Full text: Die Kunst- und Altertums-Denkmale im Königreich Württemberg. Inventar. Schwarzwaldkreis (1897)

Oberndorf. 
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ihr schlichtes Rippenkreuzgewölbe zeigt auf dem Schlußstein rohgearbeitet das Lamm 
Gottes; in der Ecke ein urtümlicher steinerner Altartisch. Auch der Triumphbogen 
ist noch halbrund. Großer achtseitiger Taufkessel. Der Turm ist noch frühromanisch, 
aus seinem Quaderwerk und mit gekuppelten Würfelknauf-Säulenfenstern mit breiten 
Aufsätzen. Das Steinwerk fast holzartig behandelt. 
Das Pfarrhaus, ein Steinbau aus dem 16. Jahrhundert, soll früher die 
Wohnung des Pater oeconomus der Propstei Herrenberg gewesen sein. — Ortsadel, 
unter den Pfalzgrafen stehend, im 13. und 14. Jahrhundert. 
Nufringen. Unteres Turmsenster. 
Gberndo^f. 
Die kath. Pfarrkirche zur heil. Ursula hat ein 1778—79 erbautes Langhaus, 
der spätgotische Chor ein doppeltes Rippenkreuzgewölbe mit Schlußsteinen, Rosette, 
Lamm Gottes, Loos homo und einen hübschen gotischen Wandtabernakel. Außerdem 
aber besitzt der Chor einen trefflichen spätgotischen Flügelaltar (restauriert 1847 und 
1883) mit vielen geschnitzten Figuren; die bemalten Flügel fehlen, dagegen erhielt 
sich die Predella mit Christus und den zwölf Aposteln auf Goldgrund. Die Mitte 
des Altars enthält die Krönung Mariä, zu seiten fast lebensgroß Petrus und Paulus 
und die beiden Johannes. Oberndorf kam von den Pfalzgrafen von Tübingen an 
die Grafen von Eberstein.
	        

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