Full text: Deutsche Konkurrenzen (1898/1899, Bd. 9, H. 97/108)

  
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Obergeschoss; Archiv für das Bureau von ca. 30 qm, Räume für die Centralheizung 
ınd die Aufbewahrung von Brennmaterial, eventuell das Depöt- Gewölbe (siehe Erd- 
geschoss). 
b. Im Erdgeschoss. 
Dasselbe soll die Geschäftsräume enthalten und zwar: I. ein Kassenlokal 
(Bureau) in einer Grösse von ca. 115 qm, das zu ca. 3/5 von den Arbeitsplätzen, zu 
ca. %/s von dem Zahltische (ca. 10 m lang) und dem Raume für das Publikum ein- 
genommen werden soll; 2. ein Arbeitszimmer für den Geschäftsführer, ca. 22 qm; 
- ein sogenanntes Privatzimmer für denselben, ca. 18 qm; 4. ein Sitzungszimmer für 
lie Administration, ca. 30 qm; 5. ein Geschäftsgewölbe (für den Geschäftsführer und 
die Administration), ca. 18 qm (ca 5><3"/z2 m); 6. ein Bureaugewölbe, ca. 6 qm; 
ein Depötgewölbe, ca. ı2 qm; 8. ein Vorraum dazu, ca. I5 qm, für Boxes; 
9. ein Teler raum; 10. ein Garderobenraum für die Bureau-Beamten; 11. ein ab- 
getrennter Arbeitsraum (Kabinett) für den Revisor; 12. ein kleiner Raum (Kabinett) 
für Boten. Diese beiden Räume (1t und 12) sind sehr erwünscht, werden jedoch 
nicht unbedingt verlangt. 
Ein Hauptgewicht wird auf die Erfüllung der folgenden Bedingungen über die 
Lage der genannten Räume zu einander gelegt: 
Der Arbeitsraum des Geschäftsführers (2) muss mit dem Arbeitsraum: im 
Kassenlokal (1), dem Privatzimmer (3) und dem Vorraum des Depötgewölbes (8) in 
direkter, mit dem Geschäftsgewölbe (5) in indirekter, durch das Privatzimmer oder 
durch das Sitzungszimmer (4). oder durch beide führende Verbindung stehen, auch 
muss dasselbe (2) von dem Publikum bequem und ungehindert zu erreichen sein. 
Das Sitzungszimmer der Administration (4) soll möglichst mit dem Arbeits- 
zimmer (2) bezw. dem Privatzimmer des Geschäftsführers (3) und dem Geschäfts- 
gewölbe (5) in Verbindung stehen; der Zugang zum Sitzungszimmer kann durch eines 
oder beide dieser genannten Räume (2 und 3) erfolgen. 
Das Bureaugewölbe (6), das Botenkabinett (12) und der Arbeitsraum für den 
Revisor (11) müssen mit dem Arbeitsraume im Bureau (1) in unmittelbarer Ver- 
bindung stehen. 
Der Telephonraum muss von dem Arbeitsraume im Bureau (1) und von dem 
Arbeitszimmer des Geschäftsführers (2) aus leicht erreichbar sein. 
Die angegebenen Mafse sind als Mindestmafse anzusehen, unter die nicht 
hinuntergegangen werden darf, die wohl aber nach Bedarf etwas überschritten 
werden dürfen. 
Sollte es nicht möglich sein, alle Räume zweckmäfsig im Erdgeschoss unter- 
zubringen, so bleibt es gestattet, das Depötgewölbe (7) mit seinem Vorraum (8) in 
das Kellergeschoss zu verlegen, doch muss dasselbe dann bequem sowohl von dem 
Publikum als vom Geschäftsführer zu erreichen sein. 
Die sämtlichen Gewölberäume sind fensterlos anzulegen. 
Auf eine spätere Vergrösserung des Kassenlokals ist Bedacht zu nehmen. 
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c. Im Obergeschoss 
soll die Wohnung für den Geschäftsführer untergebracht werden. Dieselbe besteht 
aus: 3 Wohnzimmern, eines davon mit Erker oder Balkon, ı Schlafzimmer mit an- 
stossendem Badezimmer und einem Schrankzimmer, 1—2 Fremdenzimmern, ı Mädchen- 
zimmer, Küche mit Spülküche und Speisekammer, Wandschränke im Flur, Schlaf- 
zimmer und Fremdenzimmer sind erwünscht. 
d. Im Dachgeschoss. 
Einige Zimmer bezw. Kammern, Trockenboden, 
Der Zugang zur Etagentreppe kann mit dem Eingang zu den Geschäftsräumen ver- 
bunden werden, doch muss die Treppe in einem für sich abzuschliessenden Raume liegen, 
Bezüglich der Architektur der Fassaden werden keine besonderen Vorschriften 
gemacht, doch soll das Aeussere des Gebäudes in dauerhaftem. Material hergestellt 
werden, in gefälliger Weise der Bedeutung des Gebäudes Ausdruck verleihen und 
der Lage des Bauplatzes Rechnung tragen, 
(Fortsetzung Seite 32.) 
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