9g Schwarzwaldkreis. Oberamt Freudenstadt.
Eine Viertelstunde südlich vom Ort am Bärenwäldchen steht das Bärenkreuz,
ein sehr altes 5 Fuß hohes Steinkreuz mit einem Mann mit Spieß, eiitem Bären,
von einem Hunde gejagt, und einem Totengerippe, jedenfalls Darstellung einer wahren
Begebenheit.
Ursprünglich gräflich sulzisch, dann geroldseckisch, kani die Herrschaft, zu welcher
Lombach, Ober-Jslingen, Schopfloch, Büchenberg, Schömberg u. s. w. gehörten, 1501
durch ft auf an Kloster Alpirsbach.
Weirneck (Nueneck).
Reizend gelegen m dem stillen grünen Glattthal; ev. gotische Kirche zu St.
Georg und Martin, der ungewölbte Chor mit Maßwerkfenstern, der niedrige Turm
mit Tonnengewölbe. Krabbenbesetztes Wandtabernakel, Taufstein, 1524. Grabmäler
mit den Gestalten der Verstorbenen, so der Agnes von Ehingen, 1551. An einer
Emporensäule das Wappen der Edlen von Neuneck, au einem Deckenbalken 1493.
Das neue und das alte Schloß, letzteres in Trümmern.
Ortsadel von 1236 an «Wappen: in rotem Schild ein goldener Querbalken,
darüber ein silberner Stern, Helmzier ein geschlossener Flug mit Balken und Stern
belegt, oder rotgekleideter Weibsrumps mit weiß-schwarzen Büffelhörnern), schon im
13. Jahrhundert in die zwei Linien Neuneck und Glatt geteilt, wovon die erstere im
16. Jahrhundert im Mannsstamm erlosch, weshalb Nenneck mit Böffinge», Unter-
Jflingen und Wömersbcrg an die Ehingen, 1596 an einen von Closen, 1614
an Württemberg kam, während die andere Linie in verschiedenen Zweigen bis 1671
fortbestand, zuletzt noch vom Ruhm des Kriegshelden Alexander von Neuneck, Obersten
eines nach ihm benannten kurbayerischen Regiments (ft 1645), erhellt.
Hbev'-Iflingen (alt Ufeningen).
Stattliche spätgotische, ursprünglich romanische ev. Kirche zum heil. Michael,
früher die Muttcrkirche mehrerer Orte in der Umgegend; sie ist noch wohl erhalten,
mit jetzt auch flachgedecktem, vieleckigem Chor und schönen Maßwerkfenstern. Massiger