digibus Logo
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Sitzungs-Protokolle / Verein für Baukunde in Stuttgart (1879)

Access restriction

There is no access restriction for this record.

Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: Sitzungs-Protokolle / Verein für Baukunde in Stuttgart (1879)

Collection Object

Persistent identifier:
1466506725020
Title:
Monatsschrift des Württembg. Vereins für Baukunde in Stuttgart
Place of publication:
Stuttgart
Former titles:
Sitzungs-Protokolle / Verein für Baukunde in Stuttgart (1870-1884)
Versammlungs-Berichte / Württembergischer Verein für Baukunde in Stuttgart (1885/86-1892)
Shelfmark:
verschiedene Signaturen
Structure type:
Periodical
Collection:
Periodicals
License:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de

Collection Object

Persistent identifier:
1466506725020_1879
Title:
Sitzungs-Protokolle / Verein für Baukunde in Stuttgart
Other titles:
: aus dem Vereinsjahr ...
Volume:
1879
Publisher:
W. Kohlhammersche Buchdruckerei
Place of publication:
Stuttgart
Extent:
getr. Zählung
Language:
german
Structure type:
Volume
Physical location:
Universitätsbibliothek Stuttgart
Shelfmark:
1Ba 280-1879
License:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de

Collection Object

Title:
Sitzungs-Protokolle vom ersten Halbjahr 1879. Vom Monat Januar bis incl. September.
Structure type:
Issue

Collection Object

Title:
Besichtigung der Neuen katholischen Kirche in Stuttgart
Structure type:
Article

Contents

Table of contents

  • Monatsschrift des Württembg. Vereins für Baukunde in Stuttgart
  • Sitzungs-Protokolle / Verein für Baukunde in Stuttgart (1879)
  • Cover
  • Sitzungs-Protokolle vom ersten Halbjahr 1879. Vom Monat Januar bis incl. September.
  • Erste ordentliche Versammlung vom 11. Januar 1879
  • Zweite Versammlung zugleich 36. Jahres-Generalversammlung am Samstag, den 18. Januar 1879
  • Dritte ordentliche Versammlung vom 1. Februar 1879
  • Vierte ordentliche Versammlung vom 15. Februar 1879
  • Fünfte ordentliche Versammlung vom 2. März 1879
  • Sechste ordentliche Versammlung vom 29. März 1879
  • Siebente ordentliche Versammlung vom 5. April 1879
  • Achte ordentliche Versammlung vom 19. April 1879
  • Neunte ordentliche Versammlung vom 3. Mai 1879
  • Besichtigung der Neuen katholischen Kirche in Stuttgart
  • Zehnte ordentliche Versammlung vom 17. Mai 1879 [...] Ausstellung von Hochbauplänen, Modellen etc.
  • Exkursion nach Maulbronn
  • Elfte, außerordentliche Versammlung vom 27. Juni 1879
  • Referat und Beschluß über [...] die Frage: Welche Mittel und Wege sind geeignet, der Einführung des Eisens in den Hochbau mehr Eingang zu verschaffen?
  • Notizen, gesammelt auf einer reise nach Belgien und England
  • Über die Konstruktion der städtischen Straßen und Pferdebahnen
  • Referat über die [...] Frage: Was für Erfahrungen sind im Vereinsgebiete mit Betonbauten im Hochbau- und Ingenieur-Wesen gemacht? [...]
  • Referat über die Frage aus dem Fragekasten: "Ist es nöthig oder erscheint es wünschenswerth, daß für Asphaltstraßen das Hufbeschläg der Pferde geändert (die Stollen weggelassen) werden, [...]
  • Geschichte der neueren Architektur in Württemberg, vorgetragen bei der Eröffnung der Ausstellung von Hochbauplänen
  • Bericht über die Ausstellung von architektonischen Plänen und Entwürfen, vornemlich aus dem Gebiete des Profanbaues
  • Tafel I. Straßenbahn. System Demerbe. (Strassburg, Brüssel)
  • Sitzungs-Protokolle vom zweiten Halbjahr 1879. Vom Monat Oktober bis incl. Dezmber.
  • Colour checker
  • Cover

