Full text: Deutsche Konkurrenzen (1902, Bd. 14, H. 157/168)

  
Aus dem Ausschreiben. 
I. Allgemeine Bestimmungen. 
1. Aus Anlass der Erweiterung der Stadt Metz und der zu diesem 
Zweck erfolgenden Niederlegung eines Teils ihrer Umwallung soll der 
jetzige, vor dem Prinz Friedrich Karl-Thor als Kopfstation erbaute Haupt- 
peisonenbahnhof durch einen etwas weiter östlich, in der Hauptsache 
auf ehemaligem Festungsgelände gelegenen, Durchgangsbahnhof er- 
setzt werden, dessen Höhenlage die Unterführung der die Bahn kreu- 
zenden Strassen und der zur Vermittelung des Verkehrs von und nach 
den Zwischenbahnsteigen erforderlichen schienenfreien Zugänge gestattet, 
2. Die Lage des neuen Bahnhofs und ‚der für den Wettbewerb in 
Betracht kommenden Bahnhofshochbauten ergiebt sich aus dem Be- 
bauungsplan des Stadterweiterungsgeländes. Letzteres ist zur 
Zeit noch micht eingeebnet. Auf dem ‚mit A bezeichneten Bauviertel 
soll demnächst das Hauptpostgebäude errichtet werden. 
3. Auf der Südostseite des polygonal begrenzten Platzes, östlich 
von A, soll das neue Empfangsgebäude derart angeordnet werden, 
dass der den Zugang zur grossen Schalterhalle enthaltende Hauptteil 
der Platzfassade von den Hauptzugangsstrassen B.C. und D.E. des 
Bahnhofs thunlichst weit übersehen werden kann. 
Der zweistöckige Eilgutschuppen nebst Zubehör ist an die 
rdostseite des Empfangsgebäudes anzubauen, 
In einem etwas untergeordneter zu behandelnden Gebäude süd- 
westlich vom Empfangsgebäude sollen die Räume für den Stations- 
dienst untergebracht werden, während noch weiter südwestlich ein 
zweistöckiges Packetpostgebäude zu errichten ist. 
Letzteres ist ebenfalls ohne übertriebenen Aufwand zu entwerfen, 
wenn auch auf eine sorgfältige Ausgestaltung des von den drei Gebäuden 
umgebenen Hofes schon mit Rücksicht darauf Wert gelegt werden muss, 
dass an demselben zweckmässig die Kaiserzimmer des Empfangs- 
gebäudes unterzubringen sind, 
4. Zwischen dem Empfangsgebäude und dem hochgelegenen Haupt- 
bahnsteig ist in Höhe der zu ebener Erde liegenden Schalterhalle und 
der Wartesäle als Zugang und Verbindung mit den anderen Räumen 
des Erdgeschosses eine Flurhalle anzuordnen, von welcher ein Tunnel 
für Gepäck und Eilgut, und etwa in der Achse der Schalterhalle 
der Hauptdurchgang für die abgehenden und ankommenden 
Reisenden nach und von den Zwischenbahnsteigen führen soll: Für 
den Fall späteren Bedarfs ist ein weiterer, auf den Zwischenraum zwischen 
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