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ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1980, Jg. 12, H. 49- 51/52, [53], 54)

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Bibliografische Daten

fullscreen: ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1980, Jg. 12, H. 49- 51/52, [53], 54)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
1484642790781
Titel:
Architektonische Studien
Signatur:
verschiedene Signaturen
Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Zeitschriften
Lizenz:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de

Band

Persistenter Identifier:
1484642790781_1877_81
Titel:
Architektonische Studien
Weitere Titel:
Entwürfe von Studierenden der Kgl. Techn. Hochschule zu Stuttgart
Autor:
Akademischer Architekten-Verein (Stuttgart)
Jahrgang/Band:
1877-81
Verleger/Verlag:
K. Wittwer / lith. Anstalt G. Hopphan (Druck)
Erscheinungsort:
Stuttgart
Erscheinungsjahr:
1877-1881
Umfang:
getr. Zählung
Sprache:
deutsch
Strukturtyp:
Band
Standort:
Universitätsbibliothek Stuttgart
Signatur:
1 Kc 701-35/51,1877/81
Lizenz:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de
Sammlung:
Zeitschriften

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • ARCH+: Zeitschrift für Architektur und Urbanismus
  • ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1980, Jg. 12, H. 49- 51/52, [53], 54)
  • Heft 49: Kultur - in die eigene Hand genommen
  • Heft 50: Wiederentdeckung des Raumes: Stadträume - Sozialräume
  • Heft 51/52: Ökologisch Planen und Bauen
  • Heft 54: Die Agonie der Wohnungspolitik
  • Inhaltsverzeichnis
  • Berichte
  • Wohnen in der Stadt: Konflikte und Experimente
  • Vom Finanzieren und Investieren
  • Zur Diskussion um Wohnungspolitik
  • Zur Diskussion
  • Plädoyer für die Abschaffung der Denkmalpflege
  • Rezensionen
  • Serie: Planerroman
  • Leserbriefe

