Italien als Vorbild
Die Architektur Italiens gehört zu den wichtigsten Referenzpunkten der Architekturgeschichte. Besonders die Bauten der Antike und der Renaissance galten über Jahrhunderte hinweg als vorbildhaft und wurden immer wieder besucht, studiert und dokumentiert. Einen Höhepunkt erreichte dieses Interesse im 18. Jahrhundert, als die Grand Tour, die Bildungsreise nach Süden, bei den gehobenen und gebildeten Kreise Europas in Mode kam. Auch für angehende Architektinnen und Architekten war ein Studienaufenthalt in Italien Pflicht.
Die wachsende Nachfrage nach Informationen zur italienischen Architektur wurde durch eine immer größere Anzahl an Bilddrucken und Büchern bedient. Inhaltlich und formal deckten sie ein breites Spektrum ab, das von Tafelserien über handliche Reiseführer bis hin zu gelehrten Abhandlungen reichte. Solche Publikationen gelangten oft im Gepäck der Reisenden zurück in ihre Heimat und dienten dort nicht nur als Souvenirs, sondern auch als Nachschlagewerke und Vorlagensammlungen.
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