Title:
Die Kunst- und Altertums-Denkmale im Königreich Württemberg. Inventar. Neckarkreis
Creator:
Paulus, Eduard
Shelfmark:
2Kb 939-Text,1
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/393080226_1889/565/
530 
Neckarkreis. Oberamt Weinsberg. 
Weiter (lDilare (037). 
Kleine eit. Kirche zu unserer lieben Frau, 1399, 1758 erweitert, mit Ostturm. 
Glocken von 1401 und 1408, letztere von Joos, Glockengießer. Grabdenkmale der 
Weiler hier und an der Friedhofkapelle, ehemaliger Wallfahrtskapelle zu unserer 
lieben Frau, jetzt Weiler'scher Familiengruft. Schloß der von Weiler, mit hohem 
Portal 1590, und starkem Turm. Altdeutsche Altargemälde auf Goldgrund und ein 
altes Glasgemälde aus der Burg Lichtenberg. Weiler kam 1037 halb an das Stift 
Ohringen und war später Besitz der Ortsadeligen 1274 ff., Lehen von Weinsberg, 
Löwenstein, Pfalz, 1504 württembergisch. Wappen: rechtsschräger Balken. Dietrich 
von Weiler, württembergisch er Landhofmeister 1483; sein gleichnamiger Sohn wird 
bei Wcinsberg 1525 erschossen und vom Turm der Stadtkirche herabgestürzt. Burk 
hard, geboren 1574, si 1643, Obervogt in Schorndorf, Hofrichter in Tübingen, Mit 
arbeiter am Landrecht. Als älteste des Geschlechts werden genannt im Ansang des 
12. Jahrhunderts: Nibelune de Wiler und Cunradus de Wiler et frater eius Otto. 
Willsbach (lvilersbach (25^). 
Ev. Kirche zum heil. Georg, am Westportal 1486, mit hohem Ostturm. Mit 
Steinmetzzeichen an der Nordwestecke. Zeilhof, Wohngebäude, 1596. 
Wimrnenthal. 
Das früher den Herren von Weinsberg gehörige „steinerne Haus". —Der frühere 
großartige Schönthaler Pfleghof, erneuert 1678, ist jetzt meist abgerissen. Eingemauerte 
Bildwerke (Christus am Ölberg und Engel mit dem Klosterwappen) aus der Schön 
thaler Zeit. Einer der größten und schönsten Keller, der bei 3000 Eimer fassen konnte, 
war unter dem Pfleghof angelegt. Im Jahr 1725 erbaute Abt Benedikt eine Hans 
kapelle nebst schönem Turm. 
Wüstenrotb (Villa Rote (2^7). 
Ev. Kirche zum heil. Kilian, 1732 erweitert, mit altem Ostturm. Böhrings- 
weiler (Beringerswiler 1251), Trümmer des 1826 abgebrochenen, 1570 auf dem 
alten Burgstall erbauten Schlosses. Schloßmühle, an der Roth, seit 1615. Ein 
bei Böhringsweiler 1425 angelegtes Erzbergwerk ging im 16. Jahrhundert ein. 
Bei Weihenbronn einst Wallfahrtskapelle zum heil. Johannes d. T. und der 
heil. Maria (um 1430) mit heilkräftiger Quelle.
        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.