62 Die elektrischen Signaleinrichtungen.
Kernen in der Ruhe sicher festgehalten werden und die
Klingel nicht in Thätigkeit treten kann. Die‘ Läutewerks-
zeichen gehen zwar auch über die Klingelwerke, dieselben
bleiben aber in Ruhe, die Elektromagnetrollen können den
starken Induktionsstrom, ohne Schaden zu nehmen, über-
leiten. Der Batteriestrom ist mit dem Läutewerksstrom
(Induktionsstrom) gleichgerichtet, um den Jetzteren nicht zu
sehr abzuschwächen, SO dass die Abgabe der Läutewerks-
zeichen stets gesichert ist. In der Ruhe zirkuliert ein
Batteriestrom von 0,040. Ampere, bei eingeschalteten Appa-
raten ein solcher von gleicher Stärke; der Läutewerksstrom
beträgt etwa 50 Milliampere.
h) Der Stromlauf der Zugm eldeapparate ist in
Fig. 5 Tafel VI dargestellt; es kommen vier verschiedene
Fälle in Betracht:
1. Batterie-Stromlauf in der Ruhe: Station I
Batterie B2 — Pol, Fussumschalter 2 1] Erde; Batterie B2 +
Pol, Klingelwerks-Elektromagnete K2 1 2, Induktortaste J 1 2
(Ruhekontakt), Leitung L_Läutewerksleitung, Station II, In-
duktor J 12 2a (Tasterhebel und Ruhekontakt), Klingelwerk K
21, ‘Batterie Bi‘ — +, Umschalter 2 1, Erde,
9, Batteriestromlauf beim Anruf nach eingeschal-
tetem Morseapparat z. B. auf Station I: der Anker der
Klingel in I fällt ab und wird während des Tasterhebens
nicht‘ wieder angezogen, dagegen kommt in IL die Klingel
in Thätigkeit von dem Strom der dortigen Linienbatterie:
Bı + Umschalter 2, Klingel 3 2 1— Bı (letztere arbeitet
mit Selbstunterbrechung).
3.Stromlaufnach Einschaltung beider Schreib-
apparate: Station I Batterie B2 — Fussumschalter 4,
Apparatumschalter I, Schreibapparat, Morsetaster, Galvano-
meter, Apparatumschalter II, Lokalbatterie Bs + — Erde,
Linienbatterie B2 + Klingel K2 1 2, Induktor J 2 1 Lei-
tung L, Läutewerk, Station IL Induktor J 2a 1 a, Klingel
K 2 1, negativer und positiver Pol der Linienbatterie Bı,
Fussumschalter U 4, Apparatumschalter I, Apparat, Taster,