Full text

17 
O 
Polster in den Fugen der Rippen und der gewöhnliche Mörtel 
in den Fugen der Kappen, dem ganzen Gewölbe die während 
-der Ausführung und kurz nachher so erwünschte Biegsamkeit 
ohne Nachtheil gewähren. Die 15 m hohen Mauern der 
Seitenschiffe sind nur 63 cm dick. Sie sind wie im Aeußern 
so auch im Innern unverblendet. Ucberhaupt findet sich nir 
gends an und im Bau irgendwelche Verblendung. Die sparsame 
Malerei im Innern, theils Tempera-, theils Oelmalerei, ist 
direkt auf die Backstein- oder Sandsteinfläche aufgetragen und 
Dom Maler Loosen aus Cöln ausgeführt worden. Die 
Dächer sind mit Zinkrauten bedeckt, und auch das Meßglocken- 
thürmchen ist ganz mit Zink (Nr. 14 bis 16) verkleidet. Die 
Fußböden bestehen aus verzierten Mettlacher Plättchen. Tie 
Fenster sollen später durchaus figürliche Glasmalereien er 
halten, einstweilen aber sind die Schifffenster nur mit sog. 
Butzenscheiben zwischen gemalten Borten verglast worden. 
Die 11 Chorfenster, die zwei großen sechstheiligen Querhallen- 
senster und 4 Kapellenfenster werden aber schon jetzt figürliche 
Glasmalereien nach Entwürfen des Professor Klein in Wien 
größtentheils durch die Tiroler Glasmalerei-Anstalt in Inns 
bruck, theilweise aber auch durch die Schneider'sche Glasmalerei 
in Regensburg und die Maper'sche Kunstanstalt in München 
erhalten. Der Hauptaltar besteht theils aus buntem Marmor, 
theils aus Bronze mit reichem Emailschmuck. Die Fundamen- 
tirung wurde im September 1871 begonnen, aber erst im 
Jahr 1872 vollendet. Erst im Herbst des letztgenannten Jahres 
begann der eigentliche Hochbau, im Sommer 1877 wurden die 
Kreuzblumen auf die steinernen Thurmhelme aufgesetzt und im 
Herbst des gleichen Jahres die Kirchendächer bedeckt und der 
größte Theil der Kirchenwölbung vollendet. Nahezu drei 
Viertel aller Maurer- und Steinhauerarbeiten wurden noch 
in der Zeit des Bauschwindels, bei sehr hohen Material- und 
Arbeitslöhnen, ausgeführt. Nach einer kurzen Stockung wegen 
Mangels an Mitteln wurde sodann 1878 die Fußbodenlegung 
bewerkstelligt und die innere Ausstattung begonnen, welche im 
Oktober 1879 vollendet werden wird. Im Laufe seines Vor 
trages hat Herr v. Eg le wiederholt der freundlichen Unterstützung 
gedacht, welcher er sich bei der Ausführung seines Werkes 
seitens der zwei anderen technischen Mitglieder des Kirchenbau- 
Vereins, der Herren Oberbauräthe v. Schlierholz und 
v. Morlok zu erfreuen hatte. 
Nach Beendigung des Vortrags ladet der Vorsitzende die 
Versammlung ein, durch Erheben von den Sitzen dem Redner 
ihren Dank zu bezeugen, was geschieht. 
Sonntag den 4. Mai Nachmittags 4 Uhr wird Herr 
Oberbaurath v. Egle die Güte haben, dem Verein bei Be 
sichtigung der Kirche als Führer zu dienen. 
Es trägt nunmehr Herr Baurath Kaiser Namens der 
hiefür gewählten Kommission das Referat über die Frage des 
Hufbeschlägs bei Asphaltstraßen vor, welches sich in ausführ 
licher und gründlicher Weise über den betreffenden Gegenstand 
verbreitet. Dasselbe ist in Beil. 4 enthalten. 
Der Vorsitzende betont, daß eine anscheinend ganz einfache 
Aufgabe, mit dem richtigen Interesse erfaßt, oftmals zu um 
fangreichen Erhebungen und vieler Arbeit und Mühe Veran 
lassung gebe; es beweise das auch das eben vorgetragene 
Referat. Er spricht daher im Namen der Versammlung der 
Kommission, insbesondere dem Herrn Referenten, den wärmsten 
Dank für ihre Arbeit aus. 
Hierauf Schluß der Sitzung gegen 11 Uhr. 
Der Schriftführer: 
Laistner. 
Besichtigung der Ueueu Katholischen Kirche in Stuttgart 
am Sonntag, den 4. Mai 1879. 
Außerordentlich zahlreich hatten sich die Mitglieder, der 
freundlichen Einladung des Herrn Oberbaurath v. Egle fol 
gend und durch dessen Vortrag am Abend des vorhergehenden 
Tages aufs Beste vorbereitet, zur festgesetzten Stunde (4 Uhr 
Nachmittags) vor der Nordfront der Kirche eingefunden, unter 
ihnen auch Herr Oberbürgermeister vr. v. Hack, sodann die 
Herren Kirchenrathspräsident v. Schmid, Oberfinanzrath 
v. Mauser und — trotz des regnerischen Wetters — eine 
Anzahl unserer Damen. 
Schon seit einiger Zeit im Aeußeren vollendet, bildet die 
Kirche mit ihrer doppelthürmigen Fa^ade ein weiteres glück 
lichstes Glied im Architekturbilde unserer Stadt und hat ihrem 
Erbauer bereits aus allen Schichten der Bevölkerung das 
vollste Lob in seltener Einmüthigkeit eingetragen. Heute, nach 
dem auch das Innere mit Ausnahme des Chores, an dessen 
Bemalung noch gearbeitet wird, gerüstfrei ist, sollten sich uns 
