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Sitzungs-Protokolle / Verein für Baukunde in Stuttgart (1876)

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Public Domain Mark 1.0. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

fullscreen: Sitzungs-Protokolle / Verein für Baukunde in Stuttgart (1876)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
1466506725020
Titel:
Monatsschrift des Württembg. Vereins für Baukunde in Stuttgart
Erscheinungsort:
Stuttgart
Frühere Titel:
Sitzungs-Protokolle / Verein für Baukunde in Stuttgart (1870-1884)
Versammlungs-Berichte / Württembergischer Verein für Baukunde in Stuttgart (1885/86-1892)
Signatur:
verschiedene Signaturen
Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Zeitschriften
Lizenz:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de

Band

Persistenter Identifier:
1466506725020_1876
Titel:
Sitzungs-Protokolle / Verein für Baukunde in Stuttgart
Untertitel:
: vom ... Halbjahr ...
Jahrgang/Band:
1876
Verleger/Verlag:
W. Kohlhammer'sche Buchdruckerei
Erscheinungsort:
Stuttgart
Umfang:
getr. Zählung
Sprache:
deutsch
Strukturtyp:
Band
Standort:
Universitätsbibliothek Stuttgart
Signatur:
1Ba 280-1876
Lizenz:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de

Ausgabe

Titel:
Sitzungs-Protokolle vom ersten Halbjahr 1876. Vom Monat Januar bis ult. Mai. Erste bis incl. zehnte Versammlung und 2 Excursionen enthaltend nebst einer abgesonderten Haupt-Beilage
Strukturtyp:
Ausgabe

Artikel

Titel:
Fünfte ordentliche Versammlung vom 11. März 1876
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Monatsschrift des Württembg. Vereins für Baukunde in Stuttgart
  • Sitzungs-Protokolle / Verein für Baukunde in Stuttgart (1876)
  • Einband
  • Sitzungs-Protokolle vom ersten Halbjahr 1876. Vom Monat Januar bis ult. Mai. Erste bis incl. zehnte Versammlung und 2 Excursionen enthaltend nebst einer abgesonderten Haupt-Beilage
  • Erste ordentliche Versammlung vom 8. Januar 1876
  • Zweite Versammlung als Generalversammlung vom 22. Januar 1876
  • Dritte ordentliche Versammlung vom 5. Februar 1876
  • Vierte ordentliche Versammlung vom 26. Febr. 1876
  • Fünfte ordentliche Versammlung vom 11. März 1876
  • Sechste ordentliche Versammlung vom 25. März 1876
  • Siebente ordentliche Versammlung vom 8. April 1876
  • Achte ordentliche Versammlung vom 22. April 1876
  • Besichtigung der Johanneskirche und des Festsaals der Liederhalle in Stuttgart. Sonntag, den 23. April 1876
  • Neunte ordentliche Versammlung vom 6. Mai 1876
  • Zehnte ordentliche Versammlung vom 20. Mai 1876
  • Referat über die am 28. Mai stattgehabte Excursion des Vereins für Baukunde nach der Solitude. (Mit 2 Zeichnungsbeilagen)
  • Ausschußsitzung vom 16. Juni 1876
  • Ausschußsitzung vom 14. Juli 1876
  • Beilage 1 zur 8. ordentl. Versammlung. Referat des Oberbaurath Binder über die Abrutschungen des Banhofs Horgen am Zürichsee. Stuttgart, im April 1876
  • Beilage 2 zur 9. u. 10. ordentl. Versammlung. Bericht betreffend die Minimalstärke für steinerne Mittelpfeiler eiserner Balkenbrücken (insbesondere großer Strombrücken). Stuttgart, Anfang Mai 1876 [Professor Baurath Hänel - Berichterstatter, Professor Laißle, Oberbaurath Binder, Bauinspektor Knoll]
  • Beilage 3 zur 10. ordentl. Versammlung. Referat über die von dem Architekten- und Ingenieur-Verein für Niederrhein und Westphalen gestellte Frage: Welche Fortschritte hat im Bereiche der einzelnen Vereine des Verbandes die Ausführung der Gebäude im reinen Konstruktionsbau (ohne Verputz) in den letzten Jahren gemacht und in welchem Zusammenhang hiermit steht die Vervollkommnung der Ziegelfabrikation sowie die Erleichterung des Transportes auf den Eisenbahnen? Stuttgart, den 20. Mai 1876 [Die Commission: Baurath Bok, Baurath Wolff, Professor Dollinger]
  • Ergänzung des Mitgliederverzeichnisses
  • Schloss Solitude, Grundriss. Erbaut in den Jahren 1763 – 1767 nach den Planen Weihings & Fischers unter Herzog Carl von Württemberg
  • Schloss Solitude. Perspektive
  • Sitzungs-Protokolle vom zweiten Halbjahr 1876. Vom Monat Juni bis ultimo December. Elfte bis incl. sechzehnte Versammlung enthaltend.
  • Farbinformation
  • Einband

