Title:
Die Kunst- und Altertums-Denkmale im Königreich Württemberg. Inventar. Neckarkreis
Creator:
Paulus, Eduard
Shelfmark:
2Kb 939-Text,1
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/393080226_1889/567/
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Rückblick. 
wieder emporstreben. Die Zerstörungen der Sueven, der Alemannen, der Hunnen, 
der Kricgsvölkcr im dreißigjährigen Krieg, der Franzosen am Ende des siebenzehnten 
Jahrhunderts konnten die durch Kelten und Römer zu Grund gelegte, durch das 
Christentum, die Hohenstaufen und das spätere Mittelalter, hier besonders auch durch 
das Württembergische Fürstenhaus geschaffene Kultur nur unterbrechen in ihrem Auf 
steigen bis auf den heutigen Tag, da ein Geschlecht erwachsen ist, das in Wissenschaft 
und Kunst die Errungenschaften der Vergangenheit in sich aufsammelnd, tausend 
Keime vielartigen lichten Lebens für die Ferne der Zukunft verarbeitet, wählerisch 
noch und unstet, aber doch in der Tiefe von Gedanken durchtränkt, welche die Mensch 
heit, nach dem Grundgesetze der Welt, in noch hellere Bahnen, als in unsere noch vom 
Nebel des Mittelalters umrauchten, werden fortleiten müssen. Nichts ging verloren. 
Heilbronn. Schlussstein im Turm der Deutschordenskirche. 
Die untergegangenen Formen steigen wieder empor, durch den Geist der Jetztzeit nm- 
geschmolzen, und doch sanft überhaucht von frühester Erinnerung. 
Was der Kunst ihre Wege gewiesen und Spuren hinterlassen, war natürlich 
der Glaube der Völker, die auf diesem Boden gekämpft und geschafft haben. Von 
den Kelten und den ihnen nachfolgenden, geistverwandten germanischen Sueven, die 
einstens ihre Götter auf heiligen Bergen, an Quellen, Schluchten und Bäumen ver 
ehrten, — haben sich nur solche, der Erde sich anschmiegende, großartig mit der Natur 
aufgehende und deshalb kaum zu vernichtende Werke, abgeschroffte Berghöhen, Ring 
wallzüge und für ihre Toten künstlich aufgetürmte, kegelförmige Berge, Grabhügel, 
erhalten. Die Jnlagen dieser Grabstätten zeigen in keltischer Fürstenzeit edle, und aus
        

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