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Monatsschrift des Württembg. Vereins für Baukunde in Stuttgart (1898-1904)

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Public Domain Mark 1.0. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

fullscreen: Monatsschrift des Württembg. Vereins für Baukunde in Stuttgart (1898-1904)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
1466506725020
Titel:
Monatsschrift des Württembg. Vereins für Baukunde in Stuttgart
Frühere Titel:
Sitzungs-Protokoll / Verein für Baukunde in Stuttgart (1870-1884)
Versammlungs-Berichte / Württembergischer Verein für Baukunde in Stuttgart (1885/86-1892)
Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Zeitschriften
Lizenz:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de

Band

Persistenter Identifier:
1466506725020_1898_1904
Titel:
Monatsschrift des Württembg. Vereins für Baukunde in Stuttgart
Jahrgang/Band:
1898-1904
Verleger/Verlag:
F. Weise's Hofbuchhandlung in Stuttgart (bis 1900); Süddt. Verl.-Anstalt, München (ab 1901)
Erscheinungsort:
Stuttgart
Umfang:
getr. Zählung
Sprache:
deutsch
Strukturtyp:
Band
Standort:
Universitätsbibliothek Stuttgart
Signatur:
2Zb 8710-1898/1904
Lizenz:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de
Sammlung:
Zeitschriften

Ausgabe

Titel:
Heft 4
Strukturtyp:
Ausgabe

Artikel

Titel:
Das Verwaltungsgebäude der Lebensversicherungs- und Ersparnisbank Stuttgart
Autor:
Weigle, Carl
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Monatsschrift des Württembg. Vereins für Baukunde in Stuttgart
  • Monatsschrift des Württembg. Vereins für Baukunde in Stuttgart (1898-1904)
  • Einband
  • Inhaltsverzeichnis
  • Heft 1
  • Heft 2
  • Heft 3
  • Heft 4
  • Heft 5
  • Heft 6
  • Heft 7
  • Heft 8
  • Heft 9
  • Heft 10
  • 1899. Heft 1
  • Heft 2
  • Heft 3
  • Heft 4
  • Heft 5
  • Heft 6
  • Heft 7
  • Heft 8
  • Heft 9
  • Heft 10
  • 1900. Heft 1
  • Heft 2
  • Heft 3
  • Heft 4
  • Heft 5
  • Heft 6
  • Heft 7
  • Heft 8
  • 1901. Heft 1
  • Heft 2
  • Heft 3
  • Heft 4
  • Vereinstätigkeit
  • Das Verwaltungsgebäude der Lebensversicherungs- und Ersparnisbank Stuttgart
  • Gebührenordnung der Architekten und Ingenieure
  • Heft 5
  • Heft 6
  • Heft 7
  • Heft 8
  • Heft 9
  • Heft 10
  • 1902. Heft 1
  • Heft 2
  • Heft 3
  • Heft 4
  • Heft 5
  • Heft 6
  • Heft 7
  • Heft 8
  • Heft 9
  • Heft 10
  • 1903. Heft 1
  • Heft 2
  • Heft 3
  • Heft 4
  • Heft 5
  • Heft 6
  • Heft 7
  • Heft 8
  • 1904. Heft 1
  • Heft 2
  • Heft 3
  • Heft 4
  • Heft 5 und 6
  • Heft 7 und 8
  • Heft 9
  • Farbinformation
  • Einband

