Title:
Die Kunst- und Altertums-Denkmale im Königreich Württemberg. Inventar. Neckarkreis
Creator:
Paulus, Eduard
Shelfmark:
2Kb 939-Text,1
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/393080226_1889/487/
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Neckarkreis. Oberamt Neckarsulm. 
Wnler-Kriesheirn. 
Neue kath. Kirche zu Johannes dem Täufer, 1840. Ms dem Kirchhof alte 
Grabdenkmale, aus dem 15.—18. Jahrhundert, darunter Burkart von Witstat, Ritter 
standbild. Pfarrhaus, 1628. 
Altes Schulhaus; am Eckbalken: 
Lernet Gerechtigkeit und Gottes Wort, 
So wirds euch wohl gehen hie und dort. 1752. 
Der Ort teilte den Herrschaftswechsel mit 
Ober-Griesheim. 
Widdern (lVitterheim 775). 
Malerisches, einst sehr festes Städtchen 
am Einfluß der Kessach in die Jagst. Sechs- 
bogige Steinbrücke über die Jagst. Spätgotische 
ev. Kirche, zum h. Laurentius, mit gewölbtem 
geradem Chor; Turm im Westen. Zahlreiche und 
schöne Grabdenkmäler, aus dem 15.—18. Jahr 
hundert. Standbild des Reinhart Hofwart von 
Kirchheim, 1420. Gotische Friedhofkapelle zu un 
serer l. Frau, mit Grabsteinen aus dem 16. und 
17. Jahrhundert. Früheres Gemmingen'sches 
Schloß, 1574, mit steinerner Wendeltreppe. Auf 
dem Schloßberg die letzten Trümmer des alten 
Ganerben-Schlosses. 
Wappen: im silbernen Feld ein stehender 
rechts schauender Widder. In Widdern hatte 
schon 775 Kloster Lorsch, um 1090 Komburg 
Besitz. Im 13. Jahrhundert den Herren von 
Dürn als Erben der Grasen von Lausten, dann 
den Wertheim, 1307 den Eberstein, 1362 hälftig 
den Hohenlohe-Möckmühl und Würzburg gehörig, 
war Widdern im 15. Jahrhundert ein vielgeteilter, 
durch Wegelagerer berüchtigter Ganerbenort. 1458 
Ende Juni wurde Widdern von Graf Ulrich von 
®unbel^eti^®laämaleret in der Württemberg erobert. 
Iüttlingen (Zutilinga 800.) 
Neuerbaute ev. Kirche, 1856/57. Der gotische Chor der früheren, dem h. Lukas 
geweihten Kirche ist jetzt Grablege der Herren von Ellrichshausen; Grabmäler, aus 
dem 17.—19. Jahrhundert. Sakramentshäuschen und gotischer Kelch. 
Assumstadt (Asmansstat 1319), Schloß der Herren von Ellrichshausen, 1769.
        

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