Volltext

9 
Der Vorsitzende weist auf das in der letzten Sitzung un 
erledigt gebliebene Kapitel III. über Größe der Kanäle bezw. 
Annahme' der Rcgenhöhe hin. Die Kommission habe deßhalb 
noch einmal eine Sitzung zur Berathung über diesen Kardinal 
punkt gehabt, über dessen Beantwortung nun eine neue Fassung 
vorliege. 
Herr Baurath Kaiser berichtet, daß der größte Theil der 
Kommission sich mit den von Gordon vorgeschlagenen Regen 
höhen mit geringen Abweichungen einverstanden erklärt habe. 
Die neue Fassung lautet hienach: 
„Von größter Wichtigkeit ist eine möglichst richtige An 
gabe der Rcgenhöhe, weil davon die Größe der Kanäle und 
somit auch die Kosten derselben abhängen. 
Wollte man die Größe der Kanäle so bemessen, daß 
dieselben auch die größten vorkommenden Gewitterregen, 
welche sich möglicherweise auf das ganze Niederschlagsgebiet 
ausdehnen, abzuführen im Stande wären, so würden die 
selben viel zu große Dimensionen erhalten. 
Zur Vermeidung der Anlage solch übermäßig großer 
Kanalbauten und der daraus hervorgehenden bedeutenden 
KostciHat nun Gordon vorgeschlagen, an geeigneten Punkten 
Regenauslässe anzubringen, welche bei heftigen Gewitterregen 
dasjenige Wasscrquantum, welches die Kanäle nicht mehr 
fassen können, auf dem kürzesten Wege nach dem Nesenbache 
abführen, wodurch die Kanäle beliebig entlastet werden. 
Eine solche Entlastung mittelst Rcgcnauslässcn ist jedoch 
bei dem Vogelsangdistrikt nicht möglich, daher Gordon für 
dieses Gebiet eine besondere Regenhöhe angenommen hat. 
Gordon hat nun die Größe der Hauptanslaßkanäle so 
bemessen, daß dieselben im Stande sind, das Brauchwasser 
sowie das Wasser kleinerer Regen abzuführen. 
Mit den von Gordon zur Bestimmung der Größe der 
Kanäle aufgestellten Prinzipien erklärt sich die Kommission 
einverstanden, zugleich aber möchte sie nicht unerwähnt lassen, 
daß es eine gewagte Sache ist, sich ganz bestimmt für An 
nahme von gewissen Regcnhöhen auszusprechen, weil die in 
früherer Zeit gemachten Beobachtungen (wie auch Gordon 
auf S. 41 seines Berichtes erwähnt) nicht mit der zu diesem 
Zwecke erforderlichen Genauigkeit, d. h. nicht in der Weise 
angestellt wurden, daß die Dauer und Menge der einzelnen 
Regenfälle besonders aufgezeichnet worden sind, sondern ge 
wöhnlich nur für einen Äeobachtungstag die Niederschläge 
gemessen wurden. 
Es dürfte sich deshalb empfehlen, in Zukunft öftere und 
genaue Beobachtungen über die Höhe und Zeitdauer der ge 
fallenen Regenmengen anzustellen, wie dies bereits von 
Prof. vr. Schober geschieht. 
Gleichzeitig mit diesen Beobachtungen sollten Messungen 
in den vorhandenen Wasserläufcn an hiezu geeigneten Stellen 
über Geschwindigkeit und Durchflußprofil vorgenommen wer 
den, um daraus die abgelaufene Wassermenge bezw. den zum 
gleichzeitigen Abfluß gelangenden Procentsatz des Gesammt- 
niederschlags berechnen zu können. Um nun einen einfachen 
Maßstab über Regenhöhe und Zeit des Abflusses für die 
nachstehenden Berechnungen zu erhalten, halte es die Kom 
mission für angemessen, die Wassermenge einzuführen, welche 
binnen einer Sekunde auf eine Fläche von I Million Öl Meter 
oder 1 QSilm. fällt, und sie glaubt die in Frage 4 enthal 
tenen Punkte folgendermaßen beantworten zu sollen: 
ad a. Die von Gordon zur Bestimmung der Hauptauslaß- 
kanäle vorgeschlagene Regenhöhe von 1,25 mm. pr. Std., 
welche diese außer dem Verbrauchswasser abführen sollen, 
hält die Kommission für genügend. Dieser Regenhöhe 
entspricht das von 1 Million HjMeter pro Sekunde 
abfließende Wasserquantum von 0,347 Kbm. 
ad b. Die für die Hauptkanäle des südöstlichen obern Systems 
angenommene Regenhöhe von 6 mm. pro Stunde oder 
die von IlllKlm. pro Sekunde abfließende Wassermenge 
von 1,65 Kbm. wird von der Kommission ebenfalls ge 
billigt. 
ad c. Für den Vogelsangdistrikt, glaubt die Kommission, dürfte 
