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Die Logik der Dichtung

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Bibliografische Daten

fullscreen: Die Logik der Dichtung

Monografie

Persistenter Identifier:
1464595917209
Titel:
Die Logik der Dichtung
Autor:
Hamburger, Käte
Verleger/Verlag:
Ernst Klett Verlag
Erscheinungsort:
Stuttgart
Erscheinungsjahr:
1968
Umfang:
284 S.
Sprache:
deutsch
Strukturtyp:
Monografie
Standort:
Universitätsbibliothek Stuttgart
Signatur:
2L 2061(2)
Bemerkung:
Zweite, stark veränderte Auflage
Lizenz:
http://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/

Kapitel

Titel:
Die fiktionale oder mimetische Gattung
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
Die epische Fiktion (oder die Er-Erzählung)
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
Das fiktionale Erzählen und seine Symptome
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
Die Zeitlosigkeit der Fiktion
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Die Logik der Dichtung
  • Einband
  • Titelseite
  • Impressum
  • Inhalt
  • Vorwort
  • Einleitung: Begriff und Aufgabe einer Logik der Dichtung
  • Die sprachtheoretischen Grundlagen
  • Die Begriffsbildung 'Dichtung und Wirklichkeit'
  • Das Aussagesystem der Sprache
  • Die fiktionale oder mimetische Gattung
  • Vorbemerkung: Der Begriff der literarischen Fiktion
  • Die epische Fiktion (oder die Er-Erzählung)
  • Das fiktionale Erzählen und seine Symptome
  • Das epische Präteritum
  • Die Verben der inneren Vorgänge
  • Die erlebte Rede
  • Die Zeitlosigkeit der Fiktion
  • Das historische Präsens
  • Das Zeitproblem im historischen Roman
  • Stilistische Aspekte
  • Die Raumdeiktika
  • Das fiktionale Erzählen - eine (flukturierende) Erzählfunktion
  • Die dramatische Fiktion
  • Die filmische Fiktion
  • Die lyrische Gattung
  • Das System der Wirklichkeitsaussage und der Ort der Lyrik
  • Die lyrische Subjekt-Objekt-Korrelation
  • Die Beschaffenheit des lyrischen Ich
  • Die Sonderformen
  • Die Ballade und ihr Verhältnis zu Bild- und Rollengedicht
  • Die Ich-Erzählung
  • Zum Symbolproblem der Dichtung
  • Namenverzeichnis

Volltext

82 
zurückliegende oder unbestimmte Zeitpunkte machen. Wir können sagen: 
gestern oder vor einer Woche radelte Peter nach der Stadt, aber wir pflegen 
nicht zu sagen: vor zehn Jahren oder Anfang dieses Jahrhunderts radelte 
Peter nach der Stadt, oder gar: stand er vom Stuhle auf. ln der Wirklichkeits 
aussage bedienen wir uns solcher Situationsverben im Imperfekt nur in bezug 
auf kurz vergangene Zeitpunkte. Und zwar deshalb, weil diese Verben eine 
konkrete, von mir, dem hier und jetzt Aussagenden noch übersehbare, erinnerte 
Situation bezeichnen. In einer Wirklichkeitsaussage könnte ein Satz wie der 
unseres Textes nicht Vorkommen. In ihr würde die Beziehung eines sich von 
seinem Lager erhebenden jungen Mannes zu der Angabe, daß die Stadt 
Zürich, in der dies gegen Ende der achtzehnhundertzwanziger Jahre geschah, 
mit weitläufigen Festungswerken umgeben war, nicht möglich sein. Lesen 
wir den Text, ohne zu wissen, aus welchem Zusammenhang er stammt, wis 
sen wir dennoch sofort, daß es sich hier nicht um einen Wirklichkeitsbericht 
handelt. Das erste Verb, das uns begegnet, »erhob sich von seinem Lager« 
macht erkennbar, daß wir es mit einer fiktionalen Erzählung zu tun haben. 
Und dieses Verb tut sogleich noch mehr, es vernichtet die Zeitangabe in ihrer 
Eigenschaft als Vergangenheitsangabe, und tut das, obwohl es im Imperfekt 
steht. Es macht vielmehr die angegebene vergangene Zeit gegenwärtig ebenso 
wie den Raum, zu einer jetzt und hier vorhandenen fiktiven Situation, in der 
sich unser »junger Mann« nicht erhob, sondern sich erhebt. Was aber ge 
schieht mit der Angabe einer schon für den Autor der Züricher Novellen zu 
rückliegenden Zeit? Sie verliert ihre Funktion als historische Vergangen 
heitsaussage, sie gibt bloß den Schauplatz an, den wir als den der kommenden 
Erzählung nun betreten haben, das Bild der Stadt Zürich, die zu dieser Zeit 
noch von Festungswerken umgeben war. Das Situationsverb vernichtet den 
Vergangenheitscharakter, den in einer Wirklichkeitsaussage sowohl Zeitan 
gabe wie präteritive Form haben, und stellt eine fiktive Gegenwart her, die 
sich dann sogleich durch alle weiteren Erzählungsmomente immer deutlicher 
und intensiver herstellt. Lesen wir weiter, 
Herrn Jacques’ Morgengemüt war nicht so lachend wie der Himmel, denn er hatte eine 
unruhige Nacht zugebracht, voll schwieriger Gedanken und Zweifel über seine eigene Person. 
so erlebt der Leser wie der Dichter, der es schrieb, dies nur in der Weise, daß 
Herrn Jacques’ Morgengemüt nicht lachend ist —- in dem fiktiven Augen 
blick des Daseins dieser fiktiven Gestalt. Das entscheidende fiktionalisierende 
Element ist in diesem Texte also das Situationsverb, das bereits die Mächtig 
keit hat, den Vergangenheitscharakter von Tempora und Zeitadverbialen
	        

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