Full text: Deutsche Konkurrenzen (1898/1899, Bd. 9, H. 97/108)

  
  
  
  
   
Aus dem Ausschreiben. 
Zur Erlangung von Entwürfen zum Neubau eines Geschäftshauses 
für die Firma H. ©. Weddy-Pönicke in Halle a. S., Leipzigerstrasse 7, 
wird ein allgemeiner Wettbewerb unter Architekten deutscher Zunge 
eröffnet. 
Die Teilnehmer am Wettbewerb haben einzureichen: Zeichnungen 
der Grundrisse sämtlicher Geschosse im Mafsstabe ı:200. Zeichnungen 
der beiden äusseren Ansichten 1: 200. Zeichnungen der hauptsächlichsten 
Durchschnitte, aus denen sich die Ausbildung der Hoffronten, die 
wesentlichsten Konstruktionen, sowie die Vermittelung des Höhenunter- 
schiedes zwischen Sandberg und Leipzigerstrasse erkennen lassen, I: 200. 
Perspektivische Ansichten sind zulässig, ihre Einsendung bleibt dem 
Ermessen des Bewerbers überlassen. Ein Erläuterungsbericht. Ein 
summarischer revisionsfähiger Kostenüberschlag, berechnet nach Kubik- 
metern umbauten Raumes und nach Quadratmetern bebauter Fläche, 
Für die Berechnung des kubischen Raumes ist die Höhe der Gebäude- 
teile von Kellersohle bis Oberkante Hauptgesims zu rechnen. Giebel 
und ähnliche Aufbauten sind besonders in Betracht zu ziehen. 
Die Entwürfe sind bis zum 25. Oktober cr. an die obengenannte 
Firma einzusenden. Auswärtige Bewerber müssen diesen Zeitpunkt für 
die Aufgabe der Postsendungen innehalten. 
Das Preisrichteramt haben übernommen die Herren: Stadtbaurat 
Prof. Licht, Leipzig. Kgl. Baurat Matz, Halle. Stadtbauinspektor Walbe, 
Halle, Kaufmann Schultz, Halle. Kaufmann Heer, Halle; letztere beiden 
als Vertreter der Firma Weddy- Pönicke. 
Als Preise sind ausgesetzt: 
ein I. Preis... Mk. 1800,— 
en KL 1200, 
U a 000,=— 
Diese Preise werden in der angegebenen Höhe auf alle Fälle 
verteilt, 
Ausserdem können einzelne Entwürfe mit Einverständnis des Ver- 
fassers nach dem Vorschlag des Preisgerichts zum Preise von je 300 Mk. 
angekauft werden. 
Das Geschäftshaus soll auf den im Lageplan dargestellten Grund- 
stücken Leipziger Strasse No. 6 und kleiner Sandberg No. 22 errichtet 
werden. Das aus dem Jahre 1600 stammende Portal, welches sich jetzt 
an dem Hause Leipziger Strasse No. 6 befindet, soll am Neubau 
    
   
    
     
      
   
  
  
  
    
   
  
  
  
     
  
  
  
  
  
  
   
  
  
  
	        

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