Volltext : Die Kunst- und Altertums-Denkmale im Königreich Württemberg. Inventar. Neckarkreis (1889)

Anhang.

i.
Baumeister  unö  Bilöbauer  im  UeKarkreis
bis  ums  Jahr  1750.
Von  A.  Klemm,  Dekan  in  Backnang.

Wenn  es  sich  nicht  nur  um  eine  trockene  Zusammenhäufung  von  Namen  und
Zahlen  hier  handeln  soll,  so  müssen  wir  suchen,  den  Stoff  in  gewisse  Gruppen  zn
bringen.  Wir  mögen  dies  erreichen  in  folgender  Weise:  Wie  die  fürstliche  Residenzstadt ­
  an  der  Spitze  des  ganzen  Kreises  steht,  so  werden  wir  in  erster  Linie  die  fürstlichen ­
  Baumeister  und  Bildhauer  zusammen  mit  denen  der  zwei  Hauptresidcnzstädte
Stuttgart  und  Ludwigsburg  aufzuführen  haben,  um  je  an  sic  die  Meister,  welche
in  den  Orten  des  Kreises  herum  die  Plane  jener  auszuführen  gehabt  haben,  anzuschließen, ­
  und  so  mit  der  Zusammenstellung  der  Namen  von  selbst  eine  gewisse  Übersicht ­
  derjenigen  Baugeschichte  unsres  Landes  zu  bekomme»,  welche  in  vorzüglichem
Sinn  die  Württembergische  genannt  zu  werden  verdient,  weil  sie  den  Kern  des  alten
Württemberg  betrifft.  In  zwei  weiteren  Gruppen  schließen  wir  daran  die  Baumeister
und  Bildhauer  der  Klöster  und  die  der  Reichsstädte,  der  zwei  Teile  des  jetzigen
Landes,  welche  ihre  Blütezeit  auch  in  der  Kunst  damals,  als  sie  dem  jetzigen  Württemberg ­
  eingegliedert  wurden,  oder  als  die  eigentlich  württcmbcrgische  Kunst  ins  Leben
trat,  bereits  hinter  sich  hatten,  so  daß  hier  in  der  Hauptsache  die  Vorgeschichte  der
Württembergischen  Kunst  mit  zur  Darstellung  kommt.  In  eine  vierte  Gruppe  müssen
wir  endlich,  nach  Ort  und  Zeit  geordnet,  diejenigen  Werklcute  und  Künstler  verweisen,
welche  wir  nach  den:  Stand  unsres  jetzigen  Wissens  keiner  der  vorigen  Gruppen  einreihen ­
  und  daher  nur  als  vereinzelte  Erscheinungen  aufführen  können.  Dabei  sei  im
voraus  bemerkt,  daß  wir,  um  der  Überfülle  zu  entgehen,  von  denjenigen  Meistern  und
Bildhauern,  die  uns  bis  jetzt  nur  durch  ihre  Zeichen  bekannt  sind  und  nicht  mit
Namen,  nur  die  mit  ausführen  werden,  welche  Bedeutenderes  geleistet  haben  oder
deren  Werke  und  Zeichen  mit  denen  der  namentlich  bekannten  in  untrennbarer  Verbindung ­
  stehen.  Bezüglich  der  übrigen,  sowie  bezüglich  der  Nachweise,  aus  denen
diese  ganze  Zusammenstellung  ruht,  muß  ich  ein  für  allemal  auf  meine  in  den
Württ.  Vierteljahrsheften  für  Landesgeschichte  1882  (Heft  I—III)  und  separat  bei
Kohlhammer  in  Stuttgart  erschienene  Arbeit:  Württ.  Baumeister  und  Bildhauer  bis
ums  Jahr  1750  und  auf  eine  zu  erhoffende  zweite  Bearbeitung  derselben  verweisen.
            
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