zum ersten Mal die Thüren öffnen. 
Die Schönheit des Jnnenraumes fesselt sofort den Ein 
tretenden und wir mußten uns sagen, daß die Wahl der in 
Deutschland ja von jeher beliebten Form der Hallenkirche 
eine äußerst glückliche genannt werden muß. Wesentlich ge 
steigert wird der Eindruck der Weiträumigkeit durch glückliche 
Vermeidung der übertriebenen Höhendimensionen, zu denen 
das Vorbild der späteren Kathedralen Frankreichs und des 
Kölner Doms den Gothiker so leicht verführen, sowie dadurch, 
daß die Pfeiler des Langhauses als nur 1 m starke Rund 
säulen ohne Dienste gebildet find, so daß der Einblick vom 
Mittelschiff in die Seitenschiffe, sowie von diesen in die Chöre 
möglichst frei bleibt. Sodann konnten ja, — ein großer Vor 
zug der katholischen vor den evangelischen Kirchen — die Ein 
bauten auf die Orgelempore zwischen den Thürmen und die 
beiden Emporen in den Flügeln des Querschiffes, unter denen 
sich dann einerseits Sakristei und Paramentenkammer, anderer 
seits die den ganzen Tag offenbleibende Marienkapelle befinden, 
beschränkt bleiben. Wie im Aeußeren ist auch innen das Ma 
terial überall gezeigt, auch die Gewölbkappen zeigen unver 
hohlen ihren sauber ausgeführten Backsteinverband; am ganzen 
Bau hat der Verputz kein noch so kleines Fleckchen gefunden. 
Die Malerei, in den Chören reich, dagegen im Langhaus sich 
nur auf die Schlußringe und Kreuzungen der Rippen, und auf 
eine bescheidene braunrothe Konturirung der Gewölbkappen, der 
Kapitäle und Fensterfassungen beschränkend, ist direkt auf den 
Stein aufgetragen. Das Gestühl, welches sich in Ländern mit 
confessionell gemischter Bevölkerung kaum vermeiden läßt, ist 
so geordnet, daß nicht nur Chöre und Kreuzung, sondern auch 
im Langhaus sehr breite Gänge in der Mittelaxe und an 
beiden Längsmauern frei bleiben. Noch fehlen Orgel, Kanzel, 
Beichtstühle und Altar, welche im Verein mit den reich sigu- 
rirten Gemälden der Chorfenster einen prachtvollen Schmuck 
der Kirche bilden werden. Die mächtigen Fenster des Quer- 
und Langschiffes, jetzt mit Butzenscheiben verglast, lassen eine 
allzureiche Lichtfülle ins Innere strömen, und wir schlossen uns 
von Herzen dem Wunsche des Baumeisters an, daß es recht 
bald gelingen möge, die Mittel zur vollständigen farbigen 
Verglasung sämmtlicher Fenster aufzubringen. 
Von unserem lebhaften Interesse zeugten die Debatten, 
welche sich bald in einzelnen Gruppen der Besuchenden erhoben, 
und diese gaben Herrn Oberbaurath v. Egle Veranlassung, 
uns in der liebenswürdigsten Weise Auskunft zu geben über 
die bei der Ausführung gemachten Erfahrungen und über so 
manche technische Details, insbesondere über die Wölbung der 
Kappen, welche ohne Einrüstung so ausgeführt wurde, daß 
die Backstemschichten stets normal über die Diagonal 
rippen hinweggeführt sind und in den Mittellinien der 
Kappen schwalbenschwanzförmig ineinander greifen, und wobei 
die Stärke der Backsteine so bemessen ist, daß selbst ein Brand 
des Dachstuhles die Kirche nicht gefährden würde, sodann über 
die Eindeckung der Dächer mit Zinkrauten, die Zinkverkleidung 
des aus Eichenholz konstruirten Dachreiters und die sorgfäl 
tigsten Vorkehrungen gegen Eindringen von Wasser in die 
Mauern. 
Derselbe führte einzelne Gruppen auf die Emporen, die 
Gallerten der durchbrochenen Giebel, in den Dachstuhl, unter 
die steinernen Dachhelme, sogar auf das Dach hinaus, überall 
bereitwilligst Auskunft gebend, und wir mußten freudig aner 
kennen, daß wir heute ein Gebäude bewundern durften nicht
	        

Downloads

Downloads

Full record

ALTO TEI Full text PDF (compressed) PDF (full size)
TOC
Mirador

This page

PDF Image Preview Image Small Image Medium ALTO TEI Full text Mirador

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Formats and links

Formats and links

The metadata is available in various formats. There are also links to external systems.

Formats

METS METS (entire work) MARC XML Dublin Core

Links

DFG-Viewer Mirador

Cite

Cite

The following citation links are available for the entire work or the displayed page:

Full record

RIS

This page

Citation recommendation

Please check the citation before using it.

Search results

Search results

Kind
1 / 1,716
Konkurrenz-Entwürfe für ein Rathaus in Stuttgart
Back to search results Back to search results

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fifth month of the year?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.