Full text: Die Kunst- und Altertums-Denkmale im Königreich Württemberg. Inventar. Schwarzwaldkreis (1897)

10 2 Schwarzwaldkreis. Oberamt Freudenstadt. 
Schönmünzach Glashütte. Schwarzenberg. Thonbach. - Bergbau am Ende des 
16. Jahrhunderts. 
Meinerzcrrr (Reinhardesowe um (255). 
Ev. gotische Kirche, im Chor und oben im Turm noch gotische Maßwerkfenster. 
Der Ort gehörte zur Herrschaft Loßburg; Bergbau auf Silber schon unter 
Herzog Christoph. — Alter Burgstall; westlich davon auf dem Roßberg sei die 
Stadt Rvsenberg gestanden: man sieht noch tvallartige Erhöhungen, einen rnndaus« 
gemauerten Brunnen, den Gallenbrunnen. 
Hlodt. 
Ev. gotische Kapelle, 1520, Reste von Glasmalereien in den Chorfenstern, 
1572. Gotischer Taufstein. Abgegangene Burg lind Burgstall. 
Wölb. 
In der Nähe stand das 1209 von den Pfalzgrafen erbaute Jagdhaus Königs 
wart, dabei, 1598 ff., das alte Kupfer- und Silbcrbergwerk gleichen Namens. An deni 
Schloß war die Inschrift: Rudolfus P. C. de Tuwingen domum istam procuravit 
tieri anno incarnationis Christi MCC nono (1209), nt omnes hic venaturi sui 
sint memores et salutein animae eins imprecentur. — Ein schöner Stein von 
der Burg hat sich noch in der Straßenmauer an der Steige erhalten. 
Lcbopfloch. Filial von Ober-Jflingen. 
Ev. Kirche, 1618, mit romanischem Ostturm; sein Untergeschoß trägt ein gotisches 
Rippenkreuzgewölbe auf Fratzenköpfen. 
Abgegangene Burg. Stadthof, der Stadt Dornstctten gehörig. Schopfloch ist 
die Scopfolder marca in der Bertoldsbaar, wo Kloster Lorsch 772 Schenkungen 
erhielt. Es kam von den Pfalzgrafcn von Tübingen an die Geroldseck, 1501 an 
Kloster Alpirsbach, 1526 an die von Hornberg, 1589 an Württemberg. 
Thumkirrgen (Tungelingen 782). 
Ev. Kirche, 1752, mit schönem gotischem Taufstein, ähnlich Wittlensweiler, 
1609, auch mit gotischem Taufstein. Die alte Wallfahrtskirche zum heil. Martin bei 
Thumlingen wurde 1823 und 1834 abgebrochen. 
Wc>r ner sber g. 
Ev. Kapelle, wohl noch romanisch, mit sehr schönem, geschnitztem Flügelaltar, 
Madonna, St. Sebastian, Joseph, Georg, 1879 restauriert; die Flügel fehlen, auf 
der Predella ist das Dchweißtuch gemalt. — Der Ort war hohenbergisches Lehen 
der Neuneck. Die Hälfte des Ortes brachte Sophie von Neuneck ihrem Gatten Ru 
dolph von Ehingen zu; durch dessen Erbtochter kam sie an Hans Urban von Closen, 
von diesem 1614 an Württemberg.
	        

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