Full text: Die Kunst- und Altertums-Denkmale im Königreich Württemberg. Inventar. Schwarzwaldkreis (1897)

Salzstetten. Sulzau. Vollmaringen. Wachendorf. 
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Meiereigebäude, mit dem Wappen des Johanniterritters Ferdinand von Muggenthal 
zu Hexenacker und der Jahreszahl 1609. 
Kcrtzstetten. 
Kath. Kirche zur heil. Agatha, spätgotisch; das ursprünglich romanische Schiff 
zeigt noch zwei Rundbogenfenster, der vieleckige Chor ein scharfgeripptes Netzgewölbe 
auf Apostelbrnstbildern, an den Schlußsteinen St. Johannes, Agatha, Madonna. 
Wandtabernakel mit geschweifter Bogenkrönung, Fialen und Krabben. Großer spät 
gotischer Tanfkessel mit schönen Maßwerkblenden. 
Ehemaliges Schloß Tockenburg, jetzt Gasthaus zur Sonne, mit Rundtürmchen. 
An einer Ecke steht 1564, wohl das Jahr eines Umbaues anzeigend. 
Heiligenbronn, eine Viertelstunde westlich von Salzstetten, mit Kirche, 1757 
ueugebaut, Pfarrhaus und Badhaus. Eine heilkräftige Quelle entspringt unter dem 
Hochaltar; in ihr sei von zwei Hirte,ikindcrn das Muttergottesbild i» der Kirche einst 
aufgefunden worden. 
Sulzau. 
Einfache kath. Kirche zum heiligen Georg. Weitenburg. Schloß mit Schloßgut, 
Eigentum der Freiherrn von Raßler, auf einem Bergvorsprung des linken Ncckarthal- 
gehänges, weithin sichtbar mit seinen stolzen Staffelgiebeln und großen Steinbauten. 
An das mit Staffelgiebeln und Buckelsteinen au den Ecken erbaute alte Schloß stößt 
im rechten Winkel das neuere, im Renaissancestil gehaltene und diesem gegenüber ein 
Querbau mit auffallend schönem Renaissance-Eingang, mit 1661 und Q. V. H., 
Quirin von Hönstett; an einem anderen Eingang die Jahreszahl 1585. An der 
Südseite des Schlosses die Schloßkapelle. 
Eine Achtelstunde westlich vom Ort das Bürgle; hier stand wohl die Burg 
der Herren von Sulzau, schon am Ende des 10. Jahrhunderts genannt; auf der 
gegenüberliegenden linken Seite des Neckarthals die letzten Trümmer der Siegburg. 
■giosCroarmgm. 
Kath. Kirche zum heil. Georg, 1845—47 in gotischem Stil neu erbaut von 
Bauinspektor Rupp in Reutlingen. Im Untergeschoß des 200 Fuß hohen Turmes 
sind Schlußsteine des früheren Chorgewölbes eingemauert: das von Gnltlingensche 
Wappen, Madonna mit Kind, St. Georg und Sebastian. Im Hochaltar großes 
Kruzifix, daneben Johannes und Maria, spätgotisch. 
Auf dem nördlich vom Ort gelegenen Friedhof die noch in romanische Zeit 
zurückreichende Lohudorfer Kapelle, früher die Pfarrkirche von Vollmaringen, Jsels- 
hauseu und Mötzingen. — Gemalte Gedenktafel aus dem 16. Jahrhundert, von 
Wappen umrahmt das Bild der heil. Dreifaltigkeit mit Engeln, Kopie des Albrecht 
Dürerschen Bildes von 1511, und 1725 renoviert. Spätgotische Holzbilder. Ehe 
maliges von Owsches Schloß, ein Querbau mit zwei Flügeln, 1669; der nördliche 
Flügel ist älter und an den Ecken mit Buckelsteincn. 
Wcrcliendorf. 
Kath. Kirche zu St. Petrus und Paulus, ursprünglich romanisch, spätgotisch 
vergrößert, Chor mit einem Netzgewölbe, auf den Schlußsteinen der heil. Petrus und
	        

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