Volltext

denkmal für ihre Zwecke reklamieren. 
Natürlich gibt es eine Geschichtsschrei- 
bung, die in den Bedürfnissen und Erin- 
nerungen der Bewohner nicht aufgeht. 
Aber auch das Nichterinnerte gehört 
nicht einfach ins Museum. Denn all das, 
was ins Museum, didaktisch verpackt, 
hineinkäme, steht ja weitgehend noch in 
der Stadt herum und ist Objekt von 
Abrißstrategien. Dazu gehören die Ka- 
sernen und Lagerhäuser des preußischen 
Militärs oder die Stätten des Faschisti- 
schen Terrors in der südlichen Friedrich- 
stadt. Sie sind als Gebäude längst sorgfäl- 
tig demontiert worden; aber als Stätten, 
als Plätze in der Stadt, erkennbar und be- 
nennbar. Das geht die Geschichtsinteres- 
sen der Demkmalspflege aber offensicht- 
lich nichts an. Oder es wäre anhand der 
städtischen Örtlichkeiten, die Geschichte 
der Arbeiterbewegung festzuhalten. Na- 
türlich ist das bei staatlicher Denkmals- 
pflege nur SPD-Geschichte: Aber es wä- 
re gut, wenn immerhin diese dabliebe. 
Da wird die Fassade des Hauses restau- 
riert, in dem Bebel wohnte - schön für das 
Haus. Aber wo war die Parteischule, der 
Vorwärts usw.? Lindenstraße 3 - nicht 
wiederzufinden. Oder: Vor ein paar Wo- 
chen gab es noch das Gründelsche Ga- 
sthaus, die letzte typisch Berliner Hinter- 
hofkneipe aus der Zeit vor dem Sieg der 
bayrischen Eckkneipen, in der zudem 
Bebel, Liebknecht und andere am 1. Ok- 
tober 1890 mit den heimgekehrten Emi- 
granten den Fall des Sozialistengesetzes 
feierten. Der Landeskonservator wußte 
das, hat aber den Fall verschleppt.Für 
den Geschäftsführer der GSG gibt es 
wahrscheinlich so etwas Sentimentales 
wie Arbeitergeschichte nicht, und 
plötzlich, unter ungeklärten Um- 
ständen, war das Haus kaputt - ein Kasten 
Bier und zufällig herabfallende Mauer- 
teile haben schon öfters so etwas be- 
wirkt. Dafür erfährt man aber von einer 
obskuren Wohnbau Commerz GmbH & 
Co. KG, die das Haus Kantstr. 125 kürz- 
lich im Zuge der Charlottenburger Bo- 
denspekulationswelle kaufte, daß die 
Subventionierung der Fassadenrenovie- 
rung vom Landeskonservator bereits zu- 
gesagt ist, da 1945 eine hier tagende Ver- 
sammlung die Neukonstituierung von 
SPD und Gewerkschaften einleitete - 
wiederum schön für das Haus bzw. 
Wohnbau Commerz, aber der Ort der 
Handlung, ein Gewerberaum im Garten- 
haus des zweiten Hinterhofes, der vorher 
als Synagoge gedient zu haben scheint, 
hat wenig davon und noch weniger die, 
die ihn heute kulturell nutzen und den 
Mieterhöhungen entgegensehen. 
Schließlich noch ein Spotlight auf den 
traditionellen Denkmalsbereich. Es ist 
wahr, daß der Berliner Landeskonserva- 
tor hier arm dran ist. Alle Schlösser sind 
ihm entzogen, Bellevue wurde von der 
Bundesbaudirektion gräßlich hingerich- 
tet, Charlottenburg wurde und wird von 
der Verwaltung staatliche Schlösser von 
Gärten vorbildlich restauriert. Aber 
reicht das als Legitimation dafür, sich die 
Denkmäler, die einem fehlen, selber zu 
bauen? Der Skandalfall schlechthin ist 
hier das Ephraimpalais, 1935 im alten 
Stadtzentrum für den Straßenbau abge- 
Stadtlandschaft. Aus der Innenstadt heraus windet sich die U—-Bahn—Linie in Richtung Kreuzberg. Kurz vor 
der Station Gleisdreieck kommt der ”Orient—-Express” ans Tageslicht Foto: Glaser 
rissen. Von ihm sind noch eine größere 
Anzahl Schmuckteile vorhanden, wo- 
raufhin es in der südlichen Friedrichstadt 
wieder rekonstruiert werden soll. Weder 
hat man den originalen Bauplatz, noch 
stellen die Fassadenteile einen nennens- 
werten Bestandteil des Hauses dar, zu- 
mal die größtenteils aus der Renovierung 
und Erweiterung um 1890 stammen, und 
schließlich weiß man nicht einmal exakt, 
wie das Haus ausgesehen hat. Geplant ist 
ein ungefährer Wiederaufbau, in einer 
völlig anderen städtebaulichen Situation 
und einer ganz anderen Gelände- und 
Richtungsorientierung. Was hat das noch 
mit Denkmalspflege zu tun? Oder was 
der Plan, kaum 100m davon entfernt das 
Feilnerhaus in der Feilnerstraße derart 
wiederherzustellen, daß man in eine will- 
kürlich am alten Standort hingezauberte 
Piazza eine Nachbildung der alten Schin- 
kelfassade klemmt? Sollten dann Minia- 
turnachbildungen nicht ausreichen oder 
riesige Stellwände oder Diaprojektionen 
der Gebäude bei Nacht auf umliegende 
Brandmauern, oder Rekonstruktion in 
Laser-Holographie? 
Aufgabe, das reine historische Stadten- 
semble, verstellt. Für den Berliner Lan- 
deskonservator geht es um die Stadt von 
James Hobrecht, ein ornamentales Ge- 
flecht von Achsen, Straßensternen, Ra- 
stern mit eingebauten Plätzen, darge- 
stellt in fürnfgeschossigen spätklassizisti- 
schen Fassadenwänden. Soweit diese 
Stadt gebaut wurde, ist alles gut. Das hi- 
storische Bewußtsein ist, nicht zuletzt 
dank der Intervention der Denkmalpfle- 
ge, inzwischen soweit entwickelt, daß 
auch die radikale Flächensanierung sich 
an die papiernen Linien des Hobrecht- 
schen Planes hält. Wenn die Sanierungs- 
walze über die Naunynstraße hinwegge- 
gangen ist, stehen die verordneten Wän- 
de wieder da. Anders liegt der Fall dort, 
wo Hobrecht scheiterte. Sein eklatante- 
ster Mißerfolg betrifft gerade das Glanz- 
stück seiner Planung, den Generalszug, 
der eine Kette von repräsentativen 
Schmuckplätzen bilden sollte, verbun- 
den durch einen durchlaufenden Boule- 
vard. Just da, wo der Straßenzug in zwei 
Plätzen zu Ehren Blüchers und der 
Schlacht von Wahlstatt kumulieren soll- 
te, war aber das Gelände bereits belegt, 
durch die Güterbahnhöfe der Anhalter 
und Potsdamer Bahn. Der Boulevard en- 
det bis heute abrupt auf der Bahnauf- 
schüttung, während der Verkehrsfluß, 
von der Hornstraße sich abwinkelnd, 
weiter südlich in einem engen Schacht 
unter den Bahngeleisen hindurchhan- 
gelt. 
Noch aber hat alles das, was bisher ge- 
nannt wurde, den Rest eines Realitäts- 
kernes: es hat einmal bestanden, es ist 
noch ausdrückbar in einzelnen Gebäu- 
deeinheiten, wie geschmack- und skru- 
pellos auch immer damit verfahren wird. 
Die volle Glorie der projektiven Denk- 
malspflege ermißt man erst dann, wenn 
sie eine Stadtgeschichte rekonstruiert, 
die es nie und nirgends gegeben hat und 
gar nicht geben konnte, wo die Denk- 
malspflege also durch keinerlei armselige 
historische Relikte, Ortsbindunge und 
ähnliches Lästiges mehr gefesselt ist, son- 
dern sich voll als historisierende Flächen- 
projektion entfalten kann, wo kein einzel- 
nes Gebäude, das minimal da war oder 
noch da ist, den Blick auf die eigentliche 
Eben das ist nun die wirkliche Stadtge- 
schichte: die Unfähigkeit der preußi- 
schen Stadtplanung, sich gegen die Inte- 
ressen der (bürgerlichen wie adligen) Ei- 
senbahnaktionäre durchzusetzen. Die 
Hornstraße weiterzubauen, sie jetzt, wo 
die Bahnanlagen nicht mehr gebraucht 
werden, die Endbahnhöfe dem Erdbo- 
den gleichgemacht wurden, einfach 
49
	        

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