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Die Logik der Dichtung

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Bibliografische Daten

fullscreen: Die Logik der Dichtung

Monografie

Persistenter Identifier:
1467618455069
Titel:
Die Logik der Dichtung
Autor:
Hamburger, Käte
Verleger/Verlag:
Klett
Erscheinungsort:
Stuttgart [u.a.]
Erscheinungsjahr:
1957
Umfang:
255 S.
Sprache:
deutsch
Strukturtyp:
Monografie
Standort:
Universitätsbibliothek Stuttgart
Signatur:
2L 2061
Schlagwort:
Literatur
Logik
Sprachtheorie
Literaturtheorie
Poetik
Lizenz:
https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/content/lizenzen/rv-fz/

Kapitel

Titel:
Abschluß und Ausblick: Zum Symbolproblem der Dichtung
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Die Logik der Dichtung
  • Einband
  • Titelseite
  • Impressum
  • Widmung an Thomas Mann
  • Vorwort
  • Inhalt
  • Problem und Aufgabe einer Logik der Dichtung
  • Die logischen Grundlagen
  • I. Die Begriffsbildung 'Dichtung und Wirklichkeit'
  • II. Die logischen Ichbegriffe
  • Die fiktionale oder mimetische Gattung
  • I. Die epische Fiktion
  • II. Die dramatische Fiktion
  • III. Die filmische Fiktion
  • Die lyrische oder existentielle Gattung
  • I. Das System der Wirklichkeitsaussage und der Ort der Lyrik
  • II. Die Beschaffenheit des lyrischen Ich
  • Die Sonderformen
  • I. Die Ballade und ihr Verhältnis zu Bild- und Rollengedicht
  • II. Die Icherzählung
  • Abschluß und Ausblick: Zum Symbolproblem der Dichtung
  • Farbinformation
  • Einband

Volltext

2 43 
16* 
ABSCHLUSS UND AUSBLICK 
Zum Symbolproblem der Dichtung 
Sehen wir am Ende dieser Betrachtungen nun nochmals auf das Leitwort 
zurück, das Hegels Satz für unsere Untersuchung bedeutet hatte, erkennen 
wir, daß dieser nur soweit gültig ist, als er denWeg in das von Hegel selbst 
nicht erhellte Problemgebiet der spezifischen Dichtungslogik wies. Daß die 
»Poesie« diejenige Kunst sei, bei welcher die Kunst sich aufzulösen beginnt 
und »in die Prosa des wissenschaftlichen Denkens übergeht«, hatte Hegel 
zwar aus der besonderen Eigenschaft des Sprachmaterials der Dichtung ab 
geleitet, das an sich identisch mit der nicht-dichtenden Sprache ist. Er hatte 
aber nicht erkannt, daß dieses allgemeine Sprachmaterial ein so gefügiges 
Instrument des Denkens und Vorstellens ist, daß es zugleich auch die Eigen 
schaften besitzt oder entwickeln kann, die bewirken, daß die Dichtung trotz 
dem sich als Kunstgebilde behauptet und weder sich selbst noch damit auch 
die Kunst als solche »in die Prosa des wissenschaftlichen Denkens« auflöst. 
Er hatte gesehen, wo die »gefährlichen« Übergangspunkte liegen, aber er 
hatte nicht gesehen, wie die Sprache, wenn sie Dichtung hervorbringt, sie 
vermeidet: indem sie im Falle der fiktionalen Dichtung die Gesetze der Aus 
sagestruktur preisgibt, im Falle der lyrischen die Aussage sich nach dem 
Willen des lyrischen Ich richtet und verhält, nicht in einem Wirklichkeits 
zusammenhang zu fungieren. 
Damit sind wir an dem Punkte, in zusammenfassendem Rückblick auf die 
Resultate dieser Untersuchung nochmals die allgemeine Frage nach der 
Funktion der Dichtungslogik für die ästhetische Erkenntnis und Interpre 
tation der Dichtung als solcher wie auch der einzelnen Dichtwerke stellen 
zu müssen, die Frage nach dem Verhältnis von Dichtungslogik und Dich 
tungsästhetik. Zum Teil hat sich diese Frage schon aus den Darlegungen 
der logischen Probleme selbst beantwortet. Eine ganze Reihe der logischen 
Strukturanalysen hatte unmittelbar die dichterische Substanz als solche mit 
ergriffen, während anderseits an manchen Stellen auf die Grenze gestoßen 
wurde, an der die Befugnisse des Logikers vor denen des ästhetischen Be 
urteilers zurückzutreten haben. Die allgemeine Beschaffenheit der Erzähl 
funktion oder des lyrischen Ich zu ergründen, gehört in den Aufgaben 
bereich der Logik der Dichtung, das Wie, den Stil, die jeweils besondere
	        

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