Full text: Deutsche Konkurrenzen (1898/1899, Bd. 9, H. 97/108)

  
  
  
  
  
Aus den Bedingungen. 
Die Stadt Magdeburg eröffnet unter den deutschen Architekten 
einen Wettbewerb zur Erlangung von Entwürfen für den Neubau eines 
städtischen Museums für Kunst und Kunstgewerbe. Die Entwürfe sollen 
gleichzeitig die Erweiterungsmöglichkeit des Museums in thunlichst zwei 
Entwicklungsstadien darthun. 
Die Entwürfe sind bis zum 1. August 1898 in Magdeburg ein- 
zureichen. 
Zur Darstellung des Entwurfes werden verlangt: Ein Lageplan ı : 500. 
Die Grundrisse sämtlicher Stockwerke 1:200. Eine Vorder-‘ bezw. 
Hauptansicht an der Kaiserstrasse, eine Seiten- und eine Rücken-Ansicht 
des Gebäudes an der Oranien- bezw. Heydeckstrasse ı:200. Die zur 
Beurteilung des Entwurfes erforderlichen Quer- und Längsschnitte, ins- 
besondere durch das Haupttreppenhaus ı:200. . Eine perspektivische 
Ansicht des Aeusseren vom Punkt X des Lageplans aus gesehen. 
Sonstige Zeichnungen sollen für die Beurteilung nicht in Betracht kommen, 
Ein Erläuterungsbericht, Ein revisionsfähiger Kostenüberschlag, 
Die Beurteilung der eingehenden Entwürfe erfolgt durch ein Preis- 
gericht; dasselbe besteht aus den Herren: Oberbürgermeister Schneider, 
Magdeburg; Stadtrat Duvigneau, Magdeburg; Stellv, Stadtv.-Vorsteher 
Jaensch, Magdeburg; Stadtverordneter G@ödecke, Magdeburg; Museums- 
direktor Dr. Volbehr, Magdeburg; Geh. Baurat Professor Dr. Wallot, 
Dresden; Professor Friedrich von Thiersch, München; Stadtbaurat 
Professor Licht, Leipzig; Stadtbaurat Kgl. Baurat Peters, Magdeburg. 
Das Preisgericht wird sein Urteil in einem Protokoll niederlegen, 
von welchem jeder der Bewerber auf Verlangen eine Abschrift erhält. 
Die Baukosten sollen den Betrag von 600000 Mark nicht über- 
steigen, einschliesslich der Kosten der Heizungsanlage, ferner der 
Wasser-Zu- und Ableitungen, jedoch ausschliesslich der künftigen Er- 
weiterungen. 
Entwürfe, welche nach dem Urteil des Preisgerichts diese Bau- 
summe um mehr als 10% überschreiten, werden von der Preisbewerbung 
ausgeschlossen, 
Zu Preisverteilungen ist eine Summe von 10500 Mark ausgesetzt 
und zwar: I erster Preis von 4500 Mark, 2 zweite Preise von je 
2000 Mark, 2 dritte Preise von je 1000 Mark, 
Die Stadt Magdeburg behält sich ausserdem das Recht vor, auch 
eine anderweitige Verteilung der Preise nach dem dafür mafsgeblichen 
Urteil des Preisgerichts vornehmen zu dürfen. Sie behält sich weiter 
das Recht vor, einige nicht preisgekrönte Entwürfe für den Preis von 
je 600 Mark als Eigentum zu erwerben, 
Als Bauplatz ist der auf dem Lageplan zwischen der Kaiser- und 
Heydeckstrasse einerseits und der Oranien- und Anhaltstrasse anderer- 
seits belegene, unregelmäfsig gestaltete, unbebaute Block bestimmt. 
  
  
  
  
  
  
   
    
   
  
  
     
     
  
  
  
     
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
    
	        

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