Volltext

, 
Monatsschrift des Württembg. Vereins für Baukdnde in Stuttgart. 
Das Verwaltungsgebäude der Lebensversicherungs- und Ersparnisbank Stuttgart. 
wie ein Neubau, und dass es sich nicht so 
praktisch hätte einrichten lassen, wie ein neues 
Gebäude. 
Man entschloss sich daher, einen Neubau 
auszuführen. Als Bauplatz wurde ein Grund 
stück an der Ecke der Reinsburg- und Silber 
burgstrasse einschliesslich der von v. Leins 
erbauten Villa Zorn erworben. Die Villa wurde 
aber nicht, wie ursprünglich geplant war, ab 
gebrochen , obgleich infolgedessen der für den 
Neubau noch zur Verfügung stehende Platz eine 
verhältnismässig grosse Längen- und geringe 
Tiefenausdehnung erhielt. 
Das Programm war schwierig. Man stand 
vor einer Aufgabe, für deren Lösung kaum ein 
Vorbild zum Muster genommen werden konnte, 
da bis jetzt nur wenige Versicherungsneubauten 
bestehen. Der Geschäftsbetrieb ist ein ganz an 
derer als der einer Bank. Da die Geldsendungen 
meist von den auswärtigen Inspektoren mit der 
Post eingesandt werden, also nur unbedeutende 
Beträge vom Publikum direkt eingezahlt werden, 
so war beispielsweise kein besonderes Gewicht 
auf Zahlstellen mit grossen Vorräumen zu legen, 
wie bei Banken, Sparkassen u. s. w. 
Das Gebäude ist so angelegt worden, dass 
in demselben die voraussichtlich in den nächsten 
50 Jahren zu erwartende Vermehrung des Verwaltungspersonals 
noch untergebracht werden kann. 
Die gewählte Grundrissanordnung ist nachstehend darge 
stellt. Die Hauptachse wurde an die Langseite gelegt, und die 
Gebäudeteile um einen Lichthof von 8—9 m Breite und 28,58 m 
Länge gruppiert. Infolge der ungenügenden Tiefe des Bauplatzes 
musste mit den Abmessungen des Lichthofs an die äusserste 
Grenze des für die Versorgung mit gutem Licht noch zulässigen 
Masses gegangen werden. Das Gebäude erhielt 2 Stockwerke, 
von denen die Zimmer und Säle des oberen einstweilen als Ge 
schäftsräume vermietet werden, bis sie die Bank selbst für ihre 
Zwecke verwenden kann. 
Figur 2. Lebensversicherungs- und Ersparnisbank. I. Obergeschoss. 
gewählt, trotzdem die Bauleitung der Baukommission dringend die 
Ausführung einer Warmwasserheizungsanlage empfohlen hatte. 
Die Kanäle für eine künftig einzurichtende künstliche Ventilation 
sind vorgesehen. Die Ventilatoren, die Vorwärmer und Luft 
befeuchtungsapparate sind zunächst noch nicht eingesetzt. Die 
Beleuchtung ist ausnahmslos elektrisch, mit Anschluss an die 
städtische Zentrale eingerichtet. 
Die Aborte sind mit Wasserklosets eingerichtet, deren 
Inhalt vor dem Einlauf in die städt. Kanäle eine Kläranlage 
nach dem System Friedrich v. Glass (Leipzig) zu passieren 
haben. 
Die Fa^ade ist in freibehandelter moderner Renaissance 
Aus den Mitteilungen des Herrn Baurat Weigle in der zweiten ordentlichen Versammlung vom 8. Dezember 1900. 
Ausführung dieses Bauwesens lag in den Händen der 
ME Firma Eisenlohr und Weigle. 
Schon vor einigen Jahren plante die Lebensver- 
sicherungs- und Ersparnisbank einen Umbau ihres in 
der Reinsburgstrasse gelegenen alten Verwaltungsgebäudes. Es 
zeigte sich aber, dass ein Umbau halb so viel kosten würde, 
LKSr M-SVER-SICHERVNCtS -* F.SSPATfNtSBHWK; 
Im Parterre befindet sich die Kassa, die Hauptbuchhaltung, 
die Controle der Agentenbuchhaltung, die Prämien- und die 
Versicherungsabteilung. Im ersten Stock sind die Zimmer der 
beiden Direktoren, das Hypothekenbureau, die Abteilung für 
Sterbefälle, das mathematische Bureau, das Organisations-Bureau, 
ein Teil des Archivs und ein Sitzungssaal. Ein weiterer Sitz 
ungssaal wird später im zweiten Stockwerk 'ein 
gerichtet werden. In jedem Stockwerk sind zwe 
Warteräume angeordnet, ausserdem eine ge- 
mögende Anzahl Nebenräume. 
Das grosse Tresorgewölbe ist im Unter 
geschoss des Rückbaues ohne Verbindung mit 
der Kasse angeordnet. Boden, Decke und Wänds 
sind mit starken Betonmauern, mit Einlagen vor 
schraubenförmig gewundenen Stahlschienen js 
3 m lg. und von rechteckigen Querschnitt 70/K 
mm hergestellt. Diese mit dem äussersten Härte 
grad versehenen Stahlschienen werden horizonta 
und parallel der Wandfläche in mehreren Lageij 
so verlegt, dass die Stösse gegeneinander versetzt 
sind und zwischen zwei Stäben nur ein Zwischen 
raum von 9 cm bleibt. Einbrech-Werkzeuge müsset 
bei dieser Anordnung überall auf eine Reihe solch« 
Stahlstäbe treffen, an deren schiefen Flächen si( 
abgleiten. Für die Aufbewahrung der Versicherungs 
urkunden ist über dem Tresor in 4 Halbstock 
werken ein feuerfestes Archiv eingerichtet, dessen 
Schränke aus Eisen und Glas bestehen. 
Zur Erlangung von Projekten für die Heizung 
des Gebäudes wurden 4 Firmen zu einem engeren 
Wettbewerb eingeladen, aus dem die Firma 
Grove-Berlin als Siegerin hervorging. Als 
Heizsystem wurde Niederdruck-Dampfheizung 
Figur 1. Lebensversicherungs- und Ersparnisbank. Erdgeschoss. 
i er
	        

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