündelbach,
hier ein sehr großer, Illingen, Lienzingen,
Otisheim. Eine nralte Straße,
Rennweg, zog von Sternenfels über den
Rücken nach Gündelbach, als Abzweigung
des Rennwegs vom Michelsberg nach
Sternenfels. Römische Niederlassungen
waren bei Diefenbach, Gündelbach, Illingen,
Knittlingen, Groß-Villars, Lomersheim,
Mühlacker, Corres. In der Nähe
von Maulbronn fand man einen Vier-Götteraltar.
Eine große Römerstraße
zog oberhalb Maulbronn vorbei von
Cannstatt her gegen Speier am Rhein.
Reihengräber fanden sich bis jetzt
bei Dürrmenz, Otisheim, Sternenfels.
Wohlerhaltene und lange Schanzenlinien
mit Redouten aus der Zeit der Franzoseukriege,
um 1690, aufgeworfen vom
Prinzen Ludwig von Baden, ziehen sich
nordsüdlich durch den Bezirk und noch
weit gegen Süden.
Maulbronn (Mulinbrunen ^57). (K)
Ehemaliges Cistcrzienserkloster, jetzt zugleich Württembergische Oberamtsstadt; es
liegt im abgeschiedenen schmalen nach Westen, nach dem Rheinthal offenen Salzachthal,
dessen nordwärts schauende Hänge mit Laubwäldern, die steileren südlichen mit Weingärten
bedeckt sind, noch ganz von tiefem wildvcrwachsenem Graben und hoher epheuberankter
Mauer, an der stattliche Türme stehen, umfriedigt. Schöne Spazierwege
führen durch die schattigen, von Bächen durchrieselten Wälder und um die großen,