die Regenhöhe von 4,5 mm. pr. St. oder der Abfluß von 
1,25 Kbm. pro Sekunde und pro 1 Ol Klm. wohl auf 
1,5 Kbm. erhöht werden, da dieses Gebiet wie schon 
erwähnt, nicht entlastet werden kann und durch Annahme 
einer größeren Regenmenge bezw. Anlage größerer 
Kanäle jedenfalls Uebcrschwemmungen viel seltener vor 
kommen werden. 
ad d. Mit der Annahme, daß das zu gleicher Zeit zur Ab 
führung gelangende Wafserquantum nur 27 */ 2 pCt. des 
Gesammtniedcrschlags betrage, kann die Kommission sich 
insoweit einverstanden erklären, als es sich hiebei um 
heftige Regen handelt, welche jedoch meist nur kurze 
Zeit dauern und sich auf ein größeres Gebiet aus 
dehnen. 
Daß die Annahme eines gleichzeitigen Abflusses von 
27.5 pCt. des Gesammtniederschlags mit der Wirklichkeit 
ziemlich übereinstimmt, zeigen die von Herrn Oberbaurath 
v. Egle und von Herrn Prof. vr. Schober am 23. Juni 
1873 zu gleicher Zeit gemachten Beobachtungen. 
Letzterer beobachtete eine Regenhöhe von 19,5 mm. pro 
Stunde, während der Erstere mehrere Querprofile der Strecke 
des Nesenbachs zwischen dein zuletzt überwölbten Theile des 
selben beim Rondel der Ncckarstraße und zwischen einem 
Punkte unterhalb der Brücke an der Retraitestraße zu gleicher 
Zeit aufnehmen ließ. 
Das Regengebiet des Nesenbachs an dem obern Punkte 
beträgt ca. 22 OKlm., abgeflossen ist eine Wassermenge von 
32 Kbm. pro Sekunde; die hiezu nöthige Rcgenhöhe be 
trägt daher pro Stunde 5,256 mm.; die beobachtete ist 
19.5 mm., d. h. es sind 27,6 pCt. des beobachteten Nieder 
schlags zum gleichzeitigen Abfluß gekommen. 
Im Allgemeinen wird bei kurzen Kanalstrecken oder bei 
lang anhaltenden Regen dieser Procentsatz von 27,6 pCt. 
wohl zu gering bemessen sein; doch ist in letzterem Falle die 
Annahme eines Procentsatzes auch nicht von besonderem Werth, 
da die Kanäle die kleinen Regen vollständig und mit Leich 
tigkeit abführen können. 
Für Nebenkanäle, deren Areal größtenteils in bebautes 
Terrain fällt, glaubt die Kommission, mit Rücksicht auf 
größere Niederschläge, wie sie auch schon vorgekommen sind, 
mindestens die von Schober beobachtete Regenhöhe von 
19,5 mm. pro Stunde zu Grunde legen zu sollen, wovon 
aber 60 pCt. zum gleichzeitigen Abfluß gelangen. Dies gäbe 
einen Zufluß von 3,2 Kbm. pro Sekunde von 1 lüKlm. 
oder rund 3,5 Kbm. 
Durch Zugrundlegung dieser Rcgenhöhen bei Bestimmung 
der Kanaldimensionen und durch Anbringung von Regenaus 
lässen ist jedenfalls dafür gesorgt, daß die Kanäle auch die 
Wassermassen der größeren Gewitterregen abführen können, 
ohne eine Ueberlastung befürchten zu müssen. 
Hiedurch ist aber nicht ausgeschlossen, daß auch in 
größeren Zeitabschnitten wie beispielsweise in den Jahren 
1824 und 1851 ganz außerordentliche Niederschläge eintreten 
können, welche einzelne Kanäle nicht im Stande sein werden, 
zu gleicher Zeit vollständig abzuführen; es ist möglich, daß 
dann kleinere Ueberschwemmungen vorkommen können, welche 
aber nur kurze Zeit anhalten und erheblichen Schaden nicht 
anrichten werden, da solche Ueberfüllungcn meist nur in den 
Sammelkanälen der unteren Gebiete eintreten würden. 
Würden sich für einzelne Hauptkanäle bei der obigen 
Berechnung zu kleine Dimensionen ergeben, so ist in solchen 
Fällen nicht außer Acht zu lassen, daß dieselben wenigstens 
die zum Begehen nothwendigen Dimensionen haben müssen." 
Die Versammlung erklärt sich mit der neuen Fassung ein 
verstanden. 
Es wird nun, da die Fragen 5, 6 und 7 schon in letzter 
Versammlung zpr Berathung kamen, zu Abschnitt IV, „Be 
schreibung baulicher Details" übergegangen. 
Die Beantwortung Seitens der Commission der Fragen 
8 und 9 bezüglich der Spülvorrichtungen und bezüglich der 
Einsteigschächte wird von der Versammlung gebilligt